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Gianni

19. Dezember 2011 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. über die Notwendigkeit der Beichte und die ‚leibliche’ Schönheit des Bußsakraments. Die Sünde ist keine rein ‚persönliche’, individuelle Angelegenheit zwischen mir und Gott. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Gianni ist ein Häftling im römischen Gefängnis Rebibbia, Abteilung „G8“. Er gehörte zu den „Erwählten“, die Benedikt XVI. bei seinem Besuch in der Justizvollzugsanstalt am vierten Adventssonntag eine Frage stellen durften. Weshalb er einsitzt, ist nicht bekanntgegeben worden. Wie er mit seinem Gott ins Reine kommen kann, das interessierte den jungen Mann: „Heiligkeit, man lehrte mich, dass der Herr in uns sieht und liest. Ich frage mich: warum ist die Absolution an die Priester delegiert worden? Wenn ich um sie auf Knien bitten würde, allein, in einem Zimmer, und mich an den Herrn wenden würde, würde er mich lossprechen? Oder wäre das eine Absolution, die einen anderen Wert hätte? Was wäre der Unterschied?“

Und Benedikt XVI. antwortete in freier Rede. In Zeiten der „Krise des Bußsakraments“ eine wichtige Frage. Der Papst nahm sie sehr ernst:

„Ja, das ist eine große und wahre Frage, die Sie da zu mir bringen. Ich würde zwei Dinge sagen. Das erste: natürlich – wenn Sie in die Knie fallen und mit wahrer Liebe zu Gott bitten, dass Gott vergibt, so vergibt er. Es ist von jeher Lehre der Kirche, dass – wenn einer mit wirklicher Reue, das heißt nicht nur, um Schmerzen, Schwierigkeiten zu entgehen, sondern aus Liebe zum Guten, aus Liebe zur Gott um Vergebung bittet – er die Vergebung Gottes erhält. Das ist der erste Teil: Wenn ich wirklich erkenne, dass ich was Böses getan habe, und wenn in mir die Liebe zum Guten, der Wille zum Guten, die Reue neu gewachsen sind, dass ich dieser Liebe nicht entsprochen habe, und Gott, der der Gute ist, bitte, so schenkt er die Vergebung.


Doch da ist ein zweites Element. Die Sünde ist keine rein 'persönliche', individuelle Angelegenheit zwischen mir und Gott. Die Sünde hat immer auch eine soziale, horizontale Dimension. Mit meiner persönlichen Sünde – selbst wenn es niemand weiß – habe ich auch die Gemeinschaft der Kirche beschädigt, die Gemeinschaft der Kirche beschmutzt, die Menschheit beschmutzt. Und deshalb macht es diese soziale, horizontale Dimension der Sünde erforderlich, auch auf der Ebene der menschlichen Gemeinschaft, der Gemeinschaft der Kirche die Absolution zu erlangen, gleichsam leiblich. Diese zweite Dimension der Sünde, die nicht nur gegen Gott ist, sondern auch die Gemeinschaft betrifft, macht das Sakrament erforderlich, das das große Geschenk ist, in dem ich mich in der Beichte von dieser Sache befreien und wirklich die Vergebung im Sinn einer vollen Wiederzulassung zur Gemeinschaft der lebendigen Kirche, zum Leib Christi empfangen kann.

Und so ist in diesem Sinn die seitens eines Priesters notwendige Absolution, das Sakrament, nichts Auferlegtes, was die Güte Gottes begrenzen würde, sondern im Gegenteil ein Ausdruck der Güte Gottes, da sie mir zeigt, dass ich auch konkret, in der Gemeinschaft der Kirche, die Vergebung empfangen habe und wieder neu anfangen kann.“

So sei es notwendig, immer diese beiden Dimensionen – die vertikale mit Gott und die horizontale mit der Gemeinschaft der Kirche und der Menschheit - gegenwärtig zu halten:

„Die Absolution durch den Priester, die sakramentale Absolution, ist notwendig, um mich wirklich von jenem Band des Bösen loszulösen und mich wieder in den Willen Gottes zu integrieren, in der Optik Gottes, auf vollständige Weise in die Kirche, und mir so die auch gleichsam leibliche, sakramentale Gewissheit zu geben: Gott vergibt mir, er nimmt mich in die Gemeinschaft seiner Kinder auf“.

Beichten - ganz praktisch (engl.)





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