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'Welch amoris officium'

26. Jänner 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Kardinal Claudio Hummes, der neue Präfekt der Kongregation für den Klerus, schreibt an alle Priester der Welt: "Seien wir stolz darauf, Priester zu sein - Bischof für euch, Priester mit euch."


Rom (www.kath.net/Zenit.org)
Zum Fest des heiligen Franz von Sales am 24. Januar 2007 veröffentlichte der neue Präfekt der Kongregation für den Klerus, Kardinal Claudio Hummes, einen Brief, der an alle Priester der Welt gerichtet ist. Der Kurienkardinal dankt in dem Schreiben seinem Vorgänger Kardinal Darío Castrillón Hoyo. Dank dessen Weitblick sei es ihm möglich, seine Worte „den geheimnisvollen Wegen des Äthers anzuvertrauen“. Kardinal Hummes würdigt Kardinal Castrillón Hoyos als einen „wahren Freund der Priester“. Die Priester seien stets sein Herzensanliegen gewesen. „Er hat für euch gebetet, er hat euch geliebt“, schreibt der Kardinal an den Klerus in aller Welt, ehe er seinerseits versichert: „Liebe Freunde, nun obliegt es mir, euch im Herzen zu tragen, für euch zu beten und euch zu lieben.“

Danach gesteht er ihnen ein, dass er sich in der neuen Aufgabe noch ein wenig als Anfänger sieht: „Ich verberge euch nicht, dass ich mich noch ein wenig als ‚Novize’ fühle… Ich habe Heimweh nach dem, was ich in Sao Paolo in Brasilien zurückgelassen habe. Aber wie Abraham habe ich meinem Herrn und Gott vertraut – und nun bin ich hier: Bischof für euch, Priester mit euch.“ Der Kardinal sieht gleichsam seine weites Betätigungsfeld vor sich, wenn er schreibt: „Den Priestern dienen! Welch eine Mission! Welch amoris officium!“

Er erklärt den Priestern, dass sie – er selbst mit eingeschlossen – „Träger einer spezifischen Identität“ sind, die sie in all ihrem Sein und Tun charakterisiere, ja der Priester sei für Christus geweiht und „ihm einverleibt“. Die Gesten Jesu würden durch den Priester in der Zeit und in der Geschichte neu verwirklicht werden, und sie rufe in dem, der diese Taten vollbringe, „dieselben Gefühle“ hervor, wie sie Christus gehabt habe, und auch dieselben Heilswirkungen.

Kardinal Hummes erinnert in seinem Schreiben daran, dass das Sakrament der Priesterweihe das Priestertum ontologisch begründet und dass der Priester durch das Sakrament zum „alter Christus, wird, also zu einem „anderen Christus“, „oder – wie einige sagen – zum ‚ipse Christus‘“, zu „Christus selbst“. Der Priester sei „Minister“ des Wortes, „Minister“ der prophetischen Handlungen und der pastoralen Liebe Christi. „Seine Funktion erschöpft sich also nicht in der Kultdimension, sondern sie vervollständigt sich in der prophetischen Dimension der Verkündigung des Wortes und in der pastoralen Dimension der Leitung der Gemeinde.“

Der Präfekt der Kongregation für den Klerus verweist auf das II. Vatikanische Konzil, das die Funktionen des Priester anführte und zugleich dessen Identität auf den Punkt brachte: „Ob die Priester sich darum dem Gebet und der Anbetung hingeben, ob sie das Wort verkünden, das eucharistische Opfer darbringen und die übrigen Sakramente verwalten oder den Menschen auf andere Weise dienen, immer fördern sie die Ehre Gottes und das Wachstum des göttlichen Lebens im Menschen“ (Dekret Presbyterium Ordinis, 2). Mit diesen Worten ruft Kardinal Hummes die Priester dazu auf, stolz und glücklich über ihre priesterliche Identität zu sein.

„Seien wir stolz darauf, Priester zu sein!“, schreibt er wörtlich. Und er fügt hinzu: „Unsere Mission ist nicht einfach. In Einheit mit Christus, des Hohen und Ewigen Priesters, und Maria, der Mutter des ersten Priesters und aller Priester, werden wir aber Zeugen der Hoffnung sein können, die uns erfüllt – für unsere Brüder und Schwestern, die heute noch des Wegs der Wahrheit und des Lebens bedürfen.“

KATHPEDIA: Kardinal Hummes



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