Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Der 'ganz feste Glaube' des Markus Büchel

6. Februar 2014 in Schweiz, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident der Schweizer Bischofskonferenz: „Ich glaube daran, ich glaube ganz fest daran“, dass es zur Öffnung der Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene kommen wird. Er kann sich auch vorstellen, dass homosexuelle Paare anerkannt werden


St. Gallen (kath.net) Markus Büchel, Bischof von St. Gallen und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, bleibt seinem Anti-Rom-Kurs treu. In einem aktuellen Radio-Interview mit dem SRF legt er jetzt nach. Bei der Lehre und den Vorschriften etwa für das Sexualleben „denke“ er, „es muss Änderungen geben“, bestätigte Büchel auf Nachfrage des Interviewers. Der Bischof von St. Gallen meint dann wörtlich: „Eine Sexualmoral muss sich entwickeln. Die Moraltheologie ist ein Stück weit - auch durch den Kontakt mit nichtkirchlichen Wissenschaften wie etwa der Psychologie und anderen - im Diskurs eigentlich weiter als die formulierte Lehre der Kirche.“

Den Zugang von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten könne er sich ebenfalls vorstellen, wenn da auch der „theologische Prozess“ stattfinde, dass man „über das Ehesakrament“ neu nachdenke und von daher sich dann auch neue Wege und Möglichkeiten ergeben“, meinte Büchel weiters gegenüber dem SRF. Er nannte es für den Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen „eine Notwendigkeit, dass in diesem Bereich sich etwas bewegt“ und betonte: „Ich glaube daran, ich glaube ganz fest daran“.


Dabei hoffe er, sagte der Bischof, dass dies nicht erst in 100 Jahren umgesetzt werde, „sondern schon in der nächsten Zeit. Denn wir müssen ja auch sehen, wie sich die Auffassung der Ehe und der Partnerschaft geändert hat. In der Ehemoral gehen wir immer davon aus, dass alles Partnerschaften sind, die für das ganze Leben bestehen, die also unauflöslich sind und die von der Gesellschaft mitgetragen werden usw, das habe sich verändert. Auf diese neuen Begebenheiten muss man sich einstellen.“ Dabei gelte es, danach zu „suchen, wie man in diesen neuen Begebenheiten die hohen Ideale, die wir haben, hochhalten können, aber den Menschen zugleich einen Weg zu zeigen, wie sie mit ihrer Realität und ihrem Glauben umgehen können.“

Auch mit seinem „Glauben“ an Änderungen der kirchlichen Lehre bezüglich des Umgangs mit Menschen, die ihre Homosexualität praktizieren, hielt Büchel nicht hinter dem Berg. Der Interviewer fragte nach dem Umgang der Kirche mit homosexuellen Paaren und dem Wunsch, diese Partnerschaften „zu segnen“. Büchel meinte dazu wörtlich: „Ich kann mir vorstellen, dass solche Paar-Partnerschaften in gewisser Dimension anerkannt werden, aber sie können nicht einfach mit der Ehe gleichgesetzt werden – das stehe ja auch nicht zur Diskussion.“ Büchel erwarte, dass die Kirche „einen Weg sucht, diesen Menschen das Zeichen zu geben, dass auch sie zur Kirche gehören und ihnen auch Hilfe zu geben, dass sie ihren Glauben… leben können.“ Der Präsident der SBK erläuterte weiter: „Ich glaube, wir müssen uns auch damit auseinandersetzen, dass homosexuelle Partnerschaften in der zivilen Gesellschaft anerkannt sind – und wie gehen wir mit diesen um? Wenn ein Paar, dessen zivile Partnerschaft anerkannt ist, sagt: ‚Aber wir möchten auch unsere Partnerschaft mit dem Glauben verbinden und aus dem Glauben heraus leben‘, dann müssen wir ihnen als Kirche sicher eine Hilfestellung geben und einen Weg suchen“. Diese „Diskussion des Umgangs mit homosexuellen Paaren stellt eine neue Diskussion dar, die Kirche ist herausgefordert, sich ihr zu stellen.“

Hintergrund:
Die von der SBK durchgeführte Umfrage im Vorfeld der Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie hat in Kirchenkreisen mehrfach für erhebliche Irritiationen gesorgt. Denn es stellte sich bald heraus, dass die Fragen, die man den Gläubigen zur Beantwortung gelegt hatte, nur ein äußerst verdünntes und obendrein tendenziöses Destillat der ursprünglichen Vatikanumfrage darstellten. Außerdem wurden nolens volens auch jene Bistümer stillschweigend dafür vereinnahmt, die sich aus der SBK-Umfrage dezidiert ausgeklinkt hatten, etwa das Bistum Chur.

Das Bistum Chur wehrte sich daraufhin gegen diese Vereinnahmung und wies darauf hin, dass gemäß kirchlichem Verständnis die eigentlichen Verantwortungsträger nicht die lokalen Bischofskonferenzen, sondern die einzelnen Ortsbischöfe sind.

Inzwischen ist weiters bekannt geworden, dass bei der Erstellung und Auswertung ein Gender-Mainstream-Forscher starken Einfluss hatte, nämlich Arnd Bünker, der Leiter des Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut, welches die Umfrage begleitete, kath.net hat berichtet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schweizer Bischofsko

  1. Schweizer Bischöfe bei Papst Franziskus
  2. Aktive Sterbehilfe? – Keine Antwort ist auch eine Antwort!
  3. Schweiz: Strenge Schutzmaßnahmen für öffentliche Messfeiern
  4. Schweizer Bischöfe: 10.000 Franken für umstrittene 'Seenotrettung'
  5. Kriminalisierung des christlichen Menschenbildes?
  6. Schweizer Bischöfe wollen über Begleitung Sterbewilliger reden
  7. Auch die Schweizer Bischöfe planen umstrittenen synodalen Weg
  8. Die Schweizer Bischöfe und Abt Urban vom Stift Einsiedeln
  9. Schweizer Bischofskonferenz wirbt für „Mission Manifest“
  10. Kein Sonntagsverkauf am Heiligabend







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz