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Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen

21. März 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO, Caccia: Außer Schaffung eines formalen Rechtsschutzes auch Kampf gegen strukturelle Hindernisse vonnöten


New York (kath.net/KAP) Der Vatikan hat bei den Vereinten Nationen einen umfassenderen Ansatz für den Zugang von Frauen und Mädchen zur Justiz gefordert. Der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei der UNO, Gabriele G. Caccia, sprach bei der 70. Sitzung der Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen von der Notwendigkeit einer "ganzheitlichen Herangehensweise". Der Erzbischof, der kürzlich zum Apostolischen Nuntius in den USA ernannt wurde, betonte, formaler Rechtsschutz allein reiche nicht aus. Vielmehr müssten strukturelle Ursachen bekämpft werden, die Frauen und Mädchen daran hinderten, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Würde zu schützen.


Als zentrale Hürden nannte Caccia Armut und deren Folgen. Betroffene verfügten oft nicht über die Mittel für rechtliche Vertretung, während Hilfsangebote vielfach überlastet seien. Besonders in ländlichen Regionen erschwerten fehlende Infrastruktur, mangelnde Bildungsangebote und Sprachbarrieren den Zugang zu Rechtssystemen. Zugleich verwies er auf fortbestehende geschlechtsspezifische Diskriminierung und forderte gleiche Chancen für Mädchen und Jungen. Unter Bezug auf Papst Leo XIV. unterstrich er, Gerechtigkeit dürfe nicht auf juristische Verfahren reduziert werden.

Ein ganzheitlicher Ansatz müsse laut Vatikan auch Gewalt und Diskriminierung gezielt abbauen, wirksame Rechenschaftsmechanismen stärken und eine "Kultur der Verantwortung" fördern. Ebenso sei die Familie als sicheres Umfeld von Bedeutung. Andernfalls steige das Risiko von erneuter Viktimisierung und Ausbeutung, etwa durch Menschenhandel, von dem Frauen und Mädchen überproportional betroffen seien. Sie würden zudem für Zwangsheirat, Leihmutterschaft oder kriminelle Zwecke ausgebeutet. 

Der Heilige Stuhl sagte den Vereinten Nationen Unterstützung durch kirchliche Einrichtungen zu und betonte, ein verbesserter Zugang zur Justiz sei eine wesentliche Voraussetzung für eine gerechtere Gesellschaft.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Gabriele G. Caccia/ UNO (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

 marlin 22. März 2026 
 

Klarstellung

@Versusdeum: „Im Übrigen hat Rom immer noch nicht öffentlich klargestellt…“

Doch, das hat JP2 im „Ordinatio sacerdotalis“ öffentlich klargestellt - und das diese Entscheidung endgültig ist, hat der damalige Präfekt der Glaubenskongregation in der „Antwort auf den Zweifel bezüglich der im Apostolischen Schreiben »Ordinatio sacerdotalis« vorgelegten Lehre“ bestätigt – s. Link unten.
Es ist bereits alles klargestellt, aber die Deutschen wollen es immer noch nicht wahrhaben und glauben immer noch mitreden zu müssen.

www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19951028_dubium-ordinatio-sac_ge.html


3
 
 marlin 22. März 2026 
 

@ Versusdeum

@Versusdeum: „Im Übrigen hat Rom immer noch nicht öffentlich klargestellt…“

Doch das hat Rom öffentlich klargestellt im „Ordinatio sacerdotalis“ von JP2 - und das diese Entscheidung dogmatisch für alle Zeiten gilt, hat der damalige Präfekt der Glaubenskongregation in der:
„Antwort auf den Zweifel bezüglich der im Apostolischen Schreiben »Ordinatio sacerdotalis« vorgelegten Lehre“
bestätigt – s. Link unten.

Es ist bereits alles klargestellt, aber die Deutschen wollen es immer noch nicht wahrhaben und glauben immer noch mitreden zu müssen. ;-)

www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19951028_dubium-ordinatio-sac_ge.html


2
 
 Versusdeum 22. März 2026 
 

Und was werden Syndodale hier hineinlesen?

"Vatikan fordert Frauenpriestertum.". Im Übrigen hat Rom immer noch nicht öffentlich klargestellt, dass diese ultimative Forderung der Mehrheit der Bischöfe auf deutschem Boden unerfüllbar ist, da die Priesterweihe nichts ist, über deren Gültigkeit Menschen abstimmen können.


1
 
 SalvatoreMio 22. März 2026 
 

Wir brauchen nicht nur theoretisch menschliche, gerechte Strukturen, sondern sie müssen hier und jet

Wir brauchen irdische Instanzen, die für die Menschlichkeit eintreten. Z. B. die vermeintlich selbstverständliche Institution "Krankenkasse": wo blieben die meisten von uns, wenn es sie nicht gäbe? Wir sind uns dessen gar nicht bewusst, aber diese und andere "Advokaten der Güte" sind absolut nicht selbstverständlich. Oder oft verzichten (auch hierzulande) Bürger auf ihr gutes Recht, nur weil sie wissen: ich habe kein Geld, mein Recht einzufordern. Das ist skandalös und nicht im Sinne Gottes, denn sein Name ist "Gerechtigkeit".


0
 
 Stefan Fleischer 21. März 2026 

Hier spricht ein Diplomat.

Was aber m.E. unsere Welt heute bräuchte, wäre eine missionarische Sprache, so wie Paulus diese fordert: «Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.» (2.Tim 4,2) Und dieses Wort ist, kurz zusammen gefasst bei Jes 31,6: «Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt.», und in Mt 6,33 «Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.»


3
 

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