Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Kein Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall

31. Mai 2011 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gemeinschaft der Seligpreisungen nimmt zu Berichten von "La Croix" Stellung: Die kirchlichen Autoritäten haben die Umorientierung zu einer „kirchlichen Familie geweihten Lebens“ nicht mit Missbrauchsvorfällen begründet


Paris (kath.net)
Die Gemeinschaft der Seligspreisungen hat am Dienstag gegenüber kath.net zu der von der französischen Zeitung "La Croix" verbreiteten Darstellung über die neueste Entwicklung der Gemeinschaft Stellung genommen. P. Jochen Maria, ein Sprecher der Gemeinschaft, erzählt im Gespräch mit kath.net, dass die französische Zeitung einige Tage vorher in einer Internetausgabe unrichtig über die Versetzung von Philippe Madre in den Laienstand berichtet hatte. Die Journalistin hat die Richtigstellung zum Anlass genommen, Fr. Henry Donneaud über den aktuellen Stand der Statuten und über die Errichtung der Gemeinschaft als „öffentlichen Verein von Gläubigen in Hinblick auf die Errichtung einer neuen kirchlichen Familie geweihten Lebens“ zu befragen.

In dem Artikel von „La Croix“ bestehe laut dem Sprecher keine logische Verbindung zwischen dem ersten Teil (die Gemeinschaft auf dem Weg zu einer „neuen kirchlichen Familie geweihten Lebens“) und dem zweiten (korrekte Darstellung der Verurteilung von Philippe Madre wegen sexuellen Missbrauchs). P. Jochen betont, dass die zuständigen kirchlichen Autoritäten in Rom in den zahlreichen Stellungnahmen der letzten Jahren niemals die Umorientierung von einer Laiengemeinschaft zu einer „kirchlichen Familie geweihten Lebens“ mit Vorfällen sexuellen Missbrauchs begründet haben. Es sei daher zu bedauern, dass in dem Artikel von "La Croix" diese logische Verbindung hergestellt wurde.


Laut dem Sprecher der Gemeinschaft ist der "wirkliche Grund" für die genannte Umorientierung, dass der Heilige Stuhl sich nach Ablauf der fünfjährigen Anerkennung ad experimentum als „privater internationaler Verein von Gläubigen päpstlichen Rechtes“ beim Päpstlichen Rat für die Laien für eine endgültige Anerkennung hätte aussprechen müssen. Dies sei im Wissen, dass damit der Weg für eine neue Form geweihten Lebens, nämlich innerhalb einer Laiengemeinschaft, eröffnet würde, passiert. "Viele andere Gemeinschaften haben auf diese Entscheidung gewartet. Rom hat dann entschieden, dass es keine neue Form geweihten Lebens dieser Art geben soll, sondern dass wir uns in eine schon seit einigen Jahren bestehende Rechtsform fügen sollen, nämlich die der 'neuen kirchlichen Familie geweihten Lebens'“, erklärt P. Jochen Maria.

Mit dieser Entscheidung vollzog sich auch der Wechsel vom Päpstlichen Rat für die Laien zur Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens. Der Sprecher betont, dass diese Kongregation sich der Gemeinschaft "mit viel Wohlwollen" angenommen habe. Um als „neue kirchliche Familie geweihten Lebens“ anerkannt zu werden, müsse die Gemeinschaft zunächst auf diözesaner Ebene als „öffentlicher Verein von Gläubigen in Hinblick auf die Errichtung einer neuen kirchlichen Familie geweihten Lebens“ errichtet werden. Laut dem Sprecher wird dies aller Voraussicht nach der Erzbischof von Toulouse Ende Juni vornehmen.

Die Neuheit besteht daher ab sofort in getrennten Leitungsstrukturen. Ab sofort sind Brüder für Brüder verantwortlich, Schwestern für Schwestern und Laien für Laien. Es gehe darum, die Autonomie jedes Lebensstandes und dadurch das Charisma der Communio der Lebensstände zu stärken. Laut P. Jochen Maria wünsche Rom ausdrücklich die Einheit der Lebensstände in einer einzigen Gemeinschaft und ihr enges Zusammenwirken.

Der Sprecher der Gemeinschaft erklärt auch, dass die neuen römischen Anweisungen für die Neuorientierung in keinster Weise „Ermahnungen“ seien. "Die päpstliche Anerkennung wird nicht – quasi als Abstrafung – 'zurückgenommen', sondern nun bei der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens angestrebt, was – nach kirchlichem Recht – zunächst die Etappe der diözesanen Anerkennung als 'öffentlicher Verein von Gläubigen in Hinblick auf die Errichtung einer neuen kirchlichen Familie geweihten Lebens' erfordert." Die Tatsache, dass die Gemeinschaft nun nicht mehr als „privater“, sondern als „öffentlicher Verein von Gläubigen“, also auf Initiative der Kirche, errichtet werde, sei übrigens ein "Hinweis auf die kirchliche Wertschätzung des Charismas".


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orden

  1. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  2. Eine strahlende Braut Christi im isländischen Karmel - Sr. Bianca hat ihre Lebensberufung gefunden
  3. Die drei Nonnen von Goldenstein - Jetzt wird die Justiz aktiv
  4. Frankreich: Trappisten übergeben ihre Abtei an die Benediktiner von Barroux
  5. Papst an Orden: "Gehorsam ist eine Schule der Freiheit in der Liebe"
  6. Die Anfänge des Mönchtums in Ost und West - Teil 1
  7. Die Dominikanerinnen der hl. Cecilia – eine Kongregation ‚in Christus und seiner Kirche verwurzelt'
  8. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  9. ‚Unlösbare Konflikte’ – Klarissen geben Kloster in Bautzen auf
  10. Vatikan sichert sich weitere Befugnisse bei Ordensneugründung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz