Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  6. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  7. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  8. Vom Benehmen mit Majestäten
  9. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  12. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"
  15. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“

Papst: Eingreifen im Irak «legitim» - Bereit zu Irak-Reise

18. August 2014 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: «Ich benutze bewusst das Wort stoppen, ich spreche nicht von Bombardieren oder Kriegführen»


Rom (kath.net/KNA) Papst Franziskus hält ein militärisches Eingreifen im Irak unter bestimmten Umständen für gerechtfertigt. Einen «ungerechten Aggressor» aufzuhalten, sei «legitim», sagte er am Montag vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug von Seoul nach Rom. «Ich benutze bewusst das Wort stoppen, ich spreche nicht von Bombardieren oder Kriegführen», betonte der Papst. Auf die Frage, ob er selbst in den Irak reisen würde, sagte er: «Ja, ich bin bereit.»

«Den ungerechten Aggressor zu stoppen, ist legitim», sagte der Papst. Jedoch müssten die Mittel abgewogen werden. In der Vergangenheit hätten sich Staaten unter dem Vorwand, einem Angreifer Einhalt zu gebieten, in die Angelegenheiten anderer Länder eingemischt und selbst einen Eroberungskrieg geführt. Franziskus forderte ein international abgestimmtes Vorgehen. Ein einzelner Staat könne eine solche Entscheidung nicht treffen.


Im Irak gehe es nicht nur um bedrängte Christen. «Es ist wahr, sie leiden», sagte der Papst. «Aber hier geht es um Männer und Frauen, um religiöse Minderheiten. Nicht alle sind Christen. Aber alle sind gleich vor Gott.»

Er selbst habe die Lage im Irak und die Probleme bei der Aufnahme von Flüchtlingen in einer persönlichen Begegnung mit dem Gouverneur von Kurdistan erörtert, sagte Franziskus. Daraufhin habe er sich in einem Schreiben an die Regierungen der beim Heiligen Stuhl vertretenen Staaten sowie an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon gewandt und schließlich Kardinal Fernando Filoni als Sondergesandten in den Irak geschickt.

Schließlich habe er auch eine persönliche Reise in den Irak im Anschluss an die Südkorea-Reise in Erwägung gezogen. Im Augenblick sei dies «vielleicht nicht die beste Sache, die man machen kann», sagte Franziskus, «aber ich bin bereit.»

Am Morgen der Papst Franziskus bei einer Messe in Seoul spontan für seinen Sondergesandten Filoni gebetet. Dabei erinnerte er an «die Verfolgten und alle religiösen Minderheiten, die in diesem Land leiden». Filoni, Präfekt der vatikanischen Missionskongregation und erfahrener Nahost-Diplomat, hält sich seit vergangener Woche im Nordirak auf, um auf eine Lösung für die bedrängten Minderheiten hinzuarbeiten. Unter anderem traf er mit dem Präsidenten der Kurdenregion, Masud Barzani, sowie anderen Politikern und Kirchenführern zusammen. Vor seiner Entsendung hatte Filoni von Franziskus Anweisungen für die Reise entgegengenommen. Anschließend sagte er, der Papst wäre «am liebsten selbst gefahren».

Der Irak gehört zu den wenigen größeren Ländern, die selbst von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) nicht besucht wurden. Dieser hatte bei 104 Auslandsreisen 127 Länder betreten.

Korea: Heilige Messe zum Abschluss des 6. Asiatischen Jugendtags mit Papst Franziskus in voller Länge


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Wiederkunft 19. August 2014 
 

Stoppen

Wie kann man die IS stoppen ohne zu bombardieren? Wenn man sich das Video ansieht, von diesen Wahnsinnigen, erinnert es an den Nationalsozialismus. Die Kämpfer werden eingeschworen auf eine neue Weltordnung auf eine Islamische Weltordnung! Die Sache ist sehr beängstigend und ohne Einsatz von Waffen nicht aufzuhalten!


3
 
 speedy 19. August 2014 
 

wenn eine operation nötig ist um die gesundheit zu erhalten, tut man sie ja auch?
ich stimme ihm zu


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  8. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  9. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  10. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  11. Vom Benehmen mit Majestäten
  12. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  15. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz