Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  7. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  11. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. R.I.P. Dolly Parton

Die AfD springt nun aber dem „blutigsten Islamisten-Regime der Welt“ zur Seite!

3. März 2026 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ehemaliger AfD-Pressesprecher Collin McMahon wirft der eigenen Partei in der "Jungen Freiheit" "Historisches Versagen" in der Iran-Politik vor


Berlin-Teheran (kath.net) In einem Gastbeitrag für die Junge Freiheit übt der Journalist und ehemalige AfD-Pressesprecher Collin McMahon scharfe Kritik an der Parteispitze von Weidel und Chrupalla. Der Vorwurf: Die AfD agiere angesichts des drohenden Sturzes des islamistischen Regimes im Iran völlig an der Stimmung vorbei und verspiele damit eine historische Chance auf neue Verbündete.

McMahon, der seit 2018 Kontakte zur iranischen Opposition pflegt, beschreibt in seinem Artikel den weiten Weg, den Teile der Partei einst zurückgelegt hatten, um als Unterstützer der Freiheitsbewegung im Iran wahrgenommen zu werden. Damals sei es gelungen, das Interesse von US-Diplomaten wie Richard Grenell zu wecken und eine Brücke zur Trump-Administration zu bauen. Die iranische Diaspora in Deutschland – rund 320.000 Menschen, viele davon konservativ und wahlberechtigt – habe die AfD zeitweise als einzige Kraft wahrgenommen, die das Leid unter den Mullahs thematisierte.


Der „Enthauptungsschlag“ und die Reaktion der AfD

Auslöser der aktuellen Kritik ist ein massiver militärischer Schlag (laut Bericht am 28. Februar 2026) gegen die Führung des Mullah-Regimes und die Villa des Obersten Führers Ali Chamenei. Während iranische Patrioten weltweit das Ende der Diktatur feierten, reagierte die AfD-Führung mit einer offiziellen Erklärung, die „große Sorge“ über die Angriffe Israels und der USA ausdrückte und zur „unbedingten Zurückhaltung“ aufrief.
Widerspruch zum eigenen Profil?

McMahon wirft der Parteiführung vor, ihre eigenen Prinzipien zu verraten:

Islamismus-Kritik: Die AfD präsentiere sich als Bollwerk gegen den Islamismus, springe nun aber dem „blutigsten Islamisten-Regime der Welt“ zur Seite.

Verhältnis zu den USA: Während Außenpolitiker wie Markus Frohnmaier versuchen, Kontakte nach Washington zu knüpfen, signalisiere die Parteispitze durch ihre Kritik an den US-Maßnahmen, kein verlässlicher Partner für die Republikaner unter Donald Trump zu sein.

Vorwurf der „Putin-Hörigkeit“

Der Autor findet deutliche Worte für das Agieren von Weidel und Chrupalla. Nach außen wirke die Partei zunehmend wie eine „Außenstelle Wladimir Putins“. Ein anderes Motiv, dem Mullah-Regime beizustehen und Trump sowie Netanjahu in den Arm zu fallen, könne er nicht erkennen.

Damit, so McMahon, überlasse man das Feld kampflos der CDU unter Bundeskanzler Friedrich Merz und verliere die Glaubwürdigkeit bei jenen Menschen, die im Iran für Freiheit kämpfen. Die AfD drohe so, eine „historische Stunde“ und das Potenzial der iranischen Gemeinschaft als wertvolle Verbündete endgültig zu verspielen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Iran

  1. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  2. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  3. Iran: Assyrische Patriarchen rufen zum Frieden auf
  4. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  7. ".. als würde man Hitler nach der Reichspogromnacht zu einer Weltveranstaltung einladen"
  8. „Wo ist Fridays for Future?! Wo ist Greta?! Wo ist die UNO?! Wo ist Amnesty International?!“
  9. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  10. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz