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ISIS zerstört angebliches Jona-Grab im Irak

16. Juli 2014 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Theologieprofessor: Es ist für die biblische Archäologie ohne Bedeutung


Ninive (kath.net/idea) Seit Anfang Juni kontrolliert die Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) die nordirakische Provinz Ninive. Nun hat sie nach eigenen Angaben das angebliche Grab des alttestamentlichen Propheten Jona zerstört. ISIS-Kämpfer filmten ihre Tat und stellten das Video auf „Youtube“ (Foto daraus entnommen).


Der Theologieprofessor Herbert H. Klement (Sprockhövel) sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, dass Jona nach biblischer Überlieferung zwar als Prophet nach Ninive gesandt worden sei. Es gebe aber keinen Anhaltspunkt, dass er dort auch gestorben oder beerdigt worden sei. Nur dem Islam zufolge sei der Prophet am Ende seines Lebens dort gewesen.

Klement, der an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel (Schweiz) und der Evangelisch-Theologischen Fakultät Löwen (Belgien) lehrt: „Von den ISIS-Bilderstürmern wurde eine vor allem islamische Gedenkstätte zerstört. Es geht um innerislamischen kulturellen Frevel. Für die biblische Archäologie ist die Lokaltradition des Jona-Grabes in Ninive ohne Bedeutung.“

ISIS hat in den von ihr kontrollierten Gebieten ein Kalifat, also einen islamischen Gottesstaat, ausgerufen und setzt das Religionsgesetz, die Scharia, durch.


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