Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Es ist etwas faul im Staate Dänemark

3. März 2008 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Magazin "Der Spiegel" macht einseitig Stimmung für den Krippenstaat - Ein Kommentar von Christa Meves


München (kath.net/idea)
Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat in seiner Titelgeschichte vom 25. Februar erneut Partei ergriffen für den Ausbau der Krippenbetreuung von Kleinstkindern außerhalb der Familie. Eine der schärfsten Kritikerinnen dieses Modells ist die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen). Sie kommentiert den "Spiegel"-Beitrag, in dem sie selbst scharf attackiert wird:

Der große "Spiegel" hat gesprochen. Was Fachleute bisher über Krippenbetreuung von Babys und Kleinkindern geschrieben haben, ist danach pure Ideologie, ein veralterter "Müttermythos". Vor allem, was die "bibelfromme" Christa Meves da nun weiter "Übertreibendes" tönt, lässt sich mühelos widerlegen - besonders durch den fortschrittlichen Staat Dänemark. Was kann anderes dabei herauskommen, als dass die jungen schwangeren Mütter - von so viel "Wahrheit" geblendet - bereits vor der Geburt ihrer Kinder eine Krippenanmeldung vornehmen, um ihrem Spatzen das Beste und Fortschrittlichste angedeihen zu lassen!

Für einen Praktiker, der reichlich Gelegenheit hatte, die so gehöhnte "Entmutterung" der Kinder durch immer mehr Mutterferne zu beobachten, sind Richtungsanweisungen dieser Art eine ebenso traurige wie gefährliche Manipulation; denn schließlich hat die immer größer werdende Distanzierung vieler Kleinkinder von ihren Müttern in Ost und West bereits bewirkt, dass wir eine kranke Gesellschaft geworden sind, ja eine todkranke. Denn wer soll schon noch Mutter werden, wenn der Trend das als ebenso nichtswürdig wie überflüssig erachtet? Die Folgen sind doch längst sichtbar: Die Depression ist die zweithäufigste aller Erkrankungen, die Unruhe der Kinder vom Kleinkindalter ab ist bereits so verheerend, dass dem mit der Droge Ritalin entgegengewirkt werden muss. Die Zahl der Verlierer ist Legion.

Psychoanalytiker kontra Krippen

Haben eingetretene Prognosen in einer starrköpfigen Gesellschaft keine Bedeutung? Selbstredend wird in dem langen Palaver zur Krippenbefürwortung im "Spiegel" neben den die Familienerziehung unterstreichenden Ergebnissen der Hirnforschung und den vielen beachtlichen Studien aus den Ostblockländern verschwiegen, dass vor kurzem die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung ein Memorandum zum Krippenausbau in Deutschland erstellt hat. Diese Gesellschaft von internationalem Rang kann auf eine hundertjährige Erfahrung von Beobachtungen in der Praxis und eine Bibliothek wissenschaftlicher Ergebnisse zurückblicken. Die Vereinigung votiert: "In den ersten drei Lebensjahren wird die Grundlage für die seelische Gesundheit eines Menschen gelegt. In dieser sensiblen Entwicklungszeit bedeutet eine regelmäßige, ganztägige Trennung von den Eltern eine besondere psychische Belastung für die Kinder ..."

Überlebensnotwendige Bindung

Das Kind sei wegen seiner körperlichen und seelischen Verletzlichkeit auf eine stabile Umgebung angewiesen. Bindung sei für das Kind eine Überlebensnotwendigkeit. Und das Memorandum fährt wörtlich fort: "Eine Trennung von den Eltern kann vom Kind als innerseelische Katastrophe erlebt werden, die seine Bewältigungsmöglichkeiten überfordert. An der kindlichen Reaktion auf die Trennung - z. B. verzweifeltes Weinen, anhaltendes Schreien oder auch später resigniertes Verstummen, Schlaf- und Ernährungsstörungen - kann man eine seelische Überforderung erkennen, die dann besondere Zuwendung und Verständnis braucht, um nicht zu einer innerseelischen Katastrophe zu werden." Und die Psychoanalytiker warnen dann, selbst "pflegeleichte Kinder", die gegen die Trennung nicht protestieren, als unbeeindruckt einzuschätzen, weil ihre seelische Belastung weniger in Erscheinung tritt.

Es gibt noch Hoffnungsträger

"Es gibt keine psychische Gewöhnung an Verlust ... Je länger die tägliche Betreuung, getrennt von den Eltern, andauert, umso höhere Werte des Stresshormons Cortisol sind z. B. im kindlichen Organismus nachweisbar." Ausführlich wird hier auf die lebenserschwerenden Folgen hingewiesen und selbst das Tagesmuttermodell als ein tiefgreifender, später ebenfalls lebenserschwerender Risikofaktor eingeschätzt.Was für ein Feldzug zum Heraufbeschwören von geknickten Lebenslinien ist dagegen diese "Spiegel"-Indoktrination! Aber glücklicherweise gibt es in Deutschland noch gesunde Familien, die sich mit einem christlichen Menschenbild im Alltag gegen die Dampfwalze der Verführung zum Lebensunglück entgegenstemmen. Diese gesunden Familien sind die Hoffnungsträger unserer Zukunft.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meves

  1. "Handeln wir üblicherweise unbewusst?"
  2. Eindeutige Überzeugung für Christus war dazu nötig
  3. Lauer Modernismus auch in den Kirchen
  4. 'Auf Liebe programmiert'
  5. Happy Birthday Christa Meves
  6. Wütende junge Männer
  7. Die Stillung des Sturmes
  8. Schule in der Krise
  9. Altersgerechte Sexualerziehung
  10. Teenagerzeit






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz