Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Das Kommen des Lichtes

7. Dezember 2005 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Glühbirne kann das Kerzenlicht nicht ersetzen. Das gedämpfte, zarte Leuchten erwärmt die Herzen, zeigen adventliche Rorate-Messen. Von Franziskus von Ritter-Groenesteyn.


München (www.kath.net) So manch einer fragt sich dieser Tage, wie man Kirchen wieder füllen kann. Da werden im Vorfeld von Weihnachten folkloristische, musikalische und andere Veranstaltungen aller Art feilgeboten. Protestanten entblättern sich sogar im sakralen Raum für Erwachsenen-Kalender und cute looking priests posieren am Petersplatz für das jugendfreie katholische Gegenstück. Hilft das wirklich?

Ein Blick über konfessionelle Grenzen hinweg mag da Orientierung geben. Bei unseren orthodoxen Brüdern und Schwestern spielt das Licht eine große Rolle. Wer schon einmal an einer orthodoxen Liturgie teilnehmen durfte, wird sich erinnert fühlen an das Eintauchen in das mystische Licht sakralen Raums, einzig gerahmt von Weihrauch und choralem Gesang.

Leider hat Edisons Erfindung der Glühbirne zwar der Welt das Licht, aber der Kirche in gewisser Weise den Besucher-Tod gebracht. Jahrhunderte lang galt Kerzenlicht, sei es als ölgenährte silbern schimmernde Ampel, sei es als wohlriechendes Wachs fleißiger Bienen, als einzig angemessenes Mittel, uns die Suche nach dem wahren inneren Licht in unserer Mitte, spärlich, dafür zurückhaltend dezent, zu erhellen.

Wenn heute eine Heilige Messe gefeiert wird, gilt der erste Griff des Mesners dem Schalter an der Wand der Sakristei. Und allsogleich durchflutet kaltes erdwärts gerichtetes Licht unbarmherzig das Gotteshaus. Dies mag zwar dazu beitragen, dass man nun die Gotteslob-Lieder besser zu lesen vermag und jede Falte im Gesicht des Nachbarn erkennt, doch es zerstört empfindlich die Mystik des Raums. Wen wundert es da, wenn die Kirchen immer leerer werden.

Wie schön eine liturgische Feier im rechten Licht sein kann, hat uns die Vesper des Weltjugendtages auf dem Marienfeld, sprechend vor Augen geführt, die wohl noch allen in tiefer Erinnerung ist, die daran teilnehmen durften. Auch jetzt, dieser Tage, vermag, wer will, sich etwas von der mystischen Kraft gedämpften Lichtes wieder einzufangen.

Die Rede ist vom sogenannten, mancherorts frühmorgens, mancherorts frühabends zelebrierten Rorate-Amt. Dies ist eine Heilige Messe, deren Liturgie einzig im Licht von Hunderten von Kerzen erstrahlt. Es ist das adventliche Licht, das dem Kommen des Lichts der Welt vorausgeht. Und es ist ein Licht das Kirchgänger anzuziehen vermag, denn diese Messen sind sehr gut besucht.

Warum nur, ihr lieben Priester, sei an dieser Stelle eindringlich gefragt, beschränkt ihr dieses warme, freundliche Licht auf wenige Tage im Advent, anstatt es im ganzen Jahreskreis zur Freude der Gläubigen und vollerer Kirchen kraftvoll erstrahlen zu lassen?



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Advent

  1. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  2. Was ist Zeit und jetzt gerade Weihnachtszeit?
  3. „O Sapientia“ – O Weisheit
  4. „O Emmanuel“ – Gott mit uns, Gott für uns, Gott in uns
  5. „O Rex Gentium“ – König der Völker, König des Staubs
  6. „O Oriens“ – Licht, das in die tiefste Nacht fällt
  7. „O Clavis David“ – Der Schlüssel zur Freiheit
  8. „O Radix Jesse“ – Hoffnung aus dem Stumpf
  9. „O Adonai“ – Der Gott im Feuer und der ausgestreckte Arm
  10. „Meine Adventskrippe steht unter einem Kreuz, das immer dort an der Wand hängt…“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  3. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  4. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  7. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  11. Mit dem Rosenkranz im Gym
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  14. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz