Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  12. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  15. Regenbogenparaden: Harsche Kirchenkritik in Sofia und Bukarest

Der Gott zur Rede stellte

5. Dezember 2004 in Buchtipp, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Jossel Rakovers Wendung zu Gott" ist ein gewaltiges Buch, das auf den Schrei nach dem "Warum" antwortet. Eine Besprechung von Petra Biermeier.


Wien (www.kath.net) Gott ist nicht tot. Er hat nur sein Gesicht verhüllt. Und wie. Zur Rede gestellt hat ihn deswegen der Jude Jossel Rakover, in den letzten Stunden vor seinem Tod im Warschauer Ghetto. Rakover antwortet auf das „Warum?“, an dem so viele Zeitgenossen zerbrechen. Er antwortet mit seinem eigenen Leben, um den Schrei zu stillen: Wo ist Gott angesichts AIDS-kranker Kinder und Naturkatastrophen? Wo ist er? Wo?

Der Schrei verhallt. Und dann kommt das leise Kritzeln auf einem Stück Papier. „Ich glaube an den Gott Israels, auch wenn Er alles getan hat, dass ich nicht an Ihn glauben soll“, schreibt Jossel Rakover. Er schreibt. Oder schreit er? „Ich glaube an Seine Gesetze, auch wenn ich Seine Taten nicht rechtfertigen kann.“

Das fiktive Testament des Jossel Rakover hat Zvi Kolitz verfasst, Paul Badde hat es aus dem Jiddischen ins Deutsche übertragen. „Jossel Rakovers Wendung zu Gott“ – erschienen in einer zweisprachigen Ausgabe – ist ein gewaltiges Buch, über dem ein mit dem letzten Willensrest angestrengtes „Trotzdem!“ steht. „Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle. Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.“

Die Worte an der Wand eines Kellers in Köln am Rhein, wo sich während des Krieges einige Juden versteckt hielten, sind auch die Gedanken des Warschauer Juden. Eine große Wahrheit bricht aus ihm heraus, die er auf einem Stück Papier festhalten will, das er später in eine leere Flasche steckt. Sollte jemals einer diese Zeilen lesen, „wird er vielleicht das Gefühl von einem Juden verstehen, der als Gottverlassener gestorben ist, von Gott, an den er so fest glaubt“.

Paul Badde hat sich auf die Suche gemacht nach dem Autor, von dem er meinte, er sei längst tot. Aber nein, er lebt, und zwar in New York, erfährt er zu seiner Überraschung. Der Weg zu Zvi Kolitz liest sich wie ein spannender Kurzkrimi. Journalist, Werber, Filmemacher, Produzent und Lehrer, das war Zvi Kolitz, der 1912 in Alytus, Litauen, als Sohn eines hochangesehenen Rabbiners geboren wurde und 2002 in New York starb.

Das Buch lebt auch von den Zeichnungen Tomi Ungerers. Es ist ein „Licht gegen die Finsternis und es brennt, jeden Leser ergreifend, aus einer schier unerschütterlichen inneren Kraft“ („Die Gazette“).

Zvi Kolitz, Jossel Rakovers Wendung zu Gott. Jiddisch-Deutsch. Herausgegeben von Paul Badde. Mit Zeichnungen von Tomi Ungerer.
23,60 Euro.

Das Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der BuchhandlungCHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der BuchhandlungImmanuel (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligenPortokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligenLändern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gott

  1. "Am Ende wartet Gott – warum Denken in die Anbetung führt"
  2. Gott in Frankreich
  3. Meine Liebe ist ansteckender als jede Pandemie - Leseprobe 2
  4. Meine Liebe ist ansteckender als jede Pandemie
  5. Die Lehninsche Weissagung
  6. Gott und die Welt
  7. Gott und die Welt
  8. Gibt es einen Gott oder keinen?
  9. Verteidigung des Primats des Allerhöchsten - Worte des ewigen Lebens
  10. Gott macht unruhig






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Kasper: Deutschsprachige Theologie ist Christologie-vergessen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz