Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  14. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  15. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten

Zeuge der Auferstehung sein

25. Februar 2011 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Apostel Matthias hat sich erst spät 'für eine sinnvolle Existenz entschlossen' – Die Identität des Auferstandenen mit dem irdischen Jesus bezeugen. Von Bischof Heinz Josef Algermissen


Fulda (kath.net/pm) Der hl. Matthias, dessen Fest wir letzten Donnerstag feierten, wurde erst zum Apostel gewählt, als Jesus schon tot war – als Ersatzmann für Judas Iskariot, der den Herrn verraten hatte.

Jemand, der etwa darunter leidet, dass er sich erst spät für eine sinnvolle Existenz entschlossen hat, könnte in der Matthias-Erzählung der Apostelgeschichte Trost finden: Matthias kam zum Kreis der Apostel, als eigentlich schon alles vorbei war. Er wurde nur ausgelost, nicht direkt berufen. Und doch soll er, wie die anderen, mutig das Evangelium Jesu Christi in Judäa, Äthiopien und Antiochien verkündet haben.


Es lohnt sich, die Apostelgeschichte des Lukas aufzuschlagen und den Text über die Wahl des Matthias zum Apostel (Apg 1, 15-26) zu bedenken. Zunächst wird da klargestellt, dass und warum eine Nachwahl stattfinden muss. Bevor sie allerdings durchgeführt wird, lässt Lukas den Petrus zum Abschluss seiner Rede „im Kreis der Brüder“ (1, 15) die Voraussetzung benennen, der ein Kandidat genügen muss, und beschreibt zugleich dessen wesentlichen Auftrag. Der Kandidat muss einer von denen sein, „die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein- und ausging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde“ (Apg 1, 21f). Mit anderen Worten: Es kommt auf die ununterbrochene Augenzeugenschaft des Wirkens Jesu an.

Der wesentliche Auftrag des neu zu Wählenden besteht nach Petrus aber darin, „mit uns Zeuge seiner Auferstehung zu sein“ (Apg 1, 22c). Zeugnis von Jesu Auferstehung geben heißt, wie Lukas ja auch schon in der Apg 1, 3 deutlich gemacht hat, nichts anderes als die Identität des Auferstandenen mit dem irdischen Jesus zu bezeugen.

Dann werden zwei Kandidaten aufgestellt, Joseph und Matthias, und vor dem eigentlichen Wahlakt wird, wie auch bei anderen wichtigen Entscheidungen (vgl. Apg 6, 6 und 13,1 ff), ein Gebet gesprochen. Danach findet die Wahl statt. Matthias wird gewählt und den elf Aposteln zugerechnet (Apg 1, 26). Der Apostelkreis hat damit wieder die ihm von Gott zugemessene heilige Zwölfzahl erlangt. Die Kirche als neues Gottesvolk ist endgültig konstituiert und kann nun die Herabkunft des Hl. Geistes als den Beginn der Erfüllung ihres Zeugenauftrags erwarten.

„Zeuge seiner Auferstehung sein“ ist seither zentraler Dienst der Kirche und ihrer Ämter, ist unser aller Auftrag.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Apostel

  1. Geburtshaus des hl. Petrus entdeckt?
  2. Warum es Papst und Apostel gibt
  3. Benedikt XVI.: ‚Die Kirche leidet auch heute noch!’
  4. Ausgesandt zu den Menschen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  9. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  10. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  14. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  15. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz