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BBC: Dänemarks Premierministerin entschuldigt sich bei den Opfern der Zwangsverhütung in Grönland

28. August 2025 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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In den 1960er und 1970er Jahren wurde Tausenden von Inuit-Frauen und -Mädchen im Alter von nur 12 Jahren unwissentlich Kupferspiralen in die Gebärmutter eingesetzt und damit gezielt Unfruchtbarkeit ausgelöst.


Kopenhagen – Nuuk (kath.net) Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat sich bei den grönländischen Frauen und ihren Familien entschuldigt, die von der ihrer Meinung nach „systematischen Diskriminierung“ während einer Verhütungskampagne betroffen waren.

In den 1960er und 1970er Jahren wurden im Rahmen eines von dänischen Ärzten durchgeführten Verhütungsprogramms Tausende von Inuit-Frauen und -Mädchen im Alter von nur 12 Jahren Kupferspiralen in die Gebärmutter eingesetzt und sie wurden damit unfruchtbar gemacht, so berichtete die BBC. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet, dass diese Methode der unfreiwilligen Empfängnisverhütung sogar bis1991 fortgeführt worden sei.


„Wir können das Geschehene nicht ändern. Aber wir können Verantwortung übernehmen“, sagte Frederiksen zu dem Skandal, berichtete die BBC weiter. „Im Namen Dänemarks möchte ich mich entschuldigen“, denn die Opfer hätten „sowohl körperlichen als auch psychischen Schaden erlitten“.

Das Ausmaß des Verhütungsprogramms wurde erstmals 2022 durch den investigativen Podcast namens „Spiralkampagnen“ ans Licht gebracht. In den letzten Jahren haben sich viele Frauen gemeldet und angegeben, dass ihnen ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung eine Spirale eingesetzt wurde.

Dänemark hatte sich bereits 2022 öffentlich dafür entschuldigt, dass in den 50er Jahren Kinder aus Grönland nach Dänemark gebracht worden waren.

Foto: Erster Schultag am 14. August 2007 an der Prinsesse-Margrethe-Schule in Upernavik, die Schulkinder tragen die Nationaltracht © Wikipedia/Kim Hansen/CC BY-SA 4.0


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