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Linzer Bischof: Er hat von mir keine Erlaubnis

13. August 2011 in Österreich, 18 Lesermeinungen
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Ferdinand Kaineder, der ehemalige Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz, ignoriert Anordnungen des Linzer Bischofs und predigt erneut in seiner Pfarrei - Linzer Bischof Ludwig Schwarz nimmt gegenüber KATH.NET Stellung


Kirchschlag (kath.net)
Erneut Aufregung rund um Ferdinand Kaineder, den ehemaligen Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz. Offensichtlich ignoriert dieser weiterhin das Predigtverbot für Laien und hält immer wieder in der oberösterreichischen Pfarre Kirchschlag Predigten bei Gottesdiensten. Dies berichteten Gläubige aus der Pfarrei gegenüber KATH.NET. Auch zwei anderen Laien (Namen sind KATH.NET bekannt) sollen dort regelmäßig predigen. "Er hat von mir keine Erlaubnis, bei Eucharistiefeiern zu predigen." Dies teilte der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz am Freitag gegenüber KATH.NET mit. Ob es weitere Konsequenzen für die Pfarrei geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Pfarrprovisor in der Pfarrei ist übrigens Pater Franz Hrouda.


Bereits 2008 hatte KATH.NET über eine verbotene Laienpredigt von Kaineder berichtet. Damals hatte sich dieser an KATH.NET gewandt und gemeint, dass dies ein „Glaubenszeugnis“ und keine Predigt war. Er berief sich dabei auf eine im Linzer Diözesanblatt veröffentlichte Regelung vom 15. September 2007, in dem es wörtlich heißt: „Da aber für das gottesdienstliche Geschehen stets auch die Eigenart und die Gegebenheiten der Pfarrgemeinde bzw. der liturgischen Versammlung zu berücksichtigen sind, kann es bestimmte Anlässe und Umstände geben, die es einem Pfarrer gelegentlich ermöglichen, qualifizierten Laien den Auftrag für eine Katechese zu geben, z. B. bei Kindergottesdiensten; Gottesdiensten mit thematischen Schwerpunkten (etwa Familienfasttag, Gedenktage, etc.); Krankheit oder Gebrechlichkeit des Priesters.“

Auf seinem Internetblog sucht er ehemaligen Kommunikationsleiter der Diözese Linz offensichtlich gar keine großen "Erklärungen" mehr und verkauft seine "Predigt" auch nicht mehr als "Glaubenszeugnisse". Er spricht dort ganz stolz von den "positiven Rückmeldungen" auf seine "Predigt beim Gottesdienst in Kirchschlag am 6. August 2011" und stellt seine letzte Predigt in seinem Blog auch in voller Länge zur Verfügung. Kaineder wurde 2009 nach dem Skandal um eine "Linzer Jugend-CD" von Linzer Bischof Ludwig Schwarz als Diözesansprecher abgesetzt und ist nach einigen Job-Rotationen in der Diözese Linz zuletzt bei der ÖVP-Oberösterreich gelandet.

Foto: (c) kath.net


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Lesermeinungen

  15. August 2011 
 

Und was macht der Ortsbischof?

Die Passivität des Bischofs von Linz ist unfassbar. Fühlt es sich bei seiner Aufgabe überfordert, so soll er zurücktreten - je früher, desto besser - und seinen Platz einem Bischof überlassen, der nicht nur bedauert und leidet, sondern auch in der Lage ist energisch zu handeln und gründlich in Linz auszumisten.
Der Bischof lässt erklären, er hätte den Laien nicht erlaubt, bei einer Eucharistiefeier zu predigen. Hat er das kirchliche Verbot desselben auch bekräftigt, und Sanktionen nicht nur angedroht, sondern auch angewandt - sowohl dem Pfarrer, der die Laienpredigt erlaubt, als auch dem Laienprediger selbst?
Das Problem \"Bischof Schwarz\" ist spätestens seit dem Fall Wagner in Rom bekannt. Warum wird die Bischofskongregation nicht aktiv und dem Bischof den überfälligen Ruhestand nicht gegönnt?


1
 
 gorgeous-b16 14. August 2011 
 

@francesco und angelo:

Das Rosenkranzgebet ist eine wirkungsvolle Therapie und Buße! Manch anderes Krebsgeschwür in Staat und Kirche wäre heilbar.
Das ist kein neuer Gedanke, auch Bischof Fischer hat ja bereits auf die Heilbarkeit der Homosexualität hingewiesen. Dies sei gesagt, ohne dabei die Laienprediger (und -Innen) ins selbe Eck drängen zu wollen!


1
 
 Waldi 14. August 2011 
 

@Francesco,

dass die Pastoral- und Gemeindereferenten/innen, die sich Seelsorgeteam nennen, eine Unverträglichkeit mit dem Rosenkranz zeigen, ist leider Realität. An allen Wochentagen wird in unserer Pfarrkirche der Rosenkranz gebetet - aber vorwiegend nur von ein paar alten Frauen. Von den Laienpredigerinnen ist das ganze Jahr keine zugegen. Was noch schlimmer ist, in unserer Gemeinde wird, außer beim Rosenkranz der alten Frauen, an 365 Tagen im Jahr kein einziges Ave Maria gebetet, nicht einmal zu den großen Marienfesten.


1
 
 Einsiedlerin 14. August 2011 
 

@Francesco

\"Es ist ja bekannt, dass engagierte Laienpredigerinnen und Laienprediger eine gewisse Unverträglichkeit gegenüber dem
Rosenkranzgebet zeigen.\"

Ja, diese Erfahrung habe ich in unserer Pfarre auch gemacht. Und auch unser PI-Dechant (!) gestattet hin und wieder Laienpredigten.
Ich gehe schon lange nicht mehr in unsere Pfarrkirche, sondern bevorzuge eine Ordenskirche :)


1
 
 Francesco 14. August 2011 
 

Der Drang zur Laienpredigt ist therapierbar

Die Laien-Predigt ist in der Diözese Linz zu einer Epidemie geworden, deren Eindämmung den Verantwortlichen scheinbar nicht gelingt.
Sie entstammt bei den Betreffenden einem inneren Drang, gegen den es eine sichere Therapie gäbe - so banal es klingt - das Rosenkranzgebet.
Es ist ja bekannt, dass engagierte Laienpredigerinnen und Laienprediger eine gewisse Unverträglichkeit gegenüber dem
Rosenkranzgebet zeigen.
Somit ist es ratsam, mit geringer Dosis zu beginnen, etwa mit einem Gesätzchen täglich
und erst allmählich steigern auf das Beten eines ganzen Rosenkranzes jeden Tag.
Mit Sicherheit läßt dann der anfangs unbändige Drang zur verbotenen Laienpredigt nach und verschwindet ganz.
Eine Gefahr für einen Rückfall besteht allerdings von Seite jener Priester, die in der Pfarrer-Initiative zur Laienpredigt ermutigen.


2
 
 veritascaritas 14. August 2011 
 

Alle Bischöfe gemeinsam ...

Bei ca 4ooo Priester in Österreich sind die knapp 3oo welche bei der Pfarrerinitiative unterschrieben haben nicht wirklich soviel.
Wenn man bedenkt, dass auch viele P.o.A. (Peister ohne Amt)auf dieser Liste stehen. Von den zuerst 5o Diakonen sind jetzt nur mehr 2o. verttreten, müßten wir nicht alle gemeinsam einen neuen Weg des
Miteinander zur Evangelisierung Europas
finden?? Wenn in einigen Pfarren der Aufruf zum Ungehorsam gelebt wird, sind
ALLE BISCHÖFE GEMEINSAM
gefordert eindeutig, kraftvoll, klar zum Gehorsam aufzurufen.
Liebe Grüße anne


1
 
 Gembloux 13. August 2011 
 

Glaubenszeugnis ja, aber nicht an Stelle der Predigt

@Einsiedlerin
Ich bin zwar kein Priester, aber in den Zeiten des Internet ist ja alles schnell nachzulesen:
http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_129.pdf
Man lese auf Seite 20 Artikel 3. Die Homilie:
\"§ 1. Die Homilie ist als hera u s ragende Fo rm der Predigt,..., Teil der Liturgie selbst. Daher muß die Homilie während der Euch a ri s t i e feier dem geistlichen Amtsträger, Priester oder Diako n , vorbehalten sein. Ausgeschlossen sind
Laien, auch wenn sie in irgendwelchen Gemeinschaften oder Vereinigungen Aufgaben als „Pastoralassistenten“ oder Katecheten erfüllen. Es geht nämlich nicht um eine eventuell bessere Gabe der Darstellung oder ein
größeres theologisches Wissen, sondern vielmehr um eine demjenigen vorbehaltene Aufgabe, der mit dem Weihesakrament ausgestattet wurde....


3
 
 landpfarrer 13. August 2011 
 

@Einsiedlerin: \"Glaubenszeugnis\"

Ja dies ist gemäss einer Römischen Instruktion von 1997 über die Mitwiorkung der Laien am Dienst der Priester möglich, aber auch nur ausnahmsweise und als Bestandteil der Homilie, die der Priester hält, was sicher mehr ist, als dass der Priester am Anfang nur das Wort dem Laien übergibt und ihm nachher dankt!
Wichtig: Hierbei handewkt es sich um die predigt innerhalb der Messgeier, die Homilie.
Bei Wortgottesdiensten oder Andachten, die erlaubterweise auch von einem Laien geleitet werden können, gelten andere Regelungen!
Hier der Link zum Dokument
(Die betreffende regelung finden Sie auf S. 20)
http://www.dbk-shop.de/media/files_public/gmeulefys/DBK_2129.pdf


3
 
 Einsiedlerin 13. August 2011 
 

Frage an die hier im Forum auch postenden Priester

Darf \"unter bestimmten Umständen\" tatsächlich ein Laie ein \"Glaubenszeugnis\" statt einer Predigt erzählen? Wenn ja, wie darf dieses gehalten sein? Ich stelle mir unter einem Glaubenszeugnis z.B. eine persönliche Bekehrung vor.
???
Bitte um Beantwortung. In unserer Pfarre kommt es auch hin und wieder vor, dass Laien statt des Priesters reden, etwa am Muttertag darf eine Mutter über ihr Muttersein erzählen.


0
 
 Rhenania 13. August 2011 
 

Alltag

@Waldi
Nicht nur in Bayern ist das so. Und nach der predigt wird dann geklatscht.


1
 
 elisabetta 13. August 2011 
 

Laienpredigt

Eine ganze Reihe oö. Pfarrer und Diakone sind Mitglieder bzw. Unterstützer dieser unsäglichen Pfarrer-Initiative, die neben anderen Absurditäten eben auch die Laienpredigt forciert. Wann endlich zitiert auch unser Diözesanbischof die Leute zu sich und redet Klartext mit ihnen. Dass er nur erklärt, es gäbe seinerseits keine Erlaubnis zur Laienpredigt ist wohl zuwenig, das nimmt sowieso niemand mehr ernst. Bei Nichtbefolgung seiner Anordnungen müsste es endlich Konsequenzen geben - nach dem Motto: Wer nicht hören (gehorchen kommt von hören) will, muss fühlen.


3
 
 Philosophus 13. August 2011 
 

Kaineder ist Gott sei Dank weg

Er braucht sich auch nicht vor Konsequenzen fürchten. Aber das eigentliche Problem ist nicht Kaineders \"Predigt\", sondern die Tatsache, dass seine früheren Freunde und Förderer in der Diözese Linz nach wie vor das Sagen haben. Dabei denke ich weniger an die Pfarre Kirchschlag sondern an das Domkapitel, bzw. das \"erweiterte Konsistorium\". Es findet sich unter den Mitgliedern der Pfarrerinitiative auch ein Franz Wild. Es würde mich schon sehr wundern, wenn die Namensgleichheit mit dem Generaldechanten und Mitglied des \"erweiterten Konsistoriums\", dem Pfarrer von Traun zufällig wäre ...


1
 
 wolsegger 13. August 2011 
 

Zum Thema Laienpredigt

Die sakramentalen Wandlungsworte (\" in der Person Christ des Hauptes\"gesprochen) und das Predigtwort bilden eine Einheit im Gottesdienst.
Eine Predigt bedarf langer Vorbereitung, warum drängen sich da so viele? Müsste man die Stunden jemanden bezahlen, die man für diese Vorbereitung aufwendet, wäre Predigt unbezahlbar.Es bedarf einer klaren Sicht, was wichtig ist.Der Priester geht hauptberuflich mit der Bibel um.Warum kommen Priester dieser Verpflichtung nicht nach? Auch die Rückmeldungen sind nicht das Entscheidende.
Die Frage liegt ganz eindeutig in der Kompetenz der Bischöfe.


1
 
 Lorger 13. August 2011 
 

Sowohl Kaineder

als auch der Pfarrprovisor Franz Hrouda müssten mit schärfsten Konsequenzen des Bischofs rechnen.
Oder ist wieder keine Reaktion zu erwarten?


1
 
 Waldi 13. August 2011 
 

Nach diesem Bericht frage ich mich,

ob Pastoral- und Gemeindereferentinnen in Bayern keine Laien sind, die in unserer Pfarrei regelmäßig predigen? Allerdings mit einer geistigen Seichtigkeit und Armut, die kaum noch zu unterbieten ist. Jeder, der aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist, findet dieses geistlose und infantile Gequassel bis zum Davonlaufen unerträglich. Und immer wieder vermeinen diese Quasselstrippen das Publikum hellauf zu begeistern. Derweil sitzt unser Pfarrer tatenlos da, und lauscht der \"mitreißenden Rhetorik\" seiner \"weisen\" Damen, die sich immer eifriger und aufdringlicher ins Rampenlicht drängen.


3
 
  13. August 2011 
 

Das kommt davon, wenn man diese Wölfe zu lange gewähren läßt.

Dann tanzen sie dem Hirten auf der Nase herum.
Nach dem CD-Skandal hätte Herr Kaineder eigentlich eine Kirchenstrafe ausfassen müssen. Da wäre eine Exkommunikation nicht unangemessen - angesichts des Schadens für die Jugendlichen. Christus spricht vom \"Mühlstein\" u. dgl.

Welche Geister aber die ÖVP reiten, daß sie ausgerechnet diesem gescheiterten Kirchenfunktionär einen Job verschaffen, wird wohl für immer ihr Geheimnis bleiben. Nur wer die Reste dieser Partei auch noch zerstören will, holt sich so einen Menschen ins Team.


3
 
 GMM 13. August 2011 

Wenn man eine Viper an seiner Brust nährt,

beißt sie irgendwann zu.
Der Bischof ist lieb und gut und will niemand weh tun und am Ende nicht ohne Priester dastehen.
Alles fängt an, aus dem Ruder zu laufen, weil viel zu lange hingewartet wurde.
Eine Generalreform an Haupt und Gliedern ist nötig.


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  13. August 2011 
 

Hier kann man auch klar die Früchte der \"Pfarrerinitiative\" erkennen

Denn ein \"Hrouda Franz\" wird als \"Unterstützer Priester\" auch auf der Seite der Pfarrerinitiative angeführt.
Was also wird seine Exellenz Ludwig Schwarz im Bezug auf diese Priester unternehmen, die sich ja mit ihren öffentlichen \"Aufruf zum Ungehorsam\" von der HRKK losgesagt haben, unternehmen? wie lange dürfen diese noch in ihren Gemeinden wie Seelenraubende Wölfe wüten und laut Linzer Priesterbruderschaft St. Petrus ist ja sogar zu überprüfen ob diese überhaupt noch gültige Messen feiern. Daher nicht nur im Bezug aus Kaineder wäre es dringenst geboten das hier seine Exzellenz endlich Taten setzt und nicht nur mit phrasenhaften Worten reagiert.

Gott zum Gruße


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