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Benedikt XVI. und Kardinal Marx in der ‚kleinen Hölle’

19. März 2011 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Kirchweihe der römischen Titelkirche des Münchner Erzbischofs


Rom (kath.net/as) Am morgigen Sonntag, 20. März, wird Papst Benedikt XVI. die römische Titelkirche San Corbiniano des Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, weihen. Patron der Pfarrei und Kirche ist der heilige Bischof Korbinian (* zwischen 670 und 680 bei Arpajon südlich von Paris; † 8. September zwischen 724 und 730 in Freising), der nach dem Willen Papst Gregors II. das Evangelium nach Bayern brachte und zum ersten Bischof von Freising wurde. Am 5. Juni wird Kardinal Marx feierlich von seiner Titelkirche Besitz ergreifen, die ihm der Papst mit seiner Ernennung zum Kardinal zugewiesen hat, und damit nominell auch zu einem römischen Pfarrer werden.


Die Pfarrei San Corbiniano liegt im Stadtviertel Infernetto („kleine Hölle“) in der äußersten westlichen Peripherie Roms. Das Viertel entstand in den 70er Jahren, als immer mehr Häuser schwarz gebaut wurden, eine Situation, die dann – wie in Italien oft üblich – durch nachträgliche „Vergebungs-“Gesetze („condoni“) saniert worden ist. Die neue Kirche wurde zusammen mit dem Pfarrkomplex mit finanzieller Unterstützung des Erzbistums München errichtet. Der ungewöhnliche Name des Viertels stellt eine Erinnerung daran dar, dass auf dem Gebiet früher viele Köhlereien angesiedelt waren und die hohen Feuer aus der Ferne die Vorstellung der „Hölle“ vermittelten.

Um 9:00 Uhr am morgigen Sonntag wird Benedikt XVI. der heiligen Messe vorstehen. Um 11:15 wird der Papst die Gläubigen des Viertels vor der Kirche begrüßen. Es wurden Großbildschirme aufgestellt, um es so vielen Gläubigen wie möglich zu erlauben, an den Feiern teilzunehmen.

Benedikt XVI. wird vom Kardinalvikar der Diözese Rom, Agostino Vallini, sowie von den Kardinälen Reinhard Marx und Friedrich Wetter empfangen werden. Somit sehen sich zwei ehemalige sowie der aktuelle Erzbischof von München und Freising in der „kleinen Hölle“ vereint.

Die Pfarrei San Corbiniano zählt im Moment rund 10.000 Einwohner. Das Viertel Infernetto befindet sich im Wachsen: nach Angaben der Gemeinde Rom beläuft sich die Gesamteinwohnerzahl auf 20.000. Jeden Tag siedelt sich eine weitere Familie im Infernetto an. Das Stadtviertel kann die höchste Geburtenrate Roms verzeichnen. Im Jahr 2010 wurden 60 Kinder getauft. Während des aktuellen Pastoraljahres besuchen 194 Kinder (vierte und fünfte Grundschulklasse) die Erstkommunionkatechese.



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Lesermeinungen

  19. März 2011 
 

@ Bärchen

Würden Sie mir bitte erklären, was Sie meinen? Ihre Rede ist unverständlich wenn nicht unsachlich.

Der Papst besucht eine Pfarrei seiner Diözese und weiht die Kirche und das neue Pfarrhaus, so wie es ausschaut in einer Gegend Roms, die nicht gerade das Feinste ist. Dann teilt er dem Münchner Erzbischof diese Kirche als Titel zu, um zu bekräftigen, wie wichtig auch die finanzielle Unterstützung einer armen römischen Pfarrei durch eine reiche deutsche Diözese ist. Der Titelkardinal kommt immer wieder in die Pfarrei, was für die Leute immer ein großes Fest ist. Und die Gläubigen sind wirklich froh darum, hinter ihrem Rücken eine große, reiche, historische deutsche Diözese zu sehen.

Was soll denn daran nicht in Ordnung sein????


4
 
 Bärchen 19. März 2011 
 

Wie wichtig

ist das denn ?
Unsere \" Würdenträger\" scheinen ja ziemlich viel Wert auf menschliche Ehren zu legen.
Wo besteht ein Unterschied zwichen der Eitelkeit derWelt und der Eitelkeit der katholischen \"Würdenträger\" ? Mich macht das immer sehr traurig.

Mener Meinung nach ist Christus der einzige Würdenträger.
Chrisrus sagt: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme jeden Tag sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Von Selbstverleugnung kann ich bei unseren \"Würdenträgern\" nichts erkennen.


1
 

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