Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Pfarrer von Blatten: Menschen zwischen Schock und Hoffnung

2. Juni 2025 in Schweiz, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schweizer Lötschental: Seelsorger spricht mit von Bergsturz Betroffenen - "In der Kirche von Blatten gab es eine Darstellung des Kreuzes mit dem leidenden Gesicht Christi. Das spiegelt unser Leiden wider: Die Wunden Christi sind auch unsere Wunden"


Zürich (kath.net/KAP) Nach dem Gletscherabbruch im Schweizer Wallis sitzen Schock und Schmerz bei den betroffenen Menschen aus dem von Geröll- und Schlamm-Massen begrabenen Ort Blatten tief. Viele Blattnerinnen und Blattner seien sehr betroffen und vor allem skeptisch, was die Zukunft angeht, berichtete der katholische Pfarrer im Lötschental, Thomas Pfammatter, dem Online-Portal "kath.ch" (Sonntag) von der schwierigen Lage. "In den gemeinsamen Gesprächen ist aber auch so etwas wie eine neue Hoffnung zu spüren - bedingt durch Gefühle wie: Wir halten jetzt alle zusammen. Wir geben nicht auf. Wir helfen einander", sagte Pfammatter.

Als Seelsorger versuche er, für die Menschen da zu sein, ihnen zuzuhören und ein gemeinsames Miteinander im Glauben aufrechtzuerhalten und zu stärken. "Die Leute sind sehr dankbar, wenn sie reden können. Dieses Zuhören und Redenlassen hat etwas Tröstendes." Im Sonntagsgottesdienst sei er auf die gemeinsame Verbundenheit in der Not eingegangen und die Solidarität. Er bekomme in diesen Tagen auch viele E-Mail-Nachrichten mit Zuspruch von Menschen, auch aus dem Ausland, die er gar nicht kenne. "Die schreiben: Wir denken an Euch, wir sind bei Euch. Das ist eine sehr schöne Erfahrung."


Nicht nur die Häuser vieler Bewohnerinnen und Bewohner, auch die Kirche und der Friedhof von Blatten wurden durch den Bergsturz zerstört. "In der Kirche von Blatten gab es eine Darstellung des Kreuzes mit dem leidenden Gesicht Christi. Das spiegelt unser Leiden wider: Die Wunden Christi sind auch unsere Wunden, seine Tränen sind auch unsere Tränen", so der Pfarrer.

Der Glaube mache in der aktuellen Situation vielen Mut, weil sie in der Gemeinschaft etwas Stärkendes empfänden, berichtete Pfammatter. Es gebe aber auch Menschen die von sich sagen, sie könnten jetzt nicht mehr beten. "Ich habe gerade mit einem jungen Mann gesprochen, der mir sagte: Ich kann Gott ab sofort nicht mehr danken und ich gehe jetzt nicht mehr in die Kirche. Ich habe ihm geantwortet: Du musst Dich nicht bedanken, Du kannst Gott auch von Deiner Wut berichten, von Deiner Sprachlosigkeit. Er ist dennoch heute im Gottesdienst gewesen. Ich denke, es braucht einige Zeit, bis diese Trauerphase überwunden werden kann."

Die evakuierten Bewohner von Blatten besuchen derzeit Gottesdienste in anderen Pfarren des Pastoralraums, so der Pfarrer. "Wir haben aber nun beschlossen, dass es jeweils unter der Woche und am Wochenende in Wiler einen speziellen Gottesdienst für die Blattnerinnen und Blattner geben wird - damit sie ein Gefühl von religiöser Heimat wieder erleben können."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Symbolbild (c) pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 JP2B16 3. Juni 2025 
 

Mein ganzes Mitgefühl ob der unsäglichen Tragik und all meine Gebete ...

...sollen in diesen Tagen den Dorfbewohnern und ihren Familien gelten. Gott hört ihr Klagen und wird sich in all seiner Größe barmherzig erweisen.

Bereits am zweiten Tag der Erscheinungen in Medjugorje, am 26.Juni 1981 flehte die Muttergottes die Kinder an mit den Worten: "Friede, Friede, Friede - und nur Friede! Friede zwischen Gott und Mensch, Friede unter euch. Betet und fastet so könnte ihr den Krieg und Naturkatastrophen verhindern."


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz