Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  7. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  8. Kirche im Verfall
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. THESE: Warum die UNO weg muss!
  15. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar

Über 90 Prozent aller Märtyrer sind Christen

5. November 2006 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Jahrbuch "Märtyrer 2006" ist zum Gebetstag für die verfolgten Christen erschienen.


Wetzlar (www.kath.net/idea)
Keine andere Religionsgruppe hat so stark unter Diskriminierung und Verfolgung zu leiden wie die Christen. Sie sind von mindestens drei Vierteln aller Verletzungen der Religionsfreiheit weltweit betroffen. Bei der Ermordung von Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit dürfte der Anteil der Christen weit über 90 Prozent liegen.

Diese Angaben macht der Geschäftsführer des Arbeitskreises für Religionsfreiheit der Deutschen und der Österreichischen Evangelischen Allianz, der Theologe Thomas Schirrmacher (Bonn), im neuesten Jahrbuch zur Christenverfolgung. Die von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) unter dem Titel „Märtyrer 2006“ herausgegebene Dokumentation erscheint zum weltweiten Gebetstag für die verfolgten Christen am 12. November.

Von den knapp 2,2 Milliarden Christen wird etwa jeder Zehnte wegen seines Glaubens verfolgt oder benachteiligt. Nach Schätzungen bezahlen jährlich mindestens 90.000 ihr Bekenntnis zum christlichen Glauben mit dem Leben. Schirrmacher führt den wachsenden Druck auf die Christenheit darauf zurück, dass sie vor allem in Afrika und Asien stark wächst.

Manche Staaten förderten die angestammte Religion und gingen rechtlich und manchmal auch mit Gewalt gegen religiöse Minderheiten vor. So besinne man sich in Indien auf den Hinduismus gegen Islam und Christentum, in Indonesien auf den Islam gegen Christentum und Hindu-Buddhismus, in Sri Lanka und Nepal auf den Buddhismus gegen Christentum und Islam.

Nationalismus richtet sich gegen Christen

In vielen Ländern nehme die Verknüpfung von Nationalismus und Religion zu. Als Beispiele nennt Schirrmacher Indien, Indonesien, Bangladesch, Pakistan und die Türkei. Dort sei das Christentum dem Nationalismus im Weg. Das Jahrbuch enthält auch eine von dem Hilfswerk „Open Doors“ stammende Liste der Staaten, in denen Christen am meisten verfolgt werden. Besonders stark unterdrückt werden Christen in Nordkorea, Saudi-Arabien, Laos, Vietnam, dem Iran, Turkmenistan, den Malediven, Bhutan, Myanmar (Burma) und der Volksrepublik China.

Verschärfte Lage in Eritrea und dem Irak

Dem Jahrbuch zufolge hat sich die Lage der Christen vor allem in Eritrea und dem Irak verschärft. Im Irak kommt es immer wieder zu Anschlägen auf Kirchen und Christen. Im Oktober wurden binnen zehn Tagen zwei Christen von muslimischen Extremisten geköpft.

Aufgrund der Verfolgung fliehen immer mehr irakische Christen ins Ausland. Ihre Zahl im Land ist deshalb seit 1987 von 1,4 Millionen auf etwa 650.000 geschrumpft. In Eritrea sind über 1.900 Bürger wegen ihres Glaubens inhaftiert, 95 Prozent davon Christen. Am 17. Oktober wurden zwei Christen in der Hauptstadt Asmara zu Tode gefoltert.

In dem Jahrbuch wird zum Engagement für Verfolgte aufgerufen. „Es ist unsere Pflicht als Christen und als Menschen, am Schicksal der Opfer Anteil zu nehmen und uns für sie einzusetzen“, schreibt Max Klingberg (Frankfurt am Main) von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  2. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  3. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  4. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  5. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  6. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  7. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  8. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  9. Pakistan: Christen trauern ökumenisch nach Ermordung des Pfingst-Pastors Kamran Michael Naz
  10. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  3. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  8. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  9. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  10. Kirche im Verfall
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  13. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz