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Adam, wo bist du? Wo ist dein Bruder?

8. Juli 2013 in Aktuelles, 94 Lesermeinungen
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Lampedusa: Papst fordert mehr Solidarität mit Flüchtlingen - Gedenken an 20.000 Menschen, die in vergangenen 30 Jahren bei Überfahrt von Nordafrika nach Europa ums Leben kamen VIDEOS + PREDIGT


Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat während eines Besuchs auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa "brüderliche Solidarität" mit den Flüchtlingen aus Afrika und Asien angemahnt, die über das Mittelmeer nach Europa kommen. Niemand fühle sich verantwortlich für die alltäglichen "Dramen" während der Überfahrt von Afrika nach Europa und das "Blut der Brüder und Schwestern", die hierbei ums Leben kämen, sagte Franziskus am Montag während einer Messe mit Flüchtlingen und Inselbewohnern am Hafen.

Vor dem Gottesdienst war der Papst am Montagvormittag mit Einheimischen und Bootsflüchtlingen zusammengetroffen. Bei einer Bootsfahrt vor der Küste warf Franziskus einen Kranz ins Mittelmeer - zum Gedenken an die Menschen, die bei der gefährlichen Überfahrt von Nordafrika ums Leben kamen. In den vergangenen drei Jahrzehnten sind dabei Schätzungen zufolge mindestens 20.000 Menschen ertrunken oder verdurstet.

In seiner Predigt kritisierte Franziskus indirekt die EU-Flüchtlingspolitik sowie die politischen Führungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge. Er bat Gott um Vergebung für die "Grausamkeit in der Welt, in uns und auch in jenen, die in der Anonymität Entscheidungen sozialer und wirtschaftlicher Natur treffen, die den Weg für Dramen wie dieses ebnen".

Franziskus beklagte eine "Globalisierung der Gleichgültigkeit". Diese mache alle zu "anonymen Verantwortlichen ohne Namen und ohne Gesicht". Unter dem Deckmantel der Anonymität versuche jeder, die Verantwortung von sich zu weisen. Ein Christ dürfe sich jedoch nicht aus der Verantwortung stehlen. Gott rufe jeden von ihnen beim Namen und verlange Rechenschaft von ihm. Der Papst dankte zudem den Bewohnern von Lampedusa sowie den freiwilligen Helfern und Sicherheitskräften. Ihr Einsatz für die Flüchtlinge sei ein "Vorbild der Solidarität".

In der heutigen "Kultur des Wohlbefindens" sei der "Sinn für brüderliche Solidarität" abhandengekommen, so der Papst in seiner Predigt. "Wir haben uns an das Leiden des anderen gewöhnt, es betrifft uns nicht, es interessiert uns nicht, es ist nicht unsere Sache." Die Menschen lebten wie in einer "Seifenblase" und seien unempfindlich für den "Schrei der anderen". Der Papst feierte die Messe als Bußgottesdienst. Er wolle Gott um Vergebung für die Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der Flüchtlinge bitten.


Die heutige Gesellschaft habe das Weinen verlernt, sagte der Papst weiter. Niemand beweine die toten Bootsflüchtlinge, die Mütter, die mit ihren Kindern auf den Barken über das Mittelmeer setzten.

Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert in Auszügen die
Predigt des Papstes:

«Immigranten auf dem Meer umgekommen, auf den Booten, die statt eines Weges der Hoffnung ein Weg des Todes wurden.» So die Überschriften der Zeitungen. Als ich vor einigen Wochen diese Nachricht hörte, die sich leider sehr oft wiederholte, drangen die Gedanken immer wieder wie ein Leid bringender Stich ins Herz. Und da habe ich gespürt, dass ich heute hierherkommen musste, um zu beten, um eine Geste der Nähe zu setzen, aber auch um unsere Gewissen wachzurütteln, damit sich das Vorgefallene nicht wiederhole. Es wiederhole sich bitte nicht. Zunächst aber möchte ich euch ein Wort des aufrichtigen Dankes und der Ermutigung sagen (...) Ihr seid eine kleine Gemeinschaft, aber ihr leistet ein Beispiel an Solidarität! Danke.

(...) Ich denke auch an die geschätzten muslimischen Immigranten, die heute Abend das Fasten des Ramadan beginnen, und wünsche ihnen reiche geistliche Früchte. Die Kirche ist euch nahe auf der Suche nach einem würdigeren Leben für euch und eure Familien. Auf euch (oshia)!

(...) Viele von uns - ich schließe auch mich ein - sind ohne Orientierung; wir achten nicht mehr auf die Welt, in der wir leben; wir wahren und hüten nicht, was Gott für alle geschaffen hat – und wir sind nicht einmal mehr in der Lage, einander zu hüten. Und wenn diese Orientierungslosigkeit Weltdimensionen annimmt, kommt es zu Tragödien wie jener, die wir erfahren haben.

Diese Brüder und Schwestern von uns suchten, schwierigen Situationen zu entkommen, um ein wenig Sicherheit und Frieden zu finden; sie suchten einen besseren Ort für sich und ihre Familien, doch sie fanden den Tod. Die dies suchen: Wie oft finden sie kein Verständnis, finden sie keine Aufnahme und Solidarität! Und ihre Stimmen dringen bis zu Gott! (...)

(...) Wer ist der Verantwortliche für das Blut dieser Brüder und Schwestern? Niemand! Wir alle antworten so: Ich bin es nicht; ich habe nichts damit zu tun; es werden andere sein, sicher nicht ich. Aber Gott fragt einen jeden von uns: «Wo ist dein Bruder, dessen Blut zu mir schreit?» Niemand in der Welt fühlt sich heute dafür verantwortlich; wir haben den Sinn für brüderliche Verantwortung verloren; wir sind in die heuchlerische Haltung des Priesters und des Leviten geraten, von der Jesus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter sprach: Wir sehen den halbtoten Bruder am Straßenrand.

Vielleicht denken wir «Der Arme» und gehen auf unserem Weg weiter; es ist nicht unsere Aufgabe; und damit beruhigen wir uns selbst und fühlen uns in Ordnung. Die Wohlstandskultur, die uns dazu bringt, an uns selbst zu denken, macht uns unempfindlich gegen die Schreie der anderen; sie lässt uns in Seifenblasen leben, die schön, aber nichts sind, die eine Illusion des Nichtigen, des Flüchtigen sind, die zur Gleichgültigkeit gegenüber den anderen führen, ja zur Globalisierung der Gleichgültigkeit.

In dieser Welt der Globalisierung sind wir in die Globalisierung der Gleichgültigkeit geraten. Wir haben uns an das Leiden des anderen gewöhnt, es betrifft uns nicht, es interessiert uns nicht, es geht uns nichts an! Es kehrt Manzonis Gestalt des Ungenannten zurück. Die Globalisierung der Gleichgültigkeit macht uns alle zu «Ungenannten», zu Verantwortlichen ohne Namen und ohne Gesicht. «Adam, wo bist du?», «Wo ist dein Bruder?» sind die zwei Fragen, die Gott am Anfang der Geschichte der Menschheit stellt und die er ebenso an alle Menschen unserer Zeit, auch an uns richtet.

Ich möchte aber, dass wir eine dritte Frage anfügen: «Wer von uns hat darüber und über Geschehen wie diese geweint?» Wer hat geweint über den Tod dieser Brüder und Schwestern? Wer hat geweint um diese Menschen, die im Boot waren? Um die jungen Mütter, die ihre Kinder mit sich trugen? Um diese Männer, die sich nach etwas sehnten, um ihre Familien unterhalten zu können? Wir sind eine Gesellschaft, die die Erfahrung des Weinens, des «Mit-Leidens» vergessen hat: Die Globalisierung der Gleichgültigkeit hat uns die Fähigkeit zu weinen genommen!

(...) Herr, in diesem Gottesdienst, den wir zur Buße feiern, bitten wir um Vergebung für die Gleichgültigkeit gegenüber so vielen Brüdern und Schwestern. Wir bitten dich, Vater, um Vergebung für den, der sich damit abgefunden, der sich im eigenen Wohlstand eingeschlossen hat, der zur Betäubung des Herzens führt. Wir bitten dich um Vergebung für alle, die mit ihren Entscheidungen auf weltweiter Ebene Situationen geschaffen haben, die zu solchen Dramen führen. Vergebung, Herr! Herr, gib, dass wir auch heute deine Fragen hören: «Adam, wo bist du? Wo ist das Blut deines Bruders?»


Film 1: Ankunft in Lampedusa




Film 2: Hl. Messe - Teil 1



Film 3: Hl. Messe - Teil 2




Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 kreuz 26. August 2013 


0
 
 Kant 11. Juli 2013 

Neuer Papst – neuer Stil!

Da ist er, der neue Stil des Papstes vom anderen Ende der Erde. Dieser Papst fragt nicht zuerst nach alter oder neuer Messe, Hand- oder Mundkommunion, Männer- oder Frauenfüße, Pius-Brüder oder Schüller-Jünger ... nach den Luxus-Probleme der Kirche in der Wohlstandsgesellschaft Europas und Nord-Amerikas. Dieser Papst fragt uns: Europa, siehst du noch das wirkliche Leid vor deiner Tür oder schaust du weg, um dir nicht den Spaß zu verderben; weinst du noch über das Leid der Menschen oder ist dein Herz kalt geworden in der Sorge um Wohlstandsbewahrung; übernimmst du noch „Verantwortung für deinen Bruder“ oder ist für dich der Mensch in seiner Not zu einem Problemfall geworden, bei dem vor allem die Schuld- und die Zuständigkeitsfrage geklärt werden muß? Ich glaube, dieser neue Stil wird uns Katholiken in Europa guttun.


9
 
 Damiana 11. Juli 2013 
 

Auklärung erwünscht

Interessantes PingPong der Argumente und Befindlichkeiten. Um in ein "Flüchtlingsboot" zu steigen muß man viel,sehr viel Geld zahlen.Deswegen ist der Anteil der Glücksritter so hoch, die Geschäfte mit dem Transport extrem gewinnbringend, also werden diese modernen Sklavenhändler bestimmt nicht aufgeben,sondern weiter die Werbetrommel für das europäische Colorado rühren. Mir ist aber die Überschrift nicht klar, Adam,wo ist dein Bruder? Sollte es nicht Kain,wo ist dein Bruder heissen?


2
 
 Hörbuch 10. Juli 2013 
 

Thaddäus Öllenstroth

Danke, jetzt habe ich die Balkengeschichte auch kapiert und weiß wie ich mich verhalten kann.


3
 
 Thaddäus Öllenstroth 10. Juli 2013 
 

Liebe(r) @Antigone

Keine Sorge wegen der Balken, nix passiert :-)
Sie können nur eine Bewertung pro Userkommentar abgeben: Entweder Zustimmung auf den oberen Pfeil, oder Ablehnung auf den unteren Pfeil. Wenn Sie danach auf dem Balken herumtippen, ändert sich nichts mehr.
Viel Freude in diesem Forum und manche gute Diskussion wünsche ich Ihnen.


5
 
 Antigone 10. Juli 2013 
 

@Marienzweig

O weh, da habe ich wohl schon manchem die Bewertung versaut, weil ich wild auf dem Balken herumgetippt habe, ohne die Veränderung zu bemerken... Wäre bestimmt nützlich, wenn Neulinge deutlich darauf aufmerksam gemacht würden.
Danke jedenfalls!


1
 
 Ignis 10. Juli 2013 
 

"Wir haben uns an das Leiden des anderen gewöhnt, es betrifft uns nicht, es interessiert uns nicht,"

Ich kann nicht sagen, dass das für mich zutrifft. Wenn man die Augen offen hält, kann man immer wieder lesen und sehen, wie und wo Menschen leiden müssen. Wenn ich das aber immer alles so nah an mich heranlassen würde, würde ich mich selbst lähmen und könnte meinen eigenen Aufgaben nicht mehr nachkommen. Deswegen muss man ein bisschen die Augen vor dem Leid verschließen.


3
 
 Marienzweig 10. Juli 2013 

@Antigone

3 Kommentare unterhalb dem Ihrigen erklärt @Bücherwurm, wie es geht.
Von der Farbe "rot" mache ich allerdings keinen Gebrauch.
Es sieht mir so nach Bestrafung aus.
Aber dies ist schließlich in das Belieben jedes Einzelnen gestellt.


5
 
 Antigone 10. Juli 2013 
 

Eine schöne Predigt

Ich bin wieder mal ganz erstaunt über den Ton in dieser Diskussion und darüber, wie weit sie sich vom eigentlichen Gegenstand weg bewegt.
Mich hat diese Predigt bewegt. Mir hat gefallen, dass der Papst so mitfühlend auf die Not von Menschen eingegangen ist. Erfordert das jetzt eine Diskussion um die Probleme von Migration überhaupt?
Und zum Abschluss eine ganz dumme Frage: wie gibt man denn bloß eine Bewertung (rot-grüne Balken) ab?


4
 
 kreuz 10. Juli 2013 

auch im neuen Artikel im Osservatore Romano

wird nocheinmal hervorgehoben, daß die "Globalisierung der Gleichgültigkeit" eine unchristliche Entwicklung ist, die ihre biblische Entsprechung im barmherzigen Samariter hat, der als Einziger half.

insofern hat sich bei uns Zweibeinern nicht viel geändert seit 2000 Jahren, und "Lampedusa" ist hier nur ein Synonym für tausende andere Orte in der Welt.

kath.net/news/42014


3
 
 kreuz 9. Juli 2013 

es ist eine interessante Diskussion gewesen

(und ist es noch).
ich f meinen Teil versuche immer zu verstehen warum es in der Welt -und speziell bei uns- so ist wie es ist.
daß wir heute das sind (nicht sind), was uns zB im letzten Jh. geprägt hat.
so wie ja auch bei Erwachsenen oft Vorlieben und Abneigungen zum Tragen kommen, die schon als Kind angelegt waren.
jede(r) der/ die kommentiert bringt ja Lebenserfahrung ein.
für m. Teil möchte ich nmd. hier von meiner Sicht überzeugen, sondern die Sicht der Dinge auf die Welt austauschen.
es ist m.E. gar nicht nötig, daß sich hier seit Jahren Katholiken erklären, was "katholisch" ist.
wichtig ist doch auch, daß es außer der eihgenen Meinung und Erfahrung andere gibt.
in dem Sinn war das eine gute Rundreise :-)

www.kathtube.com/player.php?id=27506


4
 
 bücherwurm 9. Juli 2013 

Lieber Hörbuch,

zu Ihrer Frage nach der Farbe der Balken: diese Farben bestimmena ausschließlich unser Leser. Auch Sie, Hörbuch, können sich an der Abstimmung beteiligen, wenn Sie sich einloggen und dann je nach Lust und Laune auf die rote oder grüne Spitze des Balkens klicken. Das System errechnet automatisch den Mittelwert aller bisher abgegebenen Stimmen.


7
 
 Thaddäus Öllenstroth 9. Juli 2013 
 

@Armut, Mentalitäten und der Respekt vor dem Menschen2

Wenn wir Techniker z.B. elektronische Ersatzteile anfordern, und es heißt, die kommen Dienstagmittag, dann heißt das Dienstagmittag. In Afrika heißt Dienstagmittag vielleicht Dienstag, vielleicht Freitag, vielleicht übernächste Woche, und vielleicht auch garnicht. Kein Wunder, wenn da vieles nicht funktioniert.
Auf diesem Feld haben wir in der Tat eine große Verantwortung, nämlich Hilfe zur Selbsthilfe durch Bildung, durch das Fördern der Intelligenz in den Entwicklungsländern und auch durch Hilfe zum Erwerben von Sozialkompetenz, um archaische und magische Denkmuster zu überwinden.


8
 
 Thaddäus Öllenstroth 9. Juli 2013 
 

@Armut, Mentalitäten und der Respekt vor dem Menschen

Ich denke, Respekt hat auch etwas damit zu tun, daß man Menschen die Wahrheit sagt. Zum Beispiel ist der Wohlstand, in dem wir hier leben, ja nicht auf monatliche Überweisungen von „Brot für die Welt“ zurückzuführen, sondern auf Fleiß, Innovationen und manch schmerzlicher Lektion, die auch wir Europäer lernen mußten. Natürlich muß man Menschen helfen, die in Not sind. Aber man muß sie auch in die Pflicht nehmen und lehren, warum es uns hier besser geht als es ihnen in ihrer Heimat ging. Ich weiß aus indirekter Quelle, daß es Asylanten gibt, die mit der Vorstellung nach Deutschland kommen, hier ist das Schlaraffenland, und dann überrascht sind, daß das kein Automatismus ist.
Ich denke, eine funktionierende Wirtschaft ist kein Mentalitätsproblem, sondern folgt Gesetzen, die gelten und beachtet werden wollen. Wer sich diesen Gesetzen nicht stellt, muß sich nicht wundern, wenn er auf die Nase fällt.


11
 
 Labrador 9. Juli 2013 
 

@chorbisch
Ich teile ihre Meinung zu Afrika, möchte aber auf das Buch "Wende dein Gesicht der Sonne zu" von Msgr. Obiora Ike hinweisen, das die andere Seite der Medaille zeigt.

zu: "Und das "christliche Europa" hat Typen wie Gaddhafi bezahlt, damit er uns die Leute vom Leibe hält..."
Sorry aber das kann man auch andersherum formulieren, etwa "der Despot Gadaffi stellte das Wegsehen bei der Schlepper-Mafia erst nach Zahlungen der EU ein. Schaut doch ganz anders aus, nicht war?

@chriseeb74
vergessen wir auch nicht die Zerstörung die lange davor durch das Zusammentreiben und den Abtransport der vielen Sklaven entstanden sind (Zusammengetrieben wurden sie meist von Muslimen.)


8
 
 Labrador 9. Juli 2013 
 

68 und deutsche untugenden

@Kreuz
Historie OK, aber Schlussfolgerungen?? und zu denken das alles beträfe nur Deutschland

mir scheint du erliegst der deutsch Kardinal "(Un)Tugend": eigener Nabel uns so ...

Wo wurde den 68 geboren? und wie bescheiden war der deutsche Beitrag zu 68, mit Ausnahme einer nicht zu leugnenden deutschen Gründlichkeit:) Clinton hat nur geschnupft aber kein Molotov Cocktail geworfen soviel ich weiß)

Ich vermute (ohne ihn persönlich zu kennen), Manfred Lütz würde sich so wie im "Blockierten Reisen" in (Kirchen)Geschichte vertiefen, auftauchen und antworten, dass es im 1x Jahrhundert viel schwieriger gewesen sei:)


1
 
 kreuz 9. Juli 2013 

habe ich nicht vor s.g. Otto v. Freising

(die Keule zu schwingen).
interessanter fände ich die Meinung vom Fachmann, etwa Manfred Lütz, dazu.
das mit den 3 Generationen hab ich nicht aus der Bildzeitung.
es ist doch festzustellen, daß wir Dt im 20. Jahrhundert viele Total-Kehrtwendungen gemacht haben.
68 lief in die falsche Richtung, war aber eine Reaktion auf die Nachkriegs-heile-Welt, die es nie gab.
Grüße


2
 
 Ignis 9. Juli 2013 
 

@ kreuz

Wie kommen Sie darauf, dass sich viele Deutschen hassen würden?


3
 
 chorbisch 9. Juli 2013 
 

@ Ester, Otto von Freising

Ich bestreite doch gar nicht, daß die derzeitige naive Praxis der Aufnahme von Flüchtlingen uns massive Probleme bereitet, ebenso die Probleme in Stadtvierteln mit hohem Zuwandereranteil.
Aber es sind immer noch Menschen, und gerade wir als Christen sollten das, bei aller berechtigter Kritik an der mißratenen Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik, nicht vergessen.

Nebenbei, in den Haus, in dem ich wohne, leben Menschen "aus aller Herren Länder". Darunter gibt es angenehme und weniger angenehme Zeitgenossen, ebenfalls aller Nationalitäten. Und die "Urdeutschen", die für alle Mißstände immer nur pauschal "die Ausländer" im Haus verantwortlich machen, gehören manchmal zu den unangenehmsten.

@Ottov.Freising, welche Motive haben denn Ihrer Meinung nach die auf Lampedusa hockenden Flüchtlinge?


3
 
 Labrador 9. Juli 2013 
 

@kreuz (1)

deine Stichelei, das macht doch das Leben aufregend:)

was mir aber mehr Sorgen bereitet ist dein Sprachverständnis: Du wiederholst hier ""kein Neuwagen" heißt: "kein Neuwagen"." geleichzeitig verlinks Du im anderen thread auf die offizielle Übersetzung von Radio Vatikan wo vom "neuesten Automodell" die Rede ist. Jetzt kannst Du mich er Erbsenzählermentalität eines Schrebergärtners zeihen, dem müsste ich aber entgegenhalten, das es schlicht dumm ist verschiedene Worte mit verschiedener Bedeutung in einen Topf zu werfen. Und Papst Franziskus wies schon welche Worte er verwendet. Auch der Rest der Übersetzung stützt diese "Auslegung".
Da stellt sich die Frage woher das kommt
- ist es die Macht des ersten Wortes/Bilds, der missglückten KNA Schlagzeile?
- oder bist du der Versuchung erlegen aus Papst Franziskus einen Papst Franziskus+ zu machen (+ deiner eigenen dir sehr wichtigen Agende)?


5
 
 Ottov.Freising 9. Juli 2013 

Bei den Fakten bleiben

@chorbisch @kreuz
Bitte bleiben Sie sachlich und bei den Fakten:
"Es mögen welche dabei sein, die nur vom Leben in der "Sozialen Hängematte" träumen, aber die Mehrzahl sind arme Teufel, die vor Krieg, Hunger und Not fliehen."
Und genau dies ist eben nicht wahr, sondern eine der am häufigsten kolportierten Unwahrheiten die in Dtl. und Europa tatsächlich vorhandenen Migrationsindustrie. Wir haben in Europa eine derart großzügige Aufnahmepraxis, die überhaupt nicht am Eigeninteresse ausgerichtet ist, dass diese Vorwürfe entweder aus grenzenloser Naivität oder böser Absicht resultieren. Hohe kirchliche Würdenträger wie der frühere Abt des berühmten Stiftes Heiligenkreuz bei Wien sprechen hingegen Tacheles: http://www.focus.de/magazin/archiv/debatte-europa-schafft-sich-ab_aid_605746.html

@kreuz
"warum hassen sich viele Deutschen?
hat das was mit dem Anstreicher aus Braunau zu tun?"
Ist dies Ihr Ernst? Wollen Sie wirkl. die Nazikeule schwingen? Das ist unter Ihrem Niveau!


5
 
 Ester 9. Juli 2013 
 

@ chorbish

ich habe diese Leute nicht als "Schlecht" bezeichnet, das haben Sie hineininterpretiert, behaupte aber, und das kann ich belegen, dass das einfach "reinlassen" zu genug Problemen führt.
Ich empfehle einfach mal eine Weil in einem der Stadtteile mit hohem Migrationsanteil zu ziehen, und sich mit männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund, (denen die den ganzen Tag herumlungern) oder besser noch mit deren Müttern zu unterhalten.

Und ich überspanne nix, mit der Reflexion auf die Abtreibung, ich halte es für einfach wahr und richtig, dass ich den Fremden nicht wirklich lieben kann, wenn ich die Frucht meiner sakramtenalen Liebe (Ehe) nicht annehmen kann. (Mit allen Schwierigkeiten die das mit sich bringt).
Katholisch ist, dass die Gnade auf der Natur aufbaut!
Um es plakativ zu formulieren, nur wer selbst fest steht und richtig sieht, kann dem anderen helfen, sagt zumindest Jesus nachzulesen bei Matthäus 15,14


3
 
 Ester 9. Juli 2013 
 

@ kreuz

ja ein riesiges Fass, aber irgendwann einmal muss man sich drum kümmern. Sonst wird das GIft immer nur weitergegeben und immer giftiger, wenn es auch Farbe udn Konsistenz wechselt
Ich denke erstens, dass es kein spezifisch deutsches Problem ist, auch wenn in Deutschland etwas reif geworden ist, was nie hätte reif werden sollen.
Ich empfehle zur Lektüre ROmano Guardini, "Der Heilbringer" wo er Guardini, eine kurz brilliante, wahre Analyse wagt. Aus der Erwartung des HERN wurde der Advent des Antichrists und der kommt, aller Lippenbekenntnisse und Ächtung diverser Symbole zum, Trotz immer wieder, wenn wir uns nicht bekehren.


2
 
 kreuz 9. Juli 2013 

ja @Ester,

dann wären wir bei einem neuen Faß zum Aufmachen, aber das sprengt den Rahmen.
warum treiben die Wohlstands-Länder ab?
warum hassen sich viele Deutschen?
hat das was mit dem Anstreicher aus Braunau zu tun?
leiden wir noch in der 3. Generation an der größten Katastrophe des 20. JH.?
(ich meine WKII)
aber wie gesagt, ein großes Faß, das weit hinter Vat.II zurückgeht, in eine Zeit, die an Spießigkeit und Verdrängung nicht zu überbieten war.


4
 
 chorbisch 9. Juli 2013 
 

@ Ester

Bei allem Respekt, aber jetzt spannen Sie den Bogen wirklich zu weit. Mit solchen Argumenten kann man jede Diskussion abwürgen, im Auge des Nächsten ist immer ein Splitter, einfach, weil wir Sünder sind!

Auch wenn viele dieser Menschen hier aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer unzureichenden Bildung/Ausbildung Probleme haben werden oder machen, ist das kein Grund, sie pauschal als "schlecht" anzusehen.
Es mögen welche dabei sein, die nur vom Leben in der "Sozialen Hängematte" träumen, aber die Mehrzahl sind arme Teufel, die vor Krieg, Hunger und Not fliehen.
Dabei geraten sie in die Hände von Kriminellen und Tausende von ihnen sind jämmerlich ersoffen oder verdurstet.
Und das "christliche Europa" hat Typen wie Gaddhafi bezahlt, damit er uns die Leute vom Leibe hält, sehr christlich.

Natürlich kann man sie nicht alle "einfach so reinlassen", aber es sind doch zunächst einmal Menschen, unsere "Brüder und Schwestern", auch wenn sie keine Christen sind.


3
 
 Ester 9. Juli 2013 
 

Fortsetzung

so ist es doch wohl so, dass die wenigsten Katholiken sich an HUmane vita halten. Ich versteh das man so denkt, keine Frage,
nur wie soll ich über das Schicksal des Fremden weinen, wenn ich noch nicht mal über mein eigenes abgetriebenes Kind weine?
Und machen wir uns da nix vor das ist eines der Grundübel unserer Zeit und solange wir nicht dahin kommen dem allernächsten Nächsten, eben den eigenen Kindern das Leben anundfürsich zu gönnen, solange ist all unser soziales Tun hohl.
Ich denke die ganze Problematik leidet an solchen Grundübeln.
Ich kann den Nächsten nicht lieben, wenn ich mich selber nicht liebe! Und die Kinder sind laut Lehre der Kirche Frucht der Leibe, Familie, Keimzelle jeglicher Zivilisation und so.


12
 
 Ester 9. Juli 2013 
 

Naja Kreuz das eine

die ertrunkenen versuchsweise Immigranten und die erfolgreich Europa erreicht habenden und hier die bekannten, wenn auch unter pc fallenden Probleme, habenden Immigranten, sowie die sich noch nciht auf den Weg gemacht habenden potentiellen Immigrangten, lassen sich nicht voneinander trennen.
Übrigens weiß ich von der Betroffeneheitsliteratur meiner Kinder dass das Immigrantenschicksal schon immer heavy war und Schlepperbanden schon früher die Leute zuerst ausgenommen und dann umkommen haben lassen.
Ja der Mensch sehnt sich schon immer nach dem gelobten Land wo Milch und Honig fließen und geht zu den Fleischtöpfen des Sklavenhauses.
Und nochwas zum Mitleid, heutzutage ist es mehr oder weniger normales Verhalten die eigenen Kinder nicht ins Leben kommen zu lassen, sei es durch Abtreibung sei es durch die unsichtbare Abtreibung durch Pille und Spirale, und auch wenn die Lehre der Kirche hierzu klar ist,


11
 
 kaiserin 9. Juli 2013 
 

Hallo, cari amici!

Die Sonne scheint,ich habe ein Eis gegessen und mir geht es schon viel besser. Ich bin über das tägliche Leben der Lampedusaner gut informiert und stehe zu dem, was ich hier geschrieben habe. Was auch immer "die Regie" (!)zu mir sagen kann:Ich werde mich weiterhin AUCH hier für die volle WAHRHEIT einsetzen. Grazie mille di tuttO!


35
 
 kreuz 9. Juli 2013 

die Diskussion gleitet in das Migrationsproblem hinüber

es geht um das Mitleid mit den Ertrunkenen.

www.kathtube.com/player.php?id=31944


4
 
 Thaddäus Öllenstroth 9. Juli 2013 
 

@chorbisch

100 % Zustimmung


3
 
 Thaddäus Öllenstroth 9. Juli 2013 
 

Liebe @christawaltraud

Ich denke, hier liegt ein Mißverständnis vor. Es geht nicht darum, mit den gleichen Waffen zu kämpfen als der Islam; ich habe nicht dazu aufgerufen, Ungläubige zu töten und ihre Häuser niederzubrennen. Doch sollte man die Dinge klar beim Namen nennen: In keinem islamischen Land sind die Menschen wirklich frei, lediglich der Grad der Unfreiheit variiert erheblich. Nicht umsonst ist im Open-Doors-Weltverfolgungsindex der gesamte islamische Herrschaftsbereich vertreten. Von daher ist pars-per-toto nicht ganz falsch.
Natürlich gibt es auch moderate Muslime. Jene haben aber nicht selten selber Probleme mit ihren Glaubensgenossen.
Ich würde das mal etwas grob so formulieren: Der Islam radikal umgesetzt führt zu Al Kaida und Boko Haram, das Christentum radikal umgesetzt bringt Franz von Assisi und Mutter Theresa hervor.
In einem Punkt allerdings sind wir wohl einer Meinung: Ich unterscheide zwischen der Ideologie und dem einzelnen Menschen. Auch ein Moslem weint, wenn sein Kind ertrinkt.


7
 
 Ottov.Freising 9. Juli 2013 

Falsch verstandene Toleranz

@Selene @Thadäus Öllenstroth

Der katholische Publizist Seewald wies auf hier kath.net zur Zeit des Rücktritts Papst Benedikts XVI. darauf hin, dass die Zurückhaltung Roms mit Kritik am Islam und der voranschreitenden Islamisierung Europas mit all ihren negativen Folgen den Grund in der Sorge um die christlichen Minderheiten (die zZ einer beispiellosen Verfolgung ausgesetzt sind) in den islamischen Mehrheitsgesellschaften Nordafrikas und des Nahen und Mittleren Ostens hat. Ob dies wirklich ein gangbarer Weg ist oder die islamische Welt trotz aller Appelle Roms zur Religionsfreiheit nicht von den Christenverfolgungen abläßt und gleichzeitig in Europa immer mehr islamische Parallelgesellschaft mit allen dazugehörigen Problemen entstehen, steht auf einem anderen Blatt... in meinen Augen eine naive, falsch verstandene Toleranz.


11
 
 Anfaenger 9. Juli 2013 

Da kann man nur sagen:

Gott schenke uns ein offenes Herz für die Immigranten (und alle anderen Armen und Bedürftigen) und einen klaren Geist zu Lösung der Flüchtlingsproblematik als solche (und aller anderen Probleme von Ungerechtigkeit, Not und Elend).


4
 
 chorbisch 9. Juli 2013 
 

@ Thadäus Öllenstroth (Teil 2)

Die fortschrittsfeindlichen Tendenzen im Islam sind der Entwicklung Afrikas sicher nicht förderlich, aber die Ignoranz der Regierung Südafrikas über die Ursachen und Verbreitung von Aids zeigt, daß Dummheit kein allein islamisches Phänomen ist.

Ich gehe nicht so weit, wie viele Linke, die behauten, unser Wohlstand beruhe allein auf der Ausbeutung der "Dritten Welt".
Aber es gibt genug Beispiele, wie die EU lokale Wirtschaftsstrukturen zerstört hat, um Exporte zu fördern.
Und mit der jahrzehntelangen Unterstützung von Diktatur und Korruption hat sich "der Westen" in Afrika und anderen Ländern der "Dritten Welt" bei vielen unglaubwürdig gemacht, was dem Einfluß des Islam als dezidiert "antiwestliche" Ideologie sicher geholfen hat.
Es ist der eigenen Glaubwürdigkeit schädlich, wenn mann die hehren Reden von Demokratie sofort vergißt, wenn es einem politisch oder geschäftlich paßt.


3
 
 chorbisch 9. Juli 2013 
 

@ Thadäus Öllenstroth (Teil 1)

Afrika "kommt nicht hoch", weil viel zuviele Mittel der Entwicklungshilfe in den korrupten Strukturen der dortigen Staaten verschwinden.
Das Recht, die Bodenschätze auszubeuten, liegt oft in den Händen internationaler Unternehmen. Das ist ja nicht grundsätzlich schlecht, aber die Zahlungen, die diese Konzerne für die Schürfrechte leisten, landen meist nur in den Taschen der jeweiligen Machthaber und Eliten, s. Mobutu in Zaire oder noch in Angola, ohne daß dies in der Vergangenheit jemanden störte.
Leider unterstützen die Regierungen des Westens seit Jahrzehnten jeden noch so korrupten oder brutalen Machthaber, wenn es politisch oder wirtschaftlich in den Kram passt(e).
Inzwischen wird versucht, Entwicklungshilfe mit politischen Forderungen zu verbinden, aber das lehnen die örtlichen Eliten ab, da es ihnen schadet.
Daher haben die Chinesen in Afrika so viel Einfluß und Erfolg, denn sie bezahlen und stören sich nicht an Korrution und Ausbeutung, solange das nicht das Geschäft stört.


3
 
 Ringelblume 9. Juli 2013 
 

Afrikas Probleme

Kommen sicher nicht nur durch den Islam. Man darf nicht übersehen, dass es in Afrika sehr viele verschiedene Länder mit unterschiedlichen Traditionen gibt.

Man hört immer wieder, dass die Menschen dort Hilfe von Europäern nur widerwillig annehmen. Solange die europ. Entwicklungshelfer dort sind, machen sie mit, aber wenn die Entwicklunghelfer fort sind, führen sie die Arbeit nicht weiter. Das Problem ist, dass die moderne Welt mit ihrem Weltmarkt nicht zur Mentalität der Afrikaner passt. Vielleicht wäre es für Afrika besser, man würde es einfach in Ruhe lassen. - Nur mal so ein Gedanke, man darf mir gerne widersprechen.


4
 
 christawaltraud 9. Juli 2013 
 

Fortsetzung

Das Christentum rühmt sich, die Zeiten der Conquistadores überwunden zu haben und tollerant anderen gegenüber zu sein. Zur Tolleranz gehört auch Respekt vor den Traditionen der anderen und beispielhaftes Entgegenkommen. Das ist mit Sicherheit überzeugender, als mit den "gleichen Waffen" zu kämpfen wie der Islam.


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 christawaltraud 9. Juli 2013 
 

Was hat denn Papst Franziskus gesagt? "Oshia" - ein Willkommensgruß

@Thaddäus Öllenstroth
Muslim ist nicht gleich Muslim. Es gibt, soweit ich weiß, im Islam 5 Hauptrichtungen, wobei 3 davon absolut moderat sind und die Christlichen und die Jüdische Religion als das "Volk des Buches", und damit als Brüder betrachten und 2 sind eher radikal und betrachten nur die "Korangläubigen" als Volk des Buches. Darauf baut sich auch ein Großteil der Konflikte zwischen Shiiten und Sunniten auf. Die meisten, die von dort flüchten sind moderat in dieser Hinsicht. Mann kann also nicht einfach so ein radikales Pars-per-Totum Urteil fällen. Was der Papst gemacht hat, entspricht eigentlich in ganzer Linie den Bemühungen Johannes Paul II, was die wirkliche Ökumene angeht. Gegenseitiger Respekt und Dialog.


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 chriseeb74 9. Juli 2013 
 

Hmm...

schon eine "interessante" Diskussion hier, aber in vielen Dingen am Papstbesuch vorbei.
1. Die Problematik Lampedusa ist ein historisches Problem, angefangen über die Kolonialisierung und des Imperialismus (18./19. Jh.) Die Auswirkungen spüren wir bis heute. Afrika ist sicherlich der Kontinent, der am meisten ausgebeutet wurde und nach wie vor wird. Das der Papst nach Lampedusa fährt und Solidarität mit den Armen zeigt ist gut. Aber warum geißelt er nicht auch konkret die verantwortlichen Staaten und Politiker, die direkt oder indirekt diese verheerende Situation der Menschen zu verantworten haben?? Warum fordert er nicht die "Mächtigen" auf "umzukehren"?
Warum zeigt er nicht die einzig gängige Alternative auf, den Menschen vor Ort zu helfen??
2. Wie dies bereits der Eine oder Andere erwähnt hat...vor meiner eigenen Haustür gibt es genug Elend, das Kind das mißbraucht wird, der alte Mann, der vereinsamt, die verlassene und betrogene Ehefrau mit 2 oder 3 kleinen Kindern usw.


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 Selene 9. Juli 2013 
 

@ Thadäus Öllenstroth

Der Papst, den ich übrigens sehr liebe, ist, denke ich, in der Islamfrage genauso blind wie die Mehrheit des Klerus und der europäischen Politiker.

Man darf alles und jeden geiseln, egal ob in Kirche oder Gesellschaft, nur nicht den Islam.

Und die Frage nach dem Verbleib der Entwicklungshilfegelder haben sich schon meine Eltern vor 50 Jahren gestellt.

Nach offizieller Lesart fliehen die Flüchtlinge vor der Armut, nicht vor der Barbarei des Islam! Und wehe dem, der etwas anderes sagt.


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 Thaddäus Öllenstroth 9. Juli 2013 
 

Fortsetzung

Es sind Moslems, die vom Sklaven- und Menschenhandel reich werden.
Und ich stelle, ein wenig provokativ, auch die Frage, warum nicht darauf hingewiesen wird, daß viele Probleme in Afrika durch interne Stammesfehden hervorgerufen werden, also selbstgemacht sind. Geld für Brot haben sie nicht, Geld für Maschinenpistolen und Handgranaten aber schon.
Geld für Panzer hat so mancher Warlord. Warum kauft er stattdessen keine Traktoren?


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 Thaddäus Öllenstroth 9. Juli 2013 
 

Für mich steht bei der päpstlichen Predigt nicht zur Disposition, ob ich zu wenig tu, oder wir Forenmitglieder. Es kann auch nicht die ganze Welt nach Deutschland, nach Italien, nach Europa kommen. München z.B. platzt mittlerweile aus allen Nähten.
Ich stelle zum Beispiel die Frage, was mit dem ganzen Geld geschieht, das Jahr für Jahr als sogenannte Entwicklungshilfe nach Afrika geschaufelt wird, seit ich denken kann.
Ich stelle die Frage, warum Afrika nicht auf die Füße kommt, trotz eines unermeßlichen Reichtums an Bodenschätzen: Diamanten, Kupfer, Öl. 50 % der weltweiten Gold- und 90 % der weltweiten Platinvorkommen befinden sich in Afrika.
Ich stelle die Frage, warum der Papst die muslimischen Brüder herzlich begrüßt, obwohl ein Großteil der Flüchtlinge vor Vertretern dieser barbarischen Primitivreligion davongelaufen ist, weil eben in muslimisch dominierten Regionen die Menschen verfolgt, gequält, getötet und als Sklaven verkauft werden.


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 kreuz 9. Juli 2013 

ja, s.g. Ester

Vergötterung der Venus und des Mammon.
Ersatz-Religionen.
die beiden stehen auf den "neuen Altären".

und die beiden haben unsere Zeit zu dem gemacht, was sie ist, zu einer gottvergessenen Zeit.(und nicht das 2. Vaticanum, wie so manche beklagen);

anderswo wächst das Christentum
aber nicht dort wo die großen Kirchen aus einer anderen Zeit stehen.

die Nächte sind zwar hell in unserer schönen neuen Welt, aber das künstliche Licht reicht nicht mehr in unsere armen Seelen hinein.

es gibt eben nur ein Licht, das bis in die Grabkammern hinabreicht, und das ist in "Lumen Fidei" nachzulesen.

wir haben vergessen wo wir zuhause sind.

www.kathtube.com/player.php?id=26854


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 DerSuchende 9. Juli 2013 

Nächstenliebe für alle die Leiden müssen

Liebe Schwestern und Brüder, bitte streitet euch nicht. Verlieren wir nicht das wesentliche aus den Augen. Wir sind der Nächstenliebe verpflichtet. Wir trauern um die 20.000 Toten. Wir üben uns in der Nächstenliebe mit den Flüchtlingen, mit den Menschen die auf Lampedusa wohnen, mit dem Personal das tagtäglich unter schwierigen Bedingungen in diesem Lager seinen Dienst tut, aber auch mit dem EU Parlament und den Europäischen Regierungen die glauben man schicke Geld nach Italien und alles wäre damit getan. Dieses ganze Elend darf nicht einfach so aus unserem Sichtbereich verschwinden, hinter diesem Kontext sehr ich den Besuch von Papst Franziskus.
Herzlichen Dank an @ Ottov.Freising für den Hinweis auf das Interview mit Pater Ockenfels. Sehr Hilfreich und Klug


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 Ester 9. Juli 2013 
 

Zum Weinen

ist einfach zu sagen, man hat es uns auch systematisch ausgetreiben.
jeden Abend flimmern hunderte, ja tausende Tote in die Wohnzimmer, via Nachrichten.
In der Schule liest man an der ersten Klasse Betroffeneheitsliteratur.
Gleichzeitig lernt man, dass es ganz schlimm sei, wenn das KInd nicht einen Markenschulranzen hat, weil dann wird es ja gemobbt.
Ich finde ja immer so ein bisschen Mobbing müsse man schon aushalten, werde da aber immer korrigiert.
Ich habe mir mehrfachst sagen müssen, es sei für Priester und andere sozial engagierte immens wichtig sich "eine dicke Haut" zuzulegen,weil sie sonst selber vor die Hunde gehen.
Ich selber könnte mich in meiner UMgebung zerreissen, in Anbetracht all der Leute die HIlfe brauchen. Chi könnte um es plakativ zu formulieren 48 Stunden am Tag Leibe (oder auch nicht so liebe) alte Damen in ihrer Einsamkeit besuchen, die ich lediglich im Laufe der Jahrzehnte in der Kirche kennengelernt habe, von all dem anderen ELend hier ganz zu schweigen.


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 frajo 9. Juli 2013 

Interessante Diskussion im Forum (2).

An das Problem der Flüchtlinge, und warum sie überhaupt in eine ungewisse Zukunft aufbrechen, wagt sich niemand. Denn wir kümmern uns oft nur um unsere eigenen Probleme. Wir konstatieren, daß unsere Gesellschaft kälter und instabiler zu werden beginnt, daß wir fast täglich lesen können "Frau ersticht andere, ihren Lebenspartner, o.a., Kind mißbraucht oder umgebracht, Mord am hellichten Tag mitten in Wien, usw. usw. 'Im Juni steigt die Arbeitslosigkeit weiter', 'in Bangladesch eine Textilfabrik (für unsere Klamotten) eingestürzt'. Das ist unsere Zeit; geprägt von der permanenten Mißachtung der Gebote Gottes. Und jeder von uns geht seinen eigenen Weg.

P. Franziskus sagt uns allen, der ganzen Welt, daß dieser Weg ein falscher ist. Daß wir alle umkehren müssen in unseren Gewohnheiten, unserem Lebensstil. Dazu gibt es unter kathtube einen interessanten Beitrag zur "Weltenuhr". Paßt auch sehr gut zu "unserer Problematik" rund um Lampedusa.

Lb. Grüße an meine Lieblingsitalienerin!


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 frajo 9. Juli 2013 

Interessante Diskussion im Forum,

die leider kaum die von P. Franziskus angesprochene Thematik berühren. Nur unsere lb. Kaiserin hat sie wirklich angesprochen; nur nicht so, wie sie es wohl gemeint hat.

Ich finde, daß P. Franziskus ganz genau "... die ECHTEN Probleme der Lampeduser,Italiens und Europas kennt...!!!". Die Zustände in L., die unsere lb. Kaiserin später schildert, sind genau die Auswirkungen dieser Gleichgültigkeit den Flüchtlingen gegenüber. Kaum einer verläßt sein Land ohne zwingenden Grund. Und strandet dann, oft von "ehrbaren Führern" im Stich gelassen und nach wohl zumeist unsäglichen Strapazen als "Lazarus" unter den gedeckten Tischen Europas. Was passiert hier: Von Quoten wird geredet, die Bevölkerung, hier der in Lampedusa, wird weitgehend allein gelassen mit dem Flüchtlingsproblem. Nur wenn er über Medien in unsere Wohnzimmer serviert wird, dann gibt es ein kurzes "Aha!", ein paar Euros, und weiter geht der normale Alltag. Hauptsache, der Warenfluß von Textilien, Fisch u. dgl. fließt ungestört.


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 kreuz 9. Juli 2013 

wir haben Hilfsmittel, und die stehen ganz unten..

..in jedem Kommentarbereich (in grau):
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird."


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 christawaltraud 9. Juli 2013 
 

@Triceratops

Sie schreiben weiter unten (ich zitiere): "Es sind gerade die "Linken Medien", die sich immer extrem ausländerfreundlich geben. Ihr Argument, dass @kaiserin einer Gräuelpropagande ausgerechnet der Linken zum Opfer gefallen sein könnte, ist also auch aus diesem Grund nicht stichhaltig."(Zitatende) - aber das stimmt so leider nicht ganz. Den "Linken Medien" in Italien ist daran gelegen, den verantwortlich Regierenden "ans Bein zu pinkeln", wo immer es nur geht. Im Klartext bedeutet es, eine AUSLÄNDERFEINDLICHKEIT zu schüren, wo es nur geht... Doch das würde jetzt vom Thema abweichen und wäre für deutsche Verhältnisse auch nicht so leicht verstehbar...


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 bücherwurm 9. Juli 2013 

Werte Kaiserin, ich bitte SIE - wie andere auch - um eine vernünftige Argumentation.

Das hat nichts mit Krallen zeigen zu tun ;) - würde ich Ihnen die Krallen zeigen, liebe Kaiserin, würden Sie das weitaus deutlicher spüren ;)


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 kaiserin 9. Juli 2013 
 

Ich danke

Ihnen allen, die hier für mich ein gutes Wort eingelegt haben!...Leider zeigt mir Frau "bücherwurm" oft und gern ihre bedauerlichen Krallen...Und ich verstehe immer nicht warum!Ich bin entrüstet.


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 kreuz 9. Juli 2013 

lb. @labrador

sorry wg Sticheleien. sicher sind Sie nicht mehr Spießer als ich.
das mit Weinberg & Schrebergarten meinte ich allerd. genauso wie ich schrieb.
Franziskus tritt uns Europäern schon auf die Zehen,
und der meint das auch wie ers sagt.
und wenn er sagt: "der Himmel ist blau", dann gibts hier Kommentare wie:
"das hat er sicher nicht so gemeint" oder:
"da hat er sich aber sehr unklar ausgedrückt".

das ist ja nicht kompliziert:
"kein Neuwagen" heißt: "kein Neuwagen".
und "Niemand beweine die toten Bootsflüchtlinge" heißt genau das.

mehr ist es nicht, aber weniger auch nicht.


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 bücherwurm 9. Juli 2013 

@Ringelblume: Ich kann mich Ihrer Argumentation nicht recht anschließen.

Wenn ich zusammenfasse: Kaiserin hat ohne Angabe von Belegen wirklich heftige Aussagen getroffen. Christawaltraud hat dann nach der Quelle dieser Aussagen gefragt.
Daraufhin hat Kaiserin auf ihre italienische Herkunft verwiesen und die Behauptung aufgestellt, dass sie deshalb in dieser Frage Expertin sei. Deshalb bin ich auf dieses (mich nicht unbedingt überzeugende) Argument von Kaiserin eingegangen und habe festgestellt, dass unter diesem Aspekt Christawaltraud ebenso als Expertin gelten kann. Außerdem habe ich Triceratops (nicht die Kaiserin!) darum gebeten, CHristawaltrauds Argumente gut zu lesen, NICHT: sie anzunehmen).
Zur weiteren Info über Christawaltraud mein Interview mit ihr - und Sie können dem Interview auch entnehmen, warum ich sie so schätze:

www.kath.net/news/30986


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 Ringelblume 9. Juli 2013 
 

Lieber Bücherwurm

Ich bin ja nun auch schon lange hier und im Forum unterwegs, und es ist mir nicht entgangen, dass Du @Christawaltraud sehr schätzt. Das ist ja auch in Ordnung so. Ich kann aber verstehen, dass @Kaiserin sich auf den Schlips getreten fühlt. Du antwortest nämlich nicht auf ihre Argumente, sondern forderst sie auf, sich von @Christawaltraud belehren zu lassen. Warum sollte sie das tun? Es steht Aussage gegen Aussage. Das müssen wir aushalten.


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 bücherwurm 9. Juli 2013 

An alle: wenn wir dann die Glaubwürdigkeit von Argumente

nicht länger an der Frage festmachen würden, ob wir den anderen als Spießer einstufen oder nicht, ja? :)

@Kaiserin: Wieso widersprechen Sie meiner Aussage, wenn Sie Christawaltraud doch gar nicht kennen? Nun schnaufen Sie mal durch - ich kenne Christawaltraud nämlich und Sie dürfen mir gern glauben, dass sie ernstzunehmende Fachfrau für Italien ist - und auch sonst :)


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 Labrador 9. Juli 2013 
 

das Blatt Papier

@kreuz
ich teile mit Ihnen die weit verbreitete Meinung, dass zwischen die Päpste Franziskus und Benedikt von Inhalt her kein Blatt Papier passt.

daher wundere ich mich mit @Triceratops und vielen anderen von welch unerwarteter Seite Papst Franziskus gelobt wird wofür man Papst Benedikt davor verurteilt hat.

Dieses unerwartete unerklärliche Lob verunsichert einige. Manche, z.B. die Redaktionen von EWTN und von kath.net haben haben sich nicht verunsichern lassen, anderen, auch manchen meiner Freunde fällt das schwerer.

Vor allem wenn
- Medien zwischen den Zeilen unfair vergleichen
- Aussagen so verzerrt wiedergeben werden, dass man sich z.B. fragt ob die MIVA der vermeintlichen Aufforderung Papst Franziskus folgend nur mehr Schrottkisten nach Übersee senden wird.

Ich bin mir jedoch (und leider auch) sicher, das wir noch nicht den Himmel auf Erden haben, und das auch Papst Franziskus von den Medien, die Ihn jetzt loben, zerrissen werden wird, wie vor Ihm Benedikt und davor JPII.


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 Labrador 9. Juli 2013 
 

Gemischtes

@myschkin
Volle Zustimmung!

@kreuz
zuerst: "ohne jetzt weiter auf Kleinkriege und pers. Befindlichkeiten einzugehen"
und dann: "manchmal bellen getroffene Hunde
..., Labrador, was mir grad so einfällt."

s'ist wirklich ein kreuz mit dir :) bist wohl eine Himmelsleiter ...

ist zwar keine sachliche Antwort auf eine sachliche Frage nach dem "Was tun?"
Aber irgendwie ist es trotzdem eine Antwort, nämlich, das Du zwar eine "nicht spießige" aber keine sachliche, brauchbare hast.

Sorry, aber so wie Ester Ihre Lebensumstände andeutet, scheint sie mir wesentlich weniger spießig zu leben als Du

weiter, wieder sachlich:
In "zur Erklärung" schreibst Du viel dem ich voll zustimme, aber diesen Textteil verstehe ich nicht. Was meinst du mit "sind wir auch schon aus dem Weinberg ausgezogen und in den Schrebegarten-verein eingewandert? machen wir unseren Herrgott schon so klein?"?
Bitte erkläre dass, wenn du mit einem Spießer wie mir überhaupt noch kommunizierst.


3
 
 Ottov.Freising 9. Juli 2013 

Lob von der falschen Seite

Ich kann mich den Kommentatoren hier nur anschließen, denen die völlig veränderte, positive Haltung der weltlichen, mehrheitlich linksliberalen/-grünen und antikatholischen Medien dem neuen Papst gegenüber merkwürdig aufstößt. Lob der weltlichen Medien können und dürfen für einen Katholiken kein Maßstab sein. Dass unser Papst Franziskus hier Zuspruch von den Multikulti-Utopie-Anhängern deutscher Redaktionsstuben bekommt, verwundert kaum... die ganze Thematik ist wesentlich komplexer und komplizierter als sie sich auf den ersten Blick darstellt... der Dominikanerpater Prof. Wolfgang Ockenfels hat sich dazu umfassend in der romtreuen "taagespost" aus einer dezidiert katholischen Perspektive geäußert (suche: "Ockenfels kritisiert deutsche Zuwanderungspolitik").


7
 
 kreuz 9. Juli 2013 

manchmal bellen getroffene Hunde

Dackel, Schäferhund, Labrador, was mir grad so einfällt.

ja noch ein link wie ich auf Benedikt einhacke @ Triceps.

Spießerladen, zumind. im Kommentarbereich. zunehmend.

lieber ehrlich als freundlich.

www.kathtube.com/player.php?id=30258


1
 
 kreuz 9. Juli 2013 

zur Erklärung

bin ein Teil von "Gebetskreis", war falsch eingeloggt.

und lest bitte nochmal den Text, bevor ihr kommentiert

"Wir haben uns an das Leiden des anderen gewöhnt, es betrifft uns nicht, es interessiert uns nicht, es ist nicht unsere Sache." Die Menschen lebten wie in einer "Seifenblase" und seien unempfindlich für den "Schrei der anderen". Der Papst feierte die Messe als Bußgottesdienst. Er wolle Gott um Vergebung für die Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der Flüchtlinge bitten. "

es ist doch die Faust ins Auge, er hat doch recht!

sind wir auch schon aus dem Weinberg ausgezogen und in den Schrebegarten-verein eingewandert? machen wir unseren Herrgott schon so klein?
Franziskus hat die Messe in violett gefeiert und sich ENTSCHULDIGT!

www.kathtube.com/player.php?id=31172


2
 
 kreuz 9. Juli 2013 

Kontinuität BXVI und Franziskus

ohne jetzt weiter auf Kleinkriege und pers. Befindlichkeiten einzugehen, möchte ich die ERSTEN Reisen der beiden Päpste betrachten:

diese sind nämlich eine Art Überschrift ihres Pontifikates.

so war es am 1.9.2006 Benedikts Reise nach Manoppello, die ihn in der Folge viele `zig male über das Antlitz Gottes schreiben und predigen lies.

und er sprach in M. darüber, daß "Die Heiligen, die das Angesicht Gottes besonders in den Armen und Notleidenden erkannt und verehrt hätten, dafür unsere Vorbilder seien." (s.link)

und damit wären wir bei der ersten Reise Franziskus` in Lampedusa, bei den Armen und Notleidenden.

Badde schrieb, daß "kein Blatt Papier" zwischen die beiden Päpste passe", und das wäre auch die Lernaufgabe von manchen hier:
die Kontinuität zu erkennen.

das Thema Armut werdet ihr in Franziskus`gesamtem Pontifikat als Überschrift finden, und es wäre in diesem Zusammenhang ehrlicher, ihn nicht zu mögen, als so zu tun als ob.

manoppello-ev.de/7.html


2
 
 Ester 8. Juli 2013 
 

@ Labrador

Merci, ich weiß schon, dass es keine Absicht ist, aber es besorgt mich sehr, wenn in Predigten immer wieder permanent so getan wird, als gäbe es Kreuz nur woanders und als seien Christen dazu da anderen zu helfen, was verbal so rüberkommt, als habe man selber halt keine Baustelle zu haben.
Ich empfinde das immer als Reduzierung auf das rein innerweltliche, und auch irgendwie unbefriedigend.
Weil Fakt ist doch, das kaum einer das Böse um des Bösen willen tut, sondern (Scott Hahn führt das irgendwo aus) das Böse ja aus der Verwechselung der Kategorien kommt.
ALso um es dumm zu formulieren, der Bankräuber will ja was Gutes, nämlich für sich selber seine Geldsorgen los werden, eventuell soviel erbeuten, dass er ein ganzes Leben lang finanziell abgesichert ist, also das was einem jede Bank als Alterssicherung verkaufen will, aber er achtet nicht auf das 7te Gebot. Ich halte das für exorbitant wichtig, zu begreifen, das das Böse das schlecht gewordene Gute ist.


4
 
 kreuz 8. Juli 2013 

5 min zum Lesen @ Triceratops

zuerst informieren, dann erst unterstellen.
danke.

www.kathtube.com/player.php?id=8448


1
 
 Gebetskreis 8. Juli 2013 

ich zeig Euch mal eine Kontinuität der beiden Päpste,

und Tricerawas legen mir keinenn Schmarrn in den Mund. danke.

die erste Reise eines Papstes ist die Überschrift seines Pontifikates.
Benedikt war in Manoppello. viele zig male hat er vom Antlitz Jesu gepredigt und geschrieben, und:
"Die Heiligen, die das Angesicht Gottes besonders in den Armen und Notleidenden erkannt und verehrt hätten, seinen dafür unsere Vorbilder."
http://manoppello-ev.de/7.html

und so kommen wir von Manoppello zu den Armen und Notleidenden. und zu Lampedusa und Franziskus.

und wieder zu einem Zitat Baddes, daß kein Blatt Papier zwischen die beiden Päpste passt.

ich hab jetzt Tatsachen gebracht und keine subjektiven Antworten. buona notte.


1
 
 myschkin 8. Juli 2013 
 

Das ist eine große Klage,

so fasse ich die Predigt des Papstes auf. Es geht hier nicht um Schuldzuweisung. Es geht hier um die Beschreibung eines großen und andauernden Unglücks und um die Abgestumpftheit, mit der es viel zu oft zur Seite geschoben wird. Es stimmt, eine Lösung bietet auch der Papst nicht an. Er bittet aber vor allem ums Hinschauen. Und das sollte jedem Menschen ans Herz gehen. Denn es stimmt ja; da ertrinken Leute, die sich aufgemacht haben, im Meer: Und was wird wie in den Herkunfts- und den Zielländern dagegen unternommen, dass sie sich erst gar nicht auf dieses gefährliche Wagnis einlassen? ---
Die Predigt ist ein Hilferuf an alle und auch an Gott den Herrn. "Ach Herr im Himmel, sieh darein", so beginnt ein wunderbarer Choral. Und auch wir Menschen sollen nach Meinung des Papstes hinschauen. Nur aus dem Hinschauen wird Hilfe hervorgehen. Das ist m. E. die Hoffnung des Papstes.


4
 
 Labrador 8. Juli 2013 
 

Von wegen lesen ... Glashaus und so? :)

@Mysterium Ineffabile
Ich habe geschrieben "@Mysterium &christaw. &kreuz:"

Bitte entschuldigen Sie, wenn ich sie drei in einen Topf werfe, aber Ihre Antwort(en) auf "Tja" hat nicht nur Ester vor den Kopf gestoßen.

Wir können beide "den heutigen Tag in seiner Positivität und in seinem Aufruf festhalten.. Und Das angesichts von 20000 Toten vor unsere Haustür" und auch ohne an die Potenzen darüber liegende Anzahl an Opfern durch ...

aber wenn sie unter "Lamentieren und spießbürgerliches Geschwätz" die Beiträge von Ester und chriseeb74 meinen, dann sollten sie sich bei Ester (vor allem nach ihrem zweiten Beitrag) entschuldigen.

"Persönliche Probleme von Postern bei sich Zuhause kenne ich nicht, und rede daher nicht über sie. Sie interessieren mich in diesem Zusammenhang auch nicht." Da ist Papst Franziskus, so wie ich ihn erlebe, das Genaue Gegenteil von Ihnen.

Und da sie schreiben:
"... sollte sich zu einem rechten Handeln entschließen." meine Frage: was wäre rechtes Handeln?


2
 
 kaiserin 8. Juli 2013 
 

Nun basta!

@büchewurm - 1.)Ich weiß doch was ich sage! 2.)Daß "Christawaltraut" sich BESSER als ich -als Italienerin!- in Italien auskennt wiederspreche ich entscheden! 3.)Sie verlieren keine Gelegenheit,mich hier in meiner Glaubwürdigkeit und in meine Würde zu beleidigen:Ich bin empört, hören Sie damit endlich auf!...


12
 
 Labrador 8. Juli 2013 
 

@Ester

Es tut mir Leid, wenn mysterium oder andere Mitchristen Sie fühlen lassen (unabhängig davon ob diese es wollten oder nicht) "das in der Kirche nur Leute Platz haben, die ihr Leben komplett auf die Reihe kriegen und die Leidenden, bzw Verlierertypen nur taugen damit die, denen es gut geht, sich in ihrem Herabneigen zu der armen Wurscht sich noch besser fühlen."

Ich kann mich gar nicht zu Ihnen "herabneigen", weil ich ein Sünder bin. Die Baustellen mögen an verschiedenen Orten liegen, aber ich habe auf meiner zu arbeiten um mein Leben auf die Reihe zu kriegen, genauso wie sie auf Ihrer :)

Und falls es Sie tröstet, all diese supercoolen, total perfekten und ziemlich schrägen "Wie können Siiiiiie nur da wohnen!" Christen unter denen Sie leiden, haben auch mindestens eine Baustelle: Dieses "Wie können Siiiiiie...!" ist weder Jesus Christus noch Papst Franziskus/Benedikt/JPII. Das klingt wie die Pharisäer.

Ich denke wenn Papst Franziskus davon wüsste würde er sich auch dafür entschuldigen


1
 
 Mysterium Ineffabile 8. Juli 2013 

@Labrador

Ich habe den Eindruck, Sie haben meinen Beitrag nicht gelesen. Ich habe weder vom Geldbeutel noch von politischen Stellungnahmen gesprochen. Mir ging es darum, den heutigen Tag in seiner Positivität und in seinem Aufruf festzuhalten, wider alles Lamentieren und spießbürgerliches Geschwätz. Sonst nichts. Und Das angesichts von 20000 Toten vor unsere Haustür.

Wie ich sagte; der Papst hat ein Zeichen gesetzt. Die Katholiken sollten es verstehen. Und die internationale Politik - denn da liegt der Haken - sollte sich zu einem rechten Handeln entschließen. Persönliche Probleme von Postern bei sich Zuhause kenne ich nicht, und rede daher nicht über sie. Sie interessieren mich in diesem Zusammenhang auch nicht.


1
 
 bücherwurm 8. Juli 2013 

Lieber Triceratops:

Christawaltraud ist länger im Forum als Sie und Kaiserin zusammen ;) Und in Italien kennt sie sich mindestens so gut aus wie die Kaiserin, wahrscheinlich besser. Lesen Sie ruhig gründlich, was Christawaltraud schreibt - Sie müssen es ja nicht als eigene Meinung übernehmen, aber Sie werden garantiert nicht dümmer davon :)


12
 
 kaiserin 8. Juli 2013 
 

"Beide" auf einen (roten) Streich

@cristawaltraut und @Mysterium Ineffabile - Die Antworten bekommen Sie hier NUR von den "roten Säulen" an Sie beide(..Und "DIE" sind bestimmt nicht von mir!) Tanti ossequi,cari signori!


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 Labrador 8. Juli 2013 
 

Deine Vorschläge?

@Mysterium &christaw. &kreuz:
eure persönlich gelebete Solidarität (was Ihr mit eurem Geld macht) ist eine Sache zwischen Gott und Euch. Das geht mich nichts an, seid so solidarisch wie ihr wollt/könnt. Wie Ester richtig bemerkt hat: Last in Euren Gästezimmern schlafen wen Ihr wollt. In Eurem Vorgarten kann zelten wem ihr es erlaubt.

Aber da Ihr eine ziemlich dicke Lippe riskiert kommt doch mal rüber mit euren Vorschlägen die beklagenswerten Zustände zu ändern damit das nicht wieder Vorkommen kann!

Bitte verzeiht, aber euer Ton erinnert mich an ein Pärchen, das meine Eltern in unserm alten VW-Bus mitgenommen haben.
Anfang der 80-er, auf dem Rückweg von Ostern in Rom haben wir sie irgendwo in Norditalien aufgegabelt. Als wir im Trentino an einem Haus inmitten von Weinbergen vorbei fuhren, haben sie sich furchtbar über die Verschandelung durch das Haus aufgeregt. Vor der Grenze sollten wir sie zum Essen einladen und bei Attersee sagte er wie schön das Haus seiner Eltern am See sei ...


7
 
 Triceratops 8. Juli 2013 
 

@kreuz

"Kein falscher Ton und kein falscher Schritt". Also nichts, woran Journalisten Anstoß nehmen könnten. Nur Dinge, wofür er von ihnen gelobt wird. Super!
Darf ich daraus schließen, dass Sie meinen, dass Benedikt andauernd falsche Töne von sich gegeben hat und falsche Schritte gesetzt hat, weil er andauernd von den Medien kritisiert worden ist. Zum Beispiel, weil er die "Frechheit" gehabt hat, die Kirche, der er angehört, als die richtige zu betrachten? Weil er skandalöserweise wünschte, dass die Gottesdienst wieder eine würdigere Form bekommen? Weil er - Gott bewahre! - einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität eingefordert hat, statt zu sagen: "Ja, ihr könnt ruhig, wann und wo und mit wem und mit welcher Technik ihr wollt und vergesst dabei nicht das Kondom."? Weil er unerhörterweise die Ansicht geäußert hat, dass das menschliche Leben ab dem Zeitpunkt der Empfängnis schützenswert sei, weshalb Abtreibung leider ein Verbrechen sei?
Alles falsche Töne und falsche Schritte?


11
 
 Triceratops 8. Juli 2013 
 

@christawaltraud

Ich habe ja mit @kaiserin schon den einen oder anderen Strauß ausgefochten, aber diesmal muss ich sie wirklich in Schutz nehmen:
1. Vielleicht sind Sie noch nicht lange genug in diesem Forum. Sonst hätten Sie nämlich bemerkt, das @kaiserin extrem Franziskus-freundlich ist. Wehe, man deutet nur leise Kritik an ihm an, schon springt sie einem ins Gesicht. Aus dieser Sicht, denke ich, wird sie
a) nur dann selbst (verhaltene) Kritik an seinen Aussagen und Gesten üben, wenn wirklich ganz massiv etwas dran ist, und sie wird
b) Aussagen der "Linken Medien" wenig Glauben schenken
2. Es sind gerade die "Linken Medien", die sich immer extrem ausländerfreundlich geben. Ihr Argument, dass @kaiserin einer Gräuelpropagande ausgerechnet der Linken zum Opfer gefallen sein könnte, ist also auch aus diesem Grund nicht stichhaltig.


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 Labrador 8. Juli 2013 
 

Was tun (1)

Ich bin dankbar, das Papst Franziskus die globale Dimension deutlich gemacht und die beiden Enden der Kette, "uns" und die Politische Führungen am anderen Ende erwähnt hat. Ich bin auch Dankbar, dass er keine "Lösungen" angeboten hat.

Betrachten wir mal die ganze Kette:
- damit die Flüchtlinge aufs Meer kommen, benötigen sie Boote, die verkauft ihnen jemand der den Zustand der Boote kennt. Die Boote gehen auch nie aus, es gibt immer wieder "Neue".
- die Boote fahren in einem anderen Land ab, und dort schauen Leute weg damit die Boote wegfahren können. Ein
mehr an Kontrolle gehört zur Verhandlungsmasse mit der EU.
- die Flüchtlinge müssen entweder durch die Wüste oder benötigen einen Flieger um nach Nordafrika zu gelangen. Es gibt entlang des ganzen Weges der Flüchtlinge Menschen, die davon Leben und dafür auch Verantwortung tragen.
- letztlich hat auch jeder Flüchtling selbst eine Verantwortung. Wie "kaiserin" richtig bemerkt gibt es darunter auch die "Glücksritter".

Was tun?


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 kreuz 8. Juli 2013 

wir müssen uns schmerzlich daran gewöhnen,

daß dieser Papst in unser europäisches "Wohnzimmer-Christentum" hereinbricht wie eine Flutwelle,
und daß wir uns manchmal fühlen wie der Vater vom Franz v. Assisi, der den Krempel seines Sohnes von ihm vor die Füße geworfen bekam, denn NICHTS von dem brauchte er, um seinem Herrn nachzufolgen.

und noch ein Zitat vom ehem. WELT-Korrespondenten:
"Denn der Nachfolger Benedikts hat in seinen ersten 100 Tagen als Papst keinen falschen Ton gesagt und keinen falschen Schritt getan. "

www.welt.de/debatte/kommentare/article117271304/Franziskus-schafft-den-goettlichen-Ausnahmezustand.html


8
 
 christawaltraud 8. Juli 2013 
 

@Mysterium Ineffabile

Danke! Diese Worte hat es nun endlich einmal gebraucht!


10
 
 Mysterium Ineffabile 8. Juli 2013 

@kaiserin

Erzählen Sie doch bitte hier keinen derartigen hanebüchenen Unsinn, sonst glaubt das am Ende noch einer. Ihre Landsleute in Lampedusa sind vorbildlich, und leiden darunter, dass sie von Rom und Europa alleine gelassen werden. Das ist deren Problem.


26
 
 christawaltraud 8. Juli 2013 
 

@kaiserin

Wie ist Ihre Schilderung zu verstehen und wer gibt Ihnen dafür soviel Zustimmung (grüne Säule), wenn Sie schreiben (ich zitiere Sie):"...Die Vergewaltigungen und Raubmorde vermehren sich dort ständig!...Das sage nicht ich,sondern die offizielle italienische Chronik!..." (Zitatende). Entnehmen Sie das der sogenannten Linken Presse in Italien? dann allerdings wundert mich ihre Darstellung nicht! Waren Sie selbst schon in Lampedusa? Sì o no? Mi dice la verità?...


10
 
 kreuz 8. Juli 2013 

danke @mysterium ineffabile

Tja,
was lernen wir aus den letzten beiden Botschaften Francesco`s?
1) beim Geld hört der Spaß (der Glaube) auf (siehe "Neuwagen)
2) das Hemd ist näher als die Hose (siehe Flüchtlinge).

beides sehr praktische Einstellungen, aber keine christlichen.

"In der heutigen "Kultur des Wohl-befindens" sei der "Sinn für brüderliche Solidarität" abhandengekommen, so der Papst in seiner Predigt. "

www.welt.de/politik/ausland/article12567247/Keine-Arbeit-keine-Frau-keine-Perspektive.html


16
 
 paxetbonum2 8. Juli 2013 
 

@mysterium Ineffabile

Tja, das verschmähte Wohnzimmerchristentum soll aus der Kirche austreten und den Kirchensteuerbetrag an die Flüchtlingsorganisationen direkt spenden. Oder eben grün wählen. Dann findet auch ein politischer Wandel statt.


12
 
 Ester 8. Juli 2013 
 

@ mysterium

und wer hilft mir?
Woher wissen Sie denn von meinen Problemen?
Wie kommen sie drauf das es innerhalb der Kirche keine Leidenden gibt?
Ich sage es jetzt mal weil ich eh gleich platze, ich habe seit langem den Eindruck das in der Kirche nur Leute Platz haben, die ihr Leben komplett auf die Reihe kriegen und die Leidenden, bzw Verlierertypen nur taugen damit die, denen es gut geht, sich in ihrem Herabneigen zu der armen Wurscht sich noch besser fühlen.
Klar nehmt sie doch auf, die ganze Welt in euren Vorgärten und Gästezimmern!
Ich sag es jetzt mal so, wir wohnen da mittendrin im Ghetto und von den ach so besorgten, netten, spendenden, das Leid der Welt fürbittenmäßig beklagenden, die Politik beschuldigenden, im dritte Welt , Pardon eine Welt Ausschuss engagierten Katholiken bekomme ich nur mit Abscheu im Gesicht zu hören "Wie können Siiiiiie nur da wohnen!"
Ich denke immer bevor wir die Fernen lieben, sollten wir mal mit den Nächsten anfangen!


16
 
 kaiserin 8. Juli 2013 
 

Nur DAS ist wahrhaftig "erbarmungslos"!

Lieber Herr @Theodor69 - Trotz des großen Mitleids und des Wohlwollens meines italienischen Volkes,traut sich in Lampedusa keine einzige Frau mehr (ob jung oder alt!) nach 20 Uhr auf die Straße.Die Vergewaltigungen und Raubmorde vermehren sich dort ständig!...Das sage nicht ich,sondern die offizielle italienische Chronik!Die dortige Polizei und die Carabinieri sind ÜBERFORDERT: Diese "armen Flüchtlinge" rebellieren,stehlen,vergewaltigen Kinder und Frauen,vernichten,bringen Krankeiten ins Land,Korruption,Verrat, sie bringen um! Viele Bewohner von Lampedusa haben Ihre Häuser verlassen und DER REST lebt täglich nur noch unter Angst!...WAS finden Sie da "erbarmungslos",wenn sich jemand hier gegen diesen unwürdigen Zustand wehren möchte?...Und was bedeutet für Sie das Wort "Barmherzigkeit" überhaupt?


39
 
 Mysterium Ineffabile 8. Juli 2013 

"Tja"?

Angesichts von 20.000 Toten, die zum Grossteil ersoffen sind, nach langen und unvorstellbaren Leiden, als Opfer von tyrannischen Regimen und Menschenhändlern, ist ein "tja" aus katholischem Mund mehr als zynisch, völlig daneben und Ausdruck des "Wohnzimmerchristentums".
Keiner will von einer ach so leidenden deutschen Hausfrau, dass sie nach Lampedusa oder in die Sahelzone aufbricht. Dass die politische Verantwortung eindeutig ist, ist wohl nicht zu leugnen. Die "Globalisierung der Gleichgültigkeit" hat anscheinend auch hier zugegriffen.

Wäre dieses heutige Ereignis nicht wenigstens Anlass zu einer kleinen Einkehr gewesen? Der Papst tut, was er kann, er hat ein Zeichen gesetzt, er hat Menschen getröstet. Es bleibt zu hoffen, dass ihm wenigstens einige Politiker folgen, wenn das schon bestimmten "Katholiken" nicht gelingt, die sich ansonsten gern so "fromm" geben.


19
 
 paxetbonum2 8. Juli 2013 
 

Danke @ester und chriseeb74

Für die beiden Tja. Stimme vollkommmen zu!!


9
 
 Ester 8. Juli 2013 
 

ebenfalls Tja

wir wohnen hier in einer Gegend wo deutsche Schüler in der Grundschule eine MInderheit sind.
Ausländische Eltern beschweren sich regelmäßig dass die lieben Kleinen im Kindergarten soviele gleichsprachige Ansprechpartner haben, dass die berühmte Deutschförderung im Kindergarten genau nicht stattfindet.
Es gibt solche Viertel in jeder größeren Stadt und selbst auf dem Land, trifft man genug offensichtlich nicht Deutsche.
Dazu ist es ein offenes Geheimnis, das all das nicht unproblematisch abläuft.
Ich versteh die Leute die nach Europa wollen, weil sie es besser haben wollen, keine Frage. Nur es ist genuin katholisch, dass nur der helfen muss, der auch kann und selbst MUtter Theresa stellt fest, dass man sich zuerst um seine eigenen Angelegenheiten kümmern soll.


11
 
 chriseeb74 8. Juli 2013 
 

Tja....

auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, hier argumentiert der Papst nur sehr theoretisch. Natürlich hat er Recht, wenn er sagt, dass die Gleichgültigkeit über diese Schicksale irgendwie vorhanden ist; aber ist sie nicht auch bei Kriegen, Katastrophen, Terroranschlägen, Unfällen weltweit??
Warum schlägt der Papst nicht konkrete Maßnahmen vor, wie man mit dem Flüchtlingsproblem umgehen soll?? Gibt es überhaupt Lösungsmöglichkeiten???
Ich bin da eher pragmatisch und sage: Außer Gebet und finanzielles Opfer mehr kann ich persönlich nicht machen.
Warum versucht der Papst nicht über diplomatische Kanäle eine Lösung dieser Problematik herbeizuführen? Dieser medienwirksame Besuch wird m.E. nicht allzuviel bringen. Leider!
P.S. Bereits jetzt lese ich in vielen Foren hämische Kommentare nach dem Motto: Soll der Papst doch die gewaschenen Gelder der Vatikanbank nutzen...tja, ein Fünkchen Wahrheit steckt da sicherlich drin. Leider!


22
 
 DerSuchende 8. Juli 2013 

Danke Franziskus

Ein Zeichen der wahren Liebe und Achtung.

@Theodor69 mit dem Wort: ,,erbarmungslos'' sind sie vermutlich,mehrmalig auf der Tastatur ausgeglitten.Oder?


12
 
 Theodor69 8. Juli 2013 
 

Der Papst ist erbarmunslos

Seine Botschaften - wenn man diese auch wohlwollend annimmt - rütteln ständig an unserer Selbstgerechtigkeit und lassen uns in unserer Selbstgefälligkeit nicht in Ruhe.


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 Gandalf 8. Juli 2013 

Schönes Zeichen!

Ein schönes Zeichen des Hl. Vaters und eine würdige Hl. Messe!


16
 
 kaiserin 8. Juli 2013 
 

Ich betrachte...

...diese Reise und die Worte des Papstes Franziskus auf Lampedusa als lobenswert, dabei bin ich aber überzeugt,daß gerade dieser Papst(noch) nicht so "GENAU" die ECHTEN Probleme der Lampeduser,Italiens und Europas kennt...!!! @Unverstellt - Mein volles JA.


27
 
 Selene 8. Juli 2013 
 

Zeichen gesetzt

Der Papst hat ein großartiges Zeichen gesetzt.

Aber die Arbeit der Integration der Flüchtlinge in europäische Gesellschaften müssen andere leisten.

Der Papst steht nun mal durch seine Stellung "über den Dingen" und hat mit der täglichen Sozialarbeit nichts zu tun.

"Von oben" sieht Manches anders aus als an der Basis und jeder Papst muss aufpassen, dass er durch seine "abgehobene" Stellung nicht unrealistisch wird.

Ein Papstbesuch mit Messe hat noch nirgendwo soziale Probleme gelöst und kann nur ein Zeichen des guten Willens sein.


6
 
 christawaltraud 8. Juli 2013 
 

Den Nagel auf den Kopf getroffen! Danke!

Zurecht beklagte der Heilige Vater in unserer modernen Welt der Globalisierung eine "Globlisierung der Gleichgültigkeit" - die "Globalisierung der Indifferenz" (wie er sagte). Und ebenso beklagte Papst Franziskus eine "Anästhesie des Herzens", die immer mehr Vorschub erhält in unserer Welt. Und Recht hat er!


17
 
 Unverstellt 8. Juli 2013 
 

Zu pauschal!

Dem kann ich so nicht einfach zustimmen. Europa besteht aus hochkomplexen sozialstaatlich geprägten Gesellschaften, in denen Abermillionen von Menschen beruflich und ehrenamtlich für "gestrandete Menschen" arbeiten und sich für diese einsetzen. Aber alles muss auch seine Ordnung haben. Und nicht wenige Todesfälle auf diesen Schlepperbooten gehen auf Kosten von Rivalitäten unter den Flüchtlingen selbst. Dies schreibe ich ganz ohne Zynismus, aber dies ist leider auch eine Tatsache. Flüchtling zu sein heißt noch längst nicht, gottgefällig zu leben. Nicht alle Flüchtlinge folgen dem Beispiel des Heiligen Joseph, der aus Gottesfurcht und Glauben heraus Maria und das Jesuskind nach Ägypten brachte. Und die Bemühungen der Menschen Europas kleinzureden finde ich ungerecht. Außerdem kann man jenen Menschen (auch Christen), denen Nächstenliebe wichtig ist, nicht vorwerfen, dass es auch Gegner der Mitmenschlichkeit gibt.


45
 

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