Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien

Wo ist Neros Nachfolger?

3. Juni 2025 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wo ist das Römische Reich? Antwort: Nirgendwo. Es ist zu Staub zerfallen. Aber wo ist das Reich des galiläischen Fischers, der auf dem Vatikanhügel begraben ist? Überall auf der Welt…


Rom (kath.net / pk) „Wo ist das Römische Reich? Antwort: Nirgendwo. Es ist zu Staub zerfallen. Aber wo ist das Reich des galiläischen Fischers, der auf dem Vatikanhügel begraben ist? Überall auf der Welt…“ Das schreibt der US-amerikanische Bischof Robert Barron in einem aktuellen Beitrag auf „Word on Fire“, in dem er seine Erlebnisse rund um die Papstwahl in Rom reflektiert.

„Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, war ich Anfang des Monats in Rom und habe für verschiedene Nachrichtensender, die über das päpstliche Konklave berichteten, Kommentare abgegeben. Es waren faszinierende, anstrengende und aufregende sieben Tage! Und sie gipfelten zum Erstaunen aller in der Wahl eines Papstes aus Amerika, ja aus meiner Heimatstadt Chicago“, schreibt Barron.

Er habe viel Zeit damit verbracht, in Rom herumzufahren und sei permanent an Denkmälern des antiken Imperiums vorbeigekommen. „Ich fuhr am Largo Argentina vorbei, wo Julius Cäsar im Jahr 44 v. Chr. ermordet wurde. Ich entdeckte den Circus Maximus, wo regelmäßig Spiele und Wagenrennen stattfanden, als Rom auf dem Höhepunkt seines Einflusses war.“ Es sei „unmöglich, all dies zu sehen, ohne über die Größe des Römischen Reiches zu staunen“.


Um das Jahr 60, als Rom den gesamten Mittelmeerraum beherrschte und seine Armeen Millionen von Menschen in Angst und Schrecken versetzten, kam schließlich ein Fischer mittleren Alters aus Kaparnaum in Galiläa auf den Weg in die große Stadt. Er hieß Simon Bar-Jonah. „Dieser Mann hatte Jesus von Nazareth gekannt, der ihm den Spitznamen ,Petrus‘ oder ,Rocky‘ gegeben hatte“, schreibt Barron.

„Und er kam nach Rom, um der Welt zu verkünden, dass sein Freund, den der römische Statthalter brutal gekreuzigt hatte, von den Toten auferstanden war.“ Petrus wurde daraufhin um das Jahr 64 herum zum Circus Nero außerhalb der Stadt gebracht und kopfüber gekreuzigt; sein Leichnam wurde auf dem Vatikanhügel begraben. „Jeder, der diese Szene beobachtete, hätte getrost voraussagen können, dass der arme Mann für immer vergessen sein würde und dass die Bewegung, für die er eintrat, schon bald von dem mächtigen römischen Moloch vernichtet werden würde.“

Aber es kam ganz anders. „Du bist der Fels, auf den ich meine Kirche bauen will, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen“, sprach Jesus über Petrus aus. Bischof Barron: „Aber wo ist das Römische Reich? Antwort: Nirgendwo, es ist zu Staub zerfallen. Wo ist der Nachfolger von Nero? Antwort: Es gibt ihn nicht. Und was ist mit dem Forum, dem Kolosseum, dem Circus Maximus und dem kaiserlichen Palast auf dem Palatinhügel? Antwort: Lauter Ruinen. Aber wo liegt das Reich des galiläischen Fischers auf dem Vatikanhügel begraben? Überall auf der Welt, von Osten nach Westen, von Norden nach Süden…“

Es sei „eine empirisch nachweisbare Tatsache, dass es den Feinden der Kirche trotz ihrer größten Anstrengungen nicht gelungen ist, sie zu Fall zu bringen“. Barron zitierte den heiligen Augustinus, der zu Beginn des fünften Jahrhunderts das Traktat „Die Stadt Gottes“ verfasste. Inhaltlich geht es darum, dass die römische Ordnung, die auf Gewalt und Herrschsucht beruht, nicht lange Bestand haben kann und dass die Ordnung des Reiches Christi, die auf Vergebung, Barmherzigkeit und Gewaltlosigkeit beruht, bis zur Wiederkunft des Herrn Bestand haben wird.

Augustinus stelle seinen Lesern eine einfache, aber eindringliche Frage, erklärte Barron: „In welcher Stadt wirst du Bürger werden? Welchem König wirst du folgen? Mein Aufenthalt in Rom, der mir das Reich Cäsars und das Reich Christi so lebhaft vor Augen führte, zwingt mich, mich mit denselben Fragen auseinanderzusetzen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  5. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  15. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz