Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  7. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  8. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  9. Beschließen ohne zu entscheiden?
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Müller: Bischofskonferenzen sind 'Koordinatoren, nicht Vize-Päpste'

28. Dezember 2013 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Glaubenspräfekt gegen Dezentralisierung der Kirche: «Die katholische Kirche setzt sich aus Ortskirchen zusammen, aber sie ist eins. Es gibt keine 'nationalen' Kirchen.»


Rom (kath.net/KNA) Der Präfekt der päpstlichen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat sich mit Nachdruck gegen eine Dezentralisierung der Kirche auf Ebene der nationalen Bischofskonferenzen gewandt. «Die katholische Kirche setzt sich aus Ortskirchen zusammen, aber sie ist eins», sagte Müller der Tageszeitung «Corriere della sera»: «Es gibt keine 'nationalen' Kirchen.»

Die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen seien «Koordinatoren, nicht Vize-Päpste», betonte der oberste Glaubenshüter des Vatikans. Während der Papst und jeder einzelne Bischof «göttlichen Rechts» sind, seien die Patriarchate und die Bischofskonferenzen «menschlichen Rechts».

Freilich hätten die Konferenzen in bestimmten Bereichen auch lehramtliche Autorität, etwa bei der Vorbereitung von örtlichen Katechismen, von liturgischen Büchern oder der Leitung von Universitäten und katholischen Fakultäten. «Der Papst kann nicht alles wissen, was in den einzelnen Ländern passiert», so der Präfekt der Glaubenskongregation. Man müsse «ein praktisches Gleichgewicht finden». Papst Franziskus hatte in seinem Schreiben «Evangelii gaudium» kürzlich angekündigt, über mehr Befugnisse für die nationalen Bischofskonferenzen nachzudenken.


Nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. zum Ende Februar und der Wahl von Franziskus im März gebe es in der katholischen Kirche nur einen Papst, stellte Müller klar. Joseph Ratzinger sei wie ein «Kirchenvater»; sein Denken bleibe erhalten, und sein Nachfolger konsultiere ihn oft, um die theologische Kontinuität zu bewahren. Aber «es gibt kein Kollektiv. Es gibt nicht zwei Päpste».

Müller wandte sich gegen den Eindruck, er vertrete zu einem Kommunionsempfang für wiederverheiratete Geschiedene eine andere Position als Papst Franziskus. «Ich bin und bleibe immer auf Seiten des Papstes», stellte er klar. Es handele sich dabei um eine Frage, die man nicht mit einer allgemeinen Erklärung regeln könne. Weder der Papst noch eine Synode könnten wiederverheiratete Geschiedene per Federstrich zu den Sakramenten zulassen: «Das ist nicht möglich», denn eine sakramental gültige Ehe sei unauflöslich. Diese Praxis sei von Päpsten und Konzilien bestätigt worden. Müller wörtlich: «Die Kirche hat keine Autorität, die Worte und Gebote Gottes zu relativieren.»

Franziskus habe die Eucharistie zu Recht «nicht als Belohnung für die Vollkommenen, sondern als großzügiges Heilmittel und als Nahrung für die Schwachen» bezeichnet. Es gebe jedoch auch objektive Bedingungen für den Sakramentenempfang. Notwendig sei freilich stets ein konkreter pastoraler Dialog.

«Eine irreguläre Situation in einer Ehe ist ein objektives Hindernis für den Empfang der Eucharistie», sagte Müller. Dabei müsse man freilich immer die besondere persönliche Situation des einzelnen berücksichtigen: «Man muss Lösungen für die individuellen Probleme finden, aber immer auf Grundlage der katholischen Lehre». Der Erzbischof weiter: «Man darf die Lehre nicht den Umständen anpassen: Die Kirche ist keine politische Partei, die Umfragen durchführt, um einen Konsens zu ermitteln.»

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Siciliani-Gennari/SIR



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  3. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  6. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  7. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  10. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  6. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Die Nazi-Projektion
  13. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz