Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Minister Laschet: Ohne Religion wäre unser Land ärmer

27. April 2007 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU): Christen sollen Verletzung ihrer religiösen Gefühle deutlicher ansprechen


Gummersbach (kath.net/idea)
Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) hat den Beitrag der Religionen für die Gesellschaft gewürdigt. „Ohne Religion wäre unser Land ärmer“, sagte der Politiker bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Begegnungen der Religionen“ am 24. April in Gummersbach. Nach seinen Worten sollten Christen, Juden und Muslime das neu erwachte Interesse an Religion nutzen, um zu einer an Werten orientierten Gesellschaft beizutragen. Dabei dürften die Unterschiede der Religionen nicht vorschnell verwischt werden. Nötig sei eine Begegnung in Respekt und Dialogbereitschaft. Die rund drei Millionen Muslime in Deutschland seien Teil der deutschen Gesellschaft und müssten das Grundgesetz akzeptieren.

Türken ein „Glücksfall für Deutschland“

Die Tatsache, dass in Deutschland überwiegend Muslime türkischer Herkunft leben, bezeichnete Laschet als einen „Glücksfall“. Bislang sei kein einziger Selbstmordattentäter türkischer Herkunft. Muslime, die seit langem in Deutschland leben, müssten sich nicht immer neu von Gewalt und Terror distanzieren. Mit Blick auf den Streit um die Mohammed-Karikaturen sagte der Minister, es sei „eine pure Selbstverständlichkeit, dass Muslime äußern dürfen, wenn ihre religiösen Gefühle verletzt werden“. Dem organisierten Missbrauch solcher Gefühle zu politischen Zwecken müsse allerdings gewehrt werden. Gleichzeitig ermunterte Laschet Christen, deutlicher Stellung zu beziehen, wenn sie sich etwa durch Witze in Talkshows in ihren Gefühlen verletzt fühlten.

Türkische Muslime, die in Deutschland Moscheen bauen dürfen, forderte er auf, sich für den Bau von Kirchen in der Türkei einzusetzen. Der Minister sprach sich für das Kopftuchverbot aus. Für beamtete Lehrerinnen müsse die Neutralitätsverpflichtung gelten. Mehmet Ataseven, Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums Bergneustadt, beklagte eine deutliche Verschlechterung des Klimas im Verhältnis zwischen muslimischen Zuwanderern und Einheimischen seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Liberaler Jude: Deutsche müssen sich in plurale Gesellschaft integrieren

Michael Lawten, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln vertrat die Ansicht, dass Integration eine Zweibahnstraße sei. Auch die Deutschen müssten sich in eine plurale Gesellschaft integrieren. Die Veranstaltungsreihe „Begegnung der Religionen“ steht 2007 unter dem Thema „Soziale Verantwortung der Religionen“. Sie wird veranstaltet vom Evangelischen Kirchenkreis An der Agger, dem Katholischen Bildungswerk Gummersbach, der Oberbergischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die Stadt Gummersbach und der Türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Kooperationspartner ist die Jüdische Liberale Gemeinde Köln.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz