Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Kardinal George Pell neuer Präfekt der Bischofskongregation?

6. Mai 2010 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vaticanista Andrea Tornielli: Bestellung noch vor dem Sommer. Mit Pell würde ein ungewöhnlicher und glaubensstarker Kirchenmann die strategisch wichtige Vatikanposition antreten, ein Mann, der "Donald-Duck-Häresien" bekämpft


Vatikan (kath.net)
Kardinal George Pell, derzeit Erzbischof von Sydney, soll neuer Präfekt der Bischofskongregation werden. Dies berichtet der bekannte und für gewöhnlich sehr gut informierte Vaticanista Andrea Tornielli auf seiner Website. Die Bestellung soll sogar noch vor dem Sommer über die Bühne gehen. Derzeit ist Giovanni Battista Re Präfekt der Bischofkongregation, die zu den wichtigsten und einflussreichsten Kongregationen im Vatikan gehört, da jede Bischofsernennung von der Bischofskongregation vorbereitet wird. Re ist derzeit bereits 76 Jahre und gilt als rücktrittsreif. Pell gilt als Hoffnungsträger für die römische Kurie und hat in den letzten Jahren immer wieder mit klaren Aussagen die Kirche in der australischen Gesellschaft verteidigt. Immer wieder lässt er auch mit überraschenden Aussagen aufhorchen.

2004 stellte der Kardinal beim Sichten der Predigten der letzten 40 Jahre fest, dass er zu wenig über moralische Fragen gesprochen hat. „Indem ich sie durchschaute, ist mir eines aufgefallen, und ich denke, es ist ein Fehler: Wie wenig ich in meinen Sonntagspredigten über die Moral gesprochen habe“, erklärte Pell in dem Interview. Damals nahm er auch zu den einstigen Beschuldigungen Stellung, die ihn des sexuellen Missbrauchs bezichtigten: Die Anschuldigungen, die später komplett zurückgezogen wurden, hätten ihn ermutigt, nicht länger „unentschlossen“ zu sein. „Ich hoffe, ich war in der Vergangenheit nicht zu lau“, sagte Pell. Heute würde er „weniger zögerlich“ sein, wenn es um wesentliche Dinge geht: „Wenn ich das Gefühl habe, etwas Wichtiges steht auf dem Spiel, würde ich mich nicht abbringen lassen, komme was wolle.“


Pell hat immer wieder auch Kritik am Islam geübt. Der Islam könnte nach seiner Ansichtl zum „Kommunismus des 21. Jahrhunderts“ werden. Dies meinte er 2004 bei einem Vortrag. Kritik übte der Kardinal auch mehrmals an der pseudo-religiöse Sicht des Klimawandels. Manche Warnungen vor der globalen Erderwärmung seien „symptomatisch für eine heidnische Leere, eine Angst des Westens, wenn er mit den immensen und im Letzten unkontrollierbaren Kräften der Natur konfrontiert wird“. Nach der Hinrichtung des Diktators Saddam Hussein sagte Pell: "Im Gegensatz zu ihnen (Saddams Opfern, Anm. d. Red.) hat er ein gekennzeichnetes Grab in seiner Heimatstadt. Ich werde für Saddams Seele beten, aber nicht um ihn weinen“, schloss der Kardinal. „Ich weine vielmehr um seine vielen Opfer.“

In einem neuen Buch „Gott und Caesar” bezeichnet Pell die Meinung vieler Katholiken, dass sie Verhütung akzeptieren und praktizieren können, als eine „übliche Häresie unserer Zeit”, die damit begründet wird, dass man sich auf „den Vorrang des Gewissens“ als Rechtfertigung stützen könne. Der Kardinal verwendet dabei eine Metapher des Oxford-Professors Felipe Fernandez-Armesto und nennt diesen Glauben, der sich unter Katholiken verbreitet hat, „Donald Duck-Häresie“. Er nimmt Bezug auf den Disneycharakter, der „alles weiߓ und „ein unerschütterliches Urteil der Selbstgerechtigkeit“ besitzt. Donald Duck meine es zwar gut, jedoch handle er „oft desaströs für ihn selbst und für andere“.

Bereits wenige Tage nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. sagte der Erzbischof von Sydney. „Er wird kein inaktiver Übergangspapst sein. Ich bin sicher, dass der Heilige Vater voller Kraft das tun wird, was er als Gottes Willen für die Kirche erkennt.“ Kardinal Pell erwartet sich damals, dass Benedikt XVI. den missionarischen Auftrag der Kirche stärker forciere. „Er wird ganz er selbst sein, mit seinem eigenen Stil, während er gleichzeitig der Grundlinie von Papst Johannes Paul II. folgt“, ist der Erzbischof überzeugt. Der Heilige Vater sei wahrscheinlich „der beste zeitgenössische Theologe“ und ein Mensch mit einer „authentischen Spiritualität”.

JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Gott ist gut'
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  5. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  6. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  7. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  8. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  11. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  12. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  15. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz