Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. "Vaccine Amen"
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  7. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  8. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Panik in Magdeburg
  13. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  14. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  15. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt

Kardinal George Pell neuer Präfekt der Bischofskongregation?

6. Mai 2010 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vaticanista Andrea Tornielli: Bestellung noch vor dem Sommer. Mit Pell würde ein ungewöhnlicher und glaubensstarker Kirchenmann die strategisch wichtige Vatikanposition antreten, ein Mann, der "Donald-Duck-Häresien" bekämpft


Vatikan (kath.net)
Kardinal George Pell, derzeit Erzbischof von Sydney, soll neuer Präfekt der Bischofskongregation werden. Dies berichtet der bekannte und für gewöhnlich sehr gut informierte Vaticanista Andrea Tornielli auf seiner Website. Die Bestellung soll sogar noch vor dem Sommer über die Bühne gehen. Derzeit ist Giovanni Battista Re Präfekt der Bischofkongregation, die zu den wichtigsten und einflussreichsten Kongregationen im Vatikan gehört, da jede Bischofsernennung von der Bischofskongregation vorbereitet wird. Re ist derzeit bereits 76 Jahre und gilt als rücktrittsreif. Pell gilt als Hoffnungsträger für die römische Kurie und hat in den letzten Jahren immer wieder mit klaren Aussagen die Kirche in der australischen Gesellschaft verteidigt. Immer wieder lässt er auch mit überraschenden Aussagen aufhorchen.

2004 stellte der Kardinal beim Sichten der Predigten der letzten 40 Jahre fest, dass er zu wenig über moralische Fragen gesprochen hat. „Indem ich sie durchschaute, ist mir eines aufgefallen, und ich denke, es ist ein Fehler: Wie wenig ich in meinen Sonntagspredigten über die Moral gesprochen habe“, erklärte Pell in dem Interview. Damals nahm er auch zu den einstigen Beschuldigungen Stellung, die ihn des sexuellen Missbrauchs bezichtigten: Die Anschuldigungen, die später komplett zurückgezogen wurden, hätten ihn ermutigt, nicht länger „unentschlossen“ zu sein. „Ich hoffe, ich war in der Vergangenheit nicht zu lau“, sagte Pell. Heute würde er „weniger zögerlich“ sein, wenn es um wesentliche Dinge geht: „Wenn ich das Gefühl habe, etwas Wichtiges steht auf dem Spiel, würde ich mich nicht abbringen lassen, komme was wolle.“


Pell hat immer wieder auch Kritik am Islam geübt. Der Islam könnte nach seiner Ansichtl zum „Kommunismus des 21. Jahrhunderts“ werden. Dies meinte er 2004 bei einem Vortrag. Kritik übte der Kardinal auch mehrmals an der pseudo-religiöse Sicht des Klimawandels. Manche Warnungen vor der globalen Erderwärmung seien „symptomatisch für eine heidnische Leere, eine Angst des Westens, wenn er mit den immensen und im Letzten unkontrollierbaren Kräften der Natur konfrontiert wird“. Nach der Hinrichtung des Diktators Saddam Hussein sagte Pell: "Im Gegensatz zu ihnen (Saddams Opfern, Anm. d. Red.) hat er ein gekennzeichnetes Grab in seiner Heimatstadt. Ich werde für Saddams Seele beten, aber nicht um ihn weinen“, schloss der Kardinal. „Ich weine vielmehr um seine vielen Opfer.“

In einem neuen Buch „Gott und Caesar” bezeichnet Pell die Meinung vieler Katholiken, dass sie Verhütung akzeptieren und praktizieren können, als eine „übliche Häresie unserer Zeit”, die damit begründet wird, dass man sich auf „den Vorrang des Gewissens“ als Rechtfertigung stützen könne. Der Kardinal verwendet dabei eine Metapher des Oxford-Professors Felipe Fernandez-Armesto und nennt diesen Glauben, der sich unter Katholiken verbreitet hat, „Donald Duck-Häresie“. Er nimmt Bezug auf den Disneycharakter, der „alles weiߓ und „ein unerschütterliches Urteil der Selbstgerechtigkeit“ besitzt. Donald Duck meine es zwar gut, jedoch handle er „oft desaströs für ihn selbst und für andere“.

Bereits wenige Tage nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. sagte der Erzbischof von Sydney. „Er wird kein inaktiver Übergangspapst sein. Ich bin sicher, dass der Heilige Vater voller Kraft das tun wird, was er als Gottes Willen für die Kirche erkennt.“ Kardinal Pell erwartet sich damals, dass Benedikt XVI. den missionarischen Auftrag der Kirche stärker forciere. „Er wird ganz er selbst sein, mit seinem eigenen Stil, während er gleichzeitig der Grundlinie von Papst Johannes Paul II. folgt“, ist der Erzbischof überzeugt. Der Heilige Vater sei wahrscheinlich „der beste zeitgenössische Theologe“ und ein Mensch mit einer „authentischen Spiritualität”.

JA! zur Kirche".

"Ja zur Kirche" auf FACEBOOK - Jetzt Mitglied werden


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  4. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  5. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  6. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  9. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  10. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  11. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz