Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  15. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen

Kasper: Das Verschweigen von Christenverfolgung 'ist ein Skandal!'

9. November 2013 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal: «Die Christen sind heute die weltweit am meisten verfolgte Gruppe, und es ist ein Skandal, dass darüber so wenig berichtet wird.» Doch die verfolgten Christen hätten auch «uns oft etwas verbürgerlichten westlichen Christen etwas zu sagen»


Schwäbisch Gmünd (kath.net/KNA/red) Christenverfolgung ist nach den Worten des emeritierten Kurienkardinals Walter Kasper das «meist totgeschwiegenes Thema». «Die Christen sind heute die weltweit am meisten verfolgte Gruppe, und es ist ein Skandal, dass darüber so wenig berichtet wird.», sagte er der «Südwestpresse» in Schwäbisch Gmünd (Samstag).

Kasper äußerte sich im Vorfeld eines Kongresses über Christenverfolgung, der von Sonntag bis Mittwoch in Schwäbisch Gmünd stattfindet. Er rief dazu auf, «das, was unseren christlichen Brüdern und Schwestern angetan wird, öffentlich zu machen, ja geradezu in die Welt hinausschreien». Eine ernstzunehmende amerikanische Analyse zeige, dass in jeder Stunde irgendwo in der Welt elf Christen wegen ihres Glaubens getötet würden «und dies sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr».


Die größte Bedrohung für Christen sieht Kasper in Syrien. Im Irak seien Tausende umgekommen, die meisten hätten das Land verlassen und lebten in Flüchtlingscamps. In Pakistan habe es einen mörderischen Anschlag auf eine Kirche gegeben, und «in Teilen Birmas scheinen die Christen fast Freiwild der Armee zu sein». Im indischen Bundesstaat Orissa komme es immer wieder zu Pogromen, und aus Nigeria werde oft von mörderischen Attacken militanter Islamisten auf Kirchen und Kirchenbesucher berichtet.

Auch in China würden Christen immer wieder verhaftet, so Kasper. Am schlimmsten ist nach den Worten des Kardinals die Situation in Nordkorea, wo zwischen 200.000 und 400.000 Christen «unter unbeschreiblichen Bedingungen in geheimen Arbeitslagern leben und die meisten von ihnen umkommen».

Aus Sicht Kaspers müssen die Politiker in der Bundesrepublik gedrängt werden, Christenverfolgung beispielsweise im Europaparlament und bei den Vereinten Nationen auf die Tagesordnung zu bringen. Zudem könnten Hilfswerke unterstützt und für die Verfolgten gebetet werden.

Kardinal Kasper betonte eigens: „Ich selber will davon reden, dass das Martyrium der Ernstfall des Christseins ist. Die verfolgten Christen haben darum uns oft etwas verbürgerlichten westlichen Christen etwas zu sagen. Etwas mehr Mut, den Kopf hinzuhalten, könnte uns nicht schaden. Um den Kopf kürzer gemacht wird bei uns Gott sei Dank deshalb ja niemand“, so der Kardinal wörtlich.



(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Kardinal Kasper: © kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  5. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  6. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  7. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  8. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  9. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  12. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  13. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  14. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  15. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz