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Küng: Sie haben die Neigung, immer auf die Kirche eine drauf zu hauen

24. Jänner 2005 in Österreich, keine Lesermeinung
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Heftiger Schlagabtausch zwischen Bischof Klaus Küng und Helmut Schüller in der ORF-Sendung "Offen gesagt"


Wien (www.kath.net)
Zu einem ungewöhnlichen Schlagabtausch kam es am Sonntag am Abend zwischen BischofKlaus Küng und Helmut Schüller, dem ehemaligen Generalvikar der Erzdiözese Wien, in der ORF-Sendung "Offen gesagt". In der Sendung, an der auch der Theologe Paul Zulehner und Heide Schmidt teilnahmen, ging es um das Thema "Kirchenaustritt". Küng meinte am Beginn, dass die Austrittswelle noch nicht vorbei sei. "Ich bin auch nicht sicher, ob wir schon am Tiefpunkt sind, obwohl ich Optimist bin. Wenn man genauer hinschaut, ist die Bindung zur Kirche bei so und so vielen dünn geworden. Es genügt ein Anlass, dass das zu Austritten führt."

Dann kam es zu einer ungewöhnlichen öffentlichen Kopfwäsche für Helmut Schüller. Schüller hatte behauptet, dass es in Ökumene mangelnde Fortschritte gebe und den Umgang der Kirche mit dem Priestermangel kritisiert. Der Bischof von St. Pölten kritisierte die "Managerlösungen" des Ex-Generalvikars und betonte, dass es einfache Lösungen nach dem Motto "wir nehmen den Zölibat weg" nicht geben könne. Küng zu Schüller: "Sie haben die Neigung, immer auf die Kirche eine drauf zu hauen." Der Bischof von St. Pölten betonte, dass das aber "überhaupt nichts löse" und das man die Dinge gründlicher diskutieren müsse. Zu den Einwänden von Küng an seiner Kritik meinte Schüller lapidar: "Man ist als Pfarrer auch nicht auf der Nudelsuppe dahergekommen." Der ehemalige Generalvikar hatte bereits am Samstag im Ö1-Mittagsjournal die Kirchenleitung scharf attackiert. KATH.NET berichtete



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