Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  5. "Vaccine Amen"
  6. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  7. Panik in Magdeburg
  8. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  9. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  10. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  11. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  15. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!

EU-Bischöfe zu „My Voice, My Choice“: „Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft“

6. März 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


COMECE zeigt sich „ernsthaft“ besorgt, weil EU-Kommission erklärt, EU-Mittel könnten verwendet werden, um einen grenzüberschreitenden „Zugang zu rechtlich zulässigen, sicheren und erschwinglichen Schwangerschaftsabbruchsdiensten“ zu ermöglichen.


Brüssel (kath.net/COMECE) „Die COMECE bekräftigt, dass Europa — wenn es seinen grundlegenden Werten von Menschenwürde, Solidarität und Gleichheit treu bleiben will — konkrete und nachhaltige Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenslagen braucht. Frauen müssen wirklich befähigt werden, Mutterschaft anzunehmen, und dürfen sich niemals aufgrund sozialer oder wirtschaftlicher Zwänge zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt fühlen. Politiken, die Mutterschutz, Familienförderung und soziale Inklusion stärken, fördern die Würde der Frau und stärken den Zusammenhalt in der Union. Abschließend fordern wir nachdrücklich, dass Fragen, die die innewohnende Würde der menschlichen Person, das grundlegende Recht auf Leben und den Schutz der Schwächsten betreffen, im politischen Diskurs weder instrumentalisiert noch für ideologische Zwecke missbraucht werden dürfen.“ Darauf weist die „Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft“ (COMECE) in ihrem aktuellen Statement hin.

kath.net dokumentiert die Erklärung des Präsidiums der COMECE zur Entscheidung der Europäischen Kommission betreffend die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ in voller Länge:

Eine Entscheidung, die ernsthafte Bedenken aufwirft: Anerkennung der Subsidiarität bei gleichzeitiger Ermöglichung der ausdrücklichen Verwendung von EU-Mitteln für grenzüberschreitenden Schwangerschaftsabbruch


Das Präsidium der COMECE begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Rat keinen Vorschlag für einen Rechtsakt zur Einrichtung eines neuen Finanzierungsprogramms vorzulegen, wie es von der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „My Voice, My Choice“ gefordert und vom Parlament unterstützt wurde. Diese Entscheidung anerkennt, die Grenzen der Zuständigkeiten der Europäischen Union zu respektieren und das Subsidiaritätsprinzip zu wahren.

Gleichzeitig bringt die COMECE ihre ernsthafte Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass die Kommission ausdrücklich erklärt, EU-Mittel könnten verwendet werden, um einen grenzüberschreitenden „Zugang zu rechtlich zulässigen, sicheren und erschwinglichen Schwangerschaftsabbruchsdiensten“ zu ermöglichen. Die Kommission verweist insbesondere auf die Möglichkeit, den bestehenden Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) durch Änderungen der nationalen oder regionalen Programme zu mobilisieren.

Der ESF+ wurde ursprünglich geschaffen, um soziale Inklusion zu fördern, Beschäftigung zu unterstützen und Familien — insbesondere solche mit Kindern — vor Armut zu bewahren. Die Umwidmung dieses Finanzinstruments zur Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen, auch für Frauen aus Mitgliedstaaten mit restriktiverem Zugang, entfernt sich von seinem ursprünglichen Zweck und birgt die Gefahr politischer Spannungen anstatt der Stärkung des Zusammenhalts. Ein solcher Ansatz stellt keine echte Unterstützung für Frauen in vulnerablen Situationen dar. Vielmehr benötigen vulnerable Frauen in allen Regionen der Union wirksame soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, ihre Schwangerschaft, ohne negative soziale oder wirtschaftliche Folgen für sich selbst oder ihr Kind auszutragen. Daher lehnen wir die Verwendung eines ursprünglich zur Armutsbekämpfung vorgesehenen europäischen Fonds zur Finanzierung grenzüberschreitender Schwangerschaftsabbrüche ab.

Auf der Ebene der Prinzipien und Werte, die das politische Handeln und die Politik der Europäischen Union stets leiten müssen, bekräftigt die COMECE:

Direkter Schwangerschaftsabbruch — das heißt als Ziel oder Mittel gewollt — ist ein schwerwiegender Verstoß gegen das sittliche Gesetz. Dies ist die ständige Lehre der katholischen Kirche. Wissenschaftliche Forschung bestätigt zunehmend, dass mit der Befruchtung ein neuer Mensch entsteht, der eine ihm innewohnende Würde besitzt und des grundlegenden Schutzes bedarf, der jedem menschlichen Leben zukommt.

Die COMECE bekräftigt, dass Europa — wenn es seinen grundlegenden Werten von Menschenwürde, Solidarität und Gleichheit treu bleiben will — konkrete und nachhaltige Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenslagen braucht. Frauen müssen wirklich befähigt werden, Mutterschaft anzunehmen, und dürfen sich niemals aufgrund sozialer oder wirtschaftlicher Zwänge zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt fühlen. Politiken, die Mutterschutz, Familienförderung und soziale Inklusion stärken, fördern die Würde der Frau und stärken den Zusammenhalt in der Union.

Abschließend fordern wir nachdrücklich, dass Fragen, die die innewohnende Würde der menschlichen Person, das grundlegende Recht auf Leben und den Schutz der Schwächsten betreffen, im politischen Diskurs weder instrumentalisiert noch für ideologische Zwecke missbraucht werden dürfen.

Archivfoto (c) COMECE


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Europa

  1. Bischofskonferenzen Europas beten in der Fastenzeit für Frieden
  2. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  3. Menschenrecht auf Abtreibung?
  4. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  5. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  6. Papst fordert Schutz des religiösen Erbes Europas
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"
  9. P. Wallner: Weltmission Schlüssel für Aufbruch der Kirche in Europa
  10. US-Vizepräsident Vance: ‚Europa läuft Gefahr, zivilisatorischen Selbstmord zu begehen‘






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  10. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz