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Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“

vor 2 Stunden in Deutschland, keine Lesermeinung
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Bekannter Managementberater und Autor: „Ich bereue es nicht, bedauere es sehr. Aber diese Organisation hat den Boden verloren. Traurig“ – Grund u.a.: 100.000 Euro für umstrittene NGO „Luftbrücke Kabul“ aus Kollektengeldern


Hannover (kath.net) „Ich bin, aus einer Vielzahl von Gründen und dieser gehört dazu, nach jahrelanger Überlegung und mit sehr großem Bedauern, Anfang des Jahres aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten. Ich bereue es nicht, bedauere es sehr. Aber diese Organisation hat den Boden verloren. Traurig.“ Das schreibt Prof. Dr. Guido Quelle auf seinem Auftritt auf X. Er bezieht sich explitzit auf eine Nachricht der „Welt“, dass der evangelische Bischof Christian Stäblein, der Flüchtlingsbeauftragte der EKD, angekündigt hat, dass man „100.000 Euro aus Kollekten an die Kabul Luftbrücke“ geben werde, um die Klageverfahren der Betroffenen zu unterstützen und ihre humanitäre Versorgung zu sichern“.


In der Diskussion unter diesem Tweet schreibt Quelle außerdem, dass er sich „lange nicht gekümmert, dann sporadisch geärgert“ habe. Doch dann seien „zahlreiche politische No-Gos“ gekommen und er habe daraufhin „die Summen der letzten 32 Jahre addiert, die ‚Eigentumswohnung‘ gesehen und mich gefragt: Wo ist hier eigentlich der Fehler? Unterstützung einer ehemals glaubensvermittelnden Organisation, die augenscheinlich politischer wird, in eine Richtung, die Du anders siehst und Du finanzierst den Laden? Nein.“ 

Er ergänzt: „Immer mehr politische Punkte, die ich anders sehe, immer weniger Zeit für die Vermittlung christlicher Werte, immer weniger des Bewahrens, immer weniger Punkte, bei denen ich sage: ‚Das war klasse!“? Hier habe ich Gelegenheit auszutreten und diese habe ich genutzt.“

Das Maß sei bei ihm voll gewesen, schildert er, als er „die Summe der letzten 30 Jahre“ gesehen habe, „deutlich sechsstellig, ich nie etwas gehört habe, obwohl ich sicher zu den Hauptbeitragenden gehört habe und ich dann die ganzen Dinge sah, die ich überhaupt nicht teile, war es aus.“ 

Außerdem kritisiert der Unternehmer, dass er zwar „ein kleines Vermögen an die Institution gezahlt“ habe, sich aber „nie (!)“ jemand gemeldet habe – obwohl sich sonst „jede gemeinnützige Organisation … für 50 Euro“ bedanke.

Unter diesem Post entspann sich eine Diskussion. Jemand kommentierte: „Gute Entscheidung. Wenn Sie gläubig sind und es über sich bringen, könnten Sie ja noch zu den Katholiken überwechseln. Da ist zwar auch genug Kritik angebracht, aber wenigstens kommt man sich bei der Predigt nicht vor wie auf einem Parteitag der Grünen.“ Quelle antwortete mit einem Nein.

Eine andere Userin schreibt, dass sie „Anfang des Jahres ebenfalls aus Überzeugung diesen Weg gegangen“ sei. Denn sie möchte mit ihrer Steuer „nicht weiterhin diesen und weitere Irrwege finanzieren müssen. Dennoch bleibe ich ja weiterhin Christin. Traurig bleibt es dennoch.“

 


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