Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  4. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

Jahr des Glaubens: Vatikan gibt Details zum Ablass bekannt

5. Oktober 2012 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vollständiger Ablass wird u. a. gewährt, wenn jemand mindestens drei geistliche Betrachtungen über das Zweite Vatikanischen Konzil oder den Katechismus besucht


Rom (kath.net/KAP) Papst Benedikt XVI. gewährt zum "Jahr des Glaubens" einen vollständigen Ablass aller zeitlichen Sündenstrafen. Er gilt von der Eröffnung des Themenjahres am 11. Oktober bis zu dessen Ende am 24. November 2013, wie der Vatikan am Freitag mitteilte.

Erlangen kann den Ablass, wer an einem hohen kirchlichen Feiertag einen Gottesdienst besucht. Auch eine Pilgerfahrt zu einer päpstlichen Basilika, einer christlichen Katakombe oder Kathedrale, führt zu einem Nachlass der Sündenstrafen. Voraussetzung ist, dass zumindest eine Meditation oder ein Gebet erfolgt. Diese Regelung gilt ebenso für andere zum Jahr des Glaubens speziell ausgewiesene Glaubensorte. Auch der Besuch eines Gottesdienstes an hohen kirchlichen Feiertagen führt zur Gewährung des Ablasses.

Einen Ablass erhält ferner, wer mindestens drei Predigten im Rahmen der besonderen Missionen im Jahr des Glaubens besucht oder mindestens drei geistliche Betrachtungen über das Zweite Vatikanischen Konzil oder den Katechismus der Katholischen Kirche besucht. Weitere Möglichkeiten für einen Ablass im "Jahr des Glaubens" ist der Besuch der eigenen Taufkirche unter der Voraussetzung, dass das Taufversprechen erneuert wird.


Voraussetzung für die Wirksamkeit eines Ablasses ist, dass die jeweilige Schuld durch Beichte, Kommunionempfang und Gebete sowie Werke der Buße schon getilgt ist.

Der vatikanische Erlass ist vom Apostolischen Großpönitentiar, Kardinal Manuel Monteiro de Castro, unterzeichnet. Er leitet den vatikanischen Gerichtshof, der über Ablässe in der katholischen Kirche entscheidet, die Apostolische Pönitentiarie.

Zuletzt hatte Johannes Paul II. für das Heilige Jahr 2000 einen vollständigen Ablass für ein ganzes Jahr gewährt. Ein solcher ist jedoch etwa auch mit dem "Urbi et Orbi"-Segen verbunden, den der Papst jedes Jahr an Weihnachten und Ostern vom Balkon des Petersdomes aus spendet.

Zeichen der Gnade und Barmherzigkeit

Der Ablass ist nach katholischem Verständnis ein Zeichen der Gnade, der den Menschen von "zeitlichen Sündenstrafen" befreit. Im Bußsakrament wird dem reuigen Sünder nach dem Bekenntnis die Sündenvergebung durch Gott zugesprochen. Der theologische Ausdruck von den "zeitlichen Sündenstrafen" meint in diesem Zusammenhang nicht, dass Gott zwar die Sünden vergibt, aber dann ähnlich einem weltlichen Gericht Strafen für Misstaten und Versäumnisse verhängt. Vielmehr sind damit die Nachwirkungen von Sünden gemeint, die zwar im Bußsakrament bereits vergeben wurden, aber deren Auswirkungen die Menschen weiter belasten.

Das kirchenamtliche Wort für "Ablass", das lateinische "indulgentia", bedeutet ursprünglich Nachsicht, Güte und Zärtlichkeit. Es hat daher nichts mit einem mysteriösen Handel zu tun, sondern lenkt die Aufmerksamkeit der Gläubigen auf Gott und seinen barmherzigen Umgang mit fehlerhaften und sündigen Menschen. Wer sich um einen Ablass bemüht, darf sich nach Lehre der Kirche gewiss sein, der Nachsicht und Güte Gottes zu begegnen, um dadurch auch selbst nachsichtiger und gütiger zu werden.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  2. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  3. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  4. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  5. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  6. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  7. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  10. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. So nicht, Mr. Präsident!
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  6. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  9. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  10. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  11. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  12. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  13. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  14. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  15. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz