Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

Das Kommen des Lichtes

7. Dezember 2005 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Glühbirne kann das Kerzenlicht nicht ersetzen. Das gedämpfte, zarte Leuchten erwärmt die Herzen, zeigen adventliche Rorate-Messen. Von Franziskus von Ritter-Groenesteyn.


München (www.kath.net) So manch einer fragt sich dieser Tage, wie man Kirchen wieder füllen kann. Da werden im Vorfeld von Weihnachten folkloristische, musikalische und andere Veranstaltungen aller Art feilgeboten. Protestanten entblättern sich sogar im sakralen Raum für Erwachsenen-Kalender und cute looking priests posieren am Petersplatz für das jugendfreie katholische Gegenstück. Hilft das wirklich?

Ein Blick über konfessionelle Grenzen hinweg mag da Orientierung geben. Bei unseren orthodoxen Brüdern und Schwestern spielt das Licht eine große Rolle. Wer schon einmal an einer orthodoxen Liturgie teilnehmen durfte, wird sich erinnert fühlen an das Eintauchen in das mystische Licht sakralen Raums, einzig gerahmt von Weihrauch und choralem Gesang.

Leider hat Edisons Erfindung der Glühbirne zwar der Welt das Licht, aber der Kirche in gewisser Weise den Besucher-Tod gebracht. Jahrhunderte lang galt Kerzenlicht, sei es als ölgenährte silbern schimmernde Ampel, sei es als wohlriechendes Wachs fleißiger Bienen, als einzig angemessenes Mittel, uns die Suche nach dem wahren inneren Licht in unserer Mitte, spärlich, dafür zurückhaltend dezent, zu erhellen.

Wenn heute eine Heilige Messe gefeiert wird, gilt der erste Griff des Mesners dem Schalter an der Wand der Sakristei. Und allsogleich durchflutet kaltes erdwärts gerichtetes Licht unbarmherzig das Gotteshaus. Dies mag zwar dazu beitragen, dass man nun die Gotteslob-Lieder besser zu lesen vermag und jede Falte im Gesicht des Nachbarn erkennt, doch es zerstört empfindlich die Mystik des Raums. Wen wundert es da, wenn die Kirchen immer leerer werden.

Wie schön eine liturgische Feier im rechten Licht sein kann, hat uns die Vesper des Weltjugendtages auf dem Marienfeld, sprechend vor Augen geführt, die wohl noch allen in tiefer Erinnerung ist, die daran teilnehmen durften. Auch jetzt, dieser Tage, vermag, wer will, sich etwas von der mystischen Kraft gedämpften Lichtes wieder einzufangen.

Die Rede ist vom sogenannten, mancherorts frühmorgens, mancherorts frühabends zelebrierten Rorate-Amt. Dies ist eine Heilige Messe, deren Liturgie einzig im Licht von Hunderten von Kerzen erstrahlt. Es ist das adventliche Licht, das dem Kommen des Lichts der Welt vorausgeht. Und es ist ein Licht das Kirchgänger anzuziehen vermag, denn diese Messen sind sehr gut besucht.

Warum nur, ihr lieben Priester, sei an dieser Stelle eindringlich gefragt, beschränkt ihr dieses warme, freundliche Licht auf wenige Tage im Advent, anstatt es im ganzen Jahreskreis zur Freude der Gläubigen und vollerer Kirchen kraftvoll erstrahlen zu lassen?



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Advent

  1. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  2. Was ist Zeit und jetzt gerade Weihnachtszeit?
  3. „O Sapientia“ – O Weisheit
  4. „O Emmanuel“ – Gott mit uns, Gott für uns, Gott in uns
  5. „O Rex Gentium“ – König der Völker, König des Staubs
  6. „O Oriens“ – Licht, das in die tiefste Nacht fällt
  7. „O Clavis David“ – Der Schlüssel zur Freiheit
  8. „O Radix Jesse“ – Hoffnung aus dem Stumpf
  9. „O Adonai“ – Der Gott im Feuer und der ausgestreckte Arm
  10. „Meine Adventskrippe steht unter einem Kreuz, das immer dort an der Wand hängt…“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz