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Großbritannien: König Charles III. besucht das Arbeitszimmer von John Henry Newman

5. September 2025 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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"Wenn man bedenkt, wie sehr Newman die Konversion von Anglikanischer Kirche zur röm.-kath. Weltkirche ihn ins gesellschaftliche Abseits katapultiert hatte, darf dieser Besuch auch heute noch als bemerkenswert gelten" - VIDEOS - Von Petra Lorleberg


Birmingham (kath.net/pl) „In Birmingham besuchte der König das Oratorium des Heiligen Philipp Neri… Seiner Majestät wurde das Kardinalszimmer gezeigt, das noch heute genauso aussieht, wie der Heilige John Henry es nach seinem Tod im Jahr 1890 hinterlassen hat. Es gibt weder Heizung noch Strom, und Newmans Bücher, Besitztümer, Rosenkränze und Kleidungsstücke sind unberührt.“ Darüber informiert der offizielle Auftritt der britischen königlichen Familie auf X. Dazu kommt auch die – allerdings ungenaue – Information, dass „das Oratorium“ 1909 eröffnet worden sei, John Henry Newman hatte jedoch das Oratorium in Birmingham bereits 1848 gegründet, mit ausdrücklicher Erlaubnis von Papst Pius IX. von 1845. Die Jahreszahl „1909“ bezieht sich auf den Bau der heutigen Kirche, die Newman (1801-1890) allerdings nicht mehr gesehen hatte. King Charles ist das weltliche Oberhaupt der Anglikanischen Staatskirche.

Das dazu von Britischen Palast veröffentlichte Fotomaterial zeigt König Charles vor einem Bildnis Newmans in der Seitenkapelle, in der auch die Reliqien des Heiligen gehütet werden (im Video des Palastes ist dazu noch mehr Bildmaterial), bei der Besichtigung der sehenswerten Oratoriumskirche sowie im original erhaltenen Arbeitszimmer des Gelehrten. Offenbar werden Charles sogar handschriftliche Originalaufzeichnungen Newmans gezeigt.


Der Twitterauftritt benutzt für Newman den Titel „Kardinal“. Die innerkatholischen Bezeichnungen „heilig“ und „Kirchenlehrer“ finden sich nicht. Immerhin wird auf dem Videokanal des Königshauses auch die "Kanonisierung", also Selig- bzw. Heiligsprechung erwähnt. Auf jeden Fall aber lässt der Zeitpunkt dieses Besuches den Schluss zu, dass die Ernennung des bemerkenswerten britischen Gelehrten Newman zum Kirchenlehrer den eigentlichen Anlass zu diesem Besuch geboten hat.

Wenn man bedenkt, wie sehr die Konversion Newmans (1845) von der Anglikanischen Staatskirche zur römisch-katholischen Weltkirche den Gelehrten seinerzeit ins gesellschaftliche Abseits und in die Verachtung katapultiert hatte, darf es auch heute noch als bemerkenswert gelten, dass ein englischer König eigens dessen Lebensumfeld besucht.

Papst Benedikt XVI. hatte 2011 das Philipp-Neri Oratorium in Birmingham besucht, unmittelbar zuvor hatte er Newman feierlich seliggesprochen. 

Papst Franziskus hatte den wirkungsreichen englischen Theologen dann 2019 heiliggesprochen.

Dass Papst Leo XIV. den englischen Kardinal nun zum Kirchenlehrer erheben wird, kam allerdings überraschend. Ob Papst Leo privat sein noch junges Pontifikat eventuell unter den Schutz dieses bemerkenswerten Konvertiten stellen möchte, ist eine Frage, die sich derzeit nicht beantworten lässt - sie zu stellen ist anhand dieser auffallenden Entscheidung allerdings legitim.

Filmmaterial des Britischen Königlichen Palastes vom Besuch von König Charles III. im Birmingham Oratory:

Eindrücke aus der Seligsprechung von Kardinal Newman durch Papst Benedikt XVI. in Birmingham:

Tweet der "Königlichen Familie" über den Besuch von Charles III. im Oratorium:

Weitere Informationen über das Birmingham Oratory und die Räume von Kardinal Newman finden sich auf diesem etwas älteren Video:

Fotos oben (c) The Royal Family/Twitter/Screenshots


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