Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  15. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz

Papst am Welttag gegen Drogen: Suchtursachen bekämpfen, nicht Opfer

27. Juni 2025 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zahl der Drogenkonsumenten weltweit laut UN-Angaben zuletzt auf 316 Millionen gestiegen - Entwicklung wird begünstigt durch einen perfiden Markt mit vielen Profiteuren und noch mehr Opfern, warnt Papst Leo


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat anlässlich des Welttages gegen Drogen zur Ursachenbekämpfung und Solidarität mit den Opfern des perfiden und weitverzweigten Geschäftes aufgerufen. "Unser Kampf richtet sich gegen diejenigen, die Drogen und jede andere Sucht - denken Sie an Alkohol oder Glücksspiel - zu ihrem großen Geschäft machen", sagte er am Donnerstag im Vatikan vor Engagierten gegen Drogensucht, darunter Männer und Frauen aus Politik und Hilfsorganisationen sowie ehemalige Abhängige.

"Es gibt riesige Interessenkonzentrationen und verzweigte kriminelle Organisationen, die zu zerschlagen die Aufgabe der Staaten ist", unterstrich der Papst. "Es ist einfacher, ihre Opfer zu bekämpfen. Zu oft wurde und wird im Namen der Sicherheit ein Krieg gegen die Armen geführt, der die Gefängnisse mit Menschen füllt, die nur das letzte Glied in einer Kette des Todes sind", kritisierte Leo. Dagegen gewännen die Verursacher an Einfluss und blieben straffrei. "Unsere Städte müssen nicht von den Ausgegrenzten, sondern von der Ausgrenzung befreit werden; sie müssen nicht von den Verzweifelten, sondern von der Verzweiflung befreit werden", appellierte das Kirchenoberhaupt.


Drogen als unsichtbares Gefängnis

Drogen seien "ein unsichtbares Gefängnis" und letztlich eine "Täuschung" der menschlichen Sehnsucht, betonte Leo. "Wenn ich Ihnen begegne, denke ich an den Abgrund meines Herzens und jedes menschlichen Herzens", bekannte er. "Wir suchen Frieden und Freude, wir dürsten danach. Und viele Täuschungen können uns auf dieser Suche enttäuschen und sogar gefangen nehmen."

Den Einsatz seiner Gäste gegen verschiedenste Arten von Süchten würdigte der Papst als "Zeugnis der Freiheit". Die Jugendlichen nannte er wichtige Akteure der Erneuerung. "Gemeinsam werden wir die unendliche Würde, die jedem Menschen innewohnt, über alle entwürdigenden Abhängigkeiten hinweg zur Geltung bringen", betonte Leo XIV.

UN: 316 Millionen Drogenkonsumenten weltweit

Der 26. Juni ist der "Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr". Wegen zunehmender globaler Instabilität ist die Zahl der Drogenkonsumenten weltweit auf 316 Millionen gestiegen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Auswertung des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien hervorgeht. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2023. Für 2022 waren die Experten noch von 292 Millionen Konsumenten ausgegangen.

"Organisierte Drogenbanden nutzen globale Krisen aus und nehmen verletzliche Bevölkerungsgruppen ins Visier", kommentierte UNODC-Chefin Ghada Waly die neuen Erkenntnisse. Sie rief die internationale Gemeinschaft zu verstärkten Anstrengungen auf, um die kriminellen Netzwerke zu bekämpfen.

Kokainmarkt wächst rasant

Mit 244 Millionen Konsumenten ist Cannabis den Angaben zufolge weiter die am häufigsten konsumierte Droge, gefolgt von Opioiden (61 Millionen), Amphetaminen (30,7 Millionen), Kokain (25 Millionen) und Ecstasy (21 Millionen). Alkohol und Tabak sind in der Auswertung nicht enthalten.

Besorgniserregend ist laut den UN-Experten vor allem der rasant wachsende Kokain-Handel, der neue Höchststände erreicht habe. "Die illegale Produktion stieg sprunghaft auf 3.708 Tonnen, fast 34 Prozent mehr als 2022", heißt es in der aktuellen Analyse. Die Zahl der Konsumenten sei binnen eines Jahrzehnts um acht Millionen gewachsen. Dabei beschränkten sich die brutale Gewalt und die Konkurrenz unter den Drogenkartellen längst nicht mehr auf Lateinamerika. Speziell in Afrika, Asien, aber auch in Europa würden immer neue Märkte erschlossen - mit verheerenden Folgen für die Gesellschaft.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  12. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  13. Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte: Kirchenrecht soll dem Heil der Seelen dienen
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Vor 100 Jahren: Guadalupe-Bild heimlich in Kleiderschrank versteckt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz