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Rom-Pilger können den Prediger des Papstes live erleben

18. März 2025 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Vatikan-Fastenpredigten des Kapuzinerbruders Pasolini erstmals für alle Interessierte zugänglich


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat die Fastenpredigten des Päpstlichen Hauspredigers Roberto Pasolini für die Allgemeinheit geöffnet. Wie das Presseamt am Montag mitteilte, werden die Ansprachen "für alle Interessierten" zugänglich gemacht. Sie finden in der Regel in der vatikanischen Audienzhalle statt, die über mehr als 6.000 Sitzplätze verfügt.

Bisher waren zu den Fastenpredigten die Kurienkardinäle und alle übrigen Vatikan-Angestellten eingeladen. Wegen der Erkrankung des Papstes fallen derzeit alle sogenannten Generalaudienzen aus, bei denen der Pontifex jede Woche am Mittwoch zu mehreren tausend Pilgern spricht. Darüber hinaus wurden zuletzt auch die Sonderaudienzen des Papstes gestrichen, die Franziskus im Rahmen des Heiligen Jahres an etwa zwei bis drei Samstagen im Monat halten wollte.


Die Fastenpredigten Pasolinis stehen unter dem Thema "Verankert in Christus - Verwurzelt und gegründet in der Hoffnung des neuen Lebens". Sie finden jeweils freitagmorgens um 9 Uhr am 21. und 28. März sowie am 4. und 11. April statt. Während drei Predigten in der großen Audienzhalle gehalten werden, ist die Predigt vom 4. April in der Sala Clementina des Apostolischen Palastes vorgesehen, die nur einige hundert Menschen fasst.

Pasolini war im November von Papst Franziskus zum neuen "Prediger des Päpstlichen Hauses" ernannt worden. Als Hausprediger ist er Nachfolger von Kardinal Raniero Cantalamessa (90), der bereits seit 1980 den Päpsten ins Gewissen redete. Pasolini stammt aus Mailand und unterrichtet an der dortigen Theologischen Fakultät von Norditalien Bibelexegese. Zudem arbeitet er mit der Erzdiözese Mailand bei der Ausbildung von Religionslehrern zusammen. Er ist Autor mehrerer Artikel und Bücher über biblische Spiritualität und widmet sich der Predigt bei Exerzitien und geistlichen Übungen.

Der päpstliche Hausprediger hält traditionell die Karfreitagspredigt im Petersdom, außerdem predigt er im Advent und in der Fastenzeit vor Papst und Kurienspitzen. Mit dieser Aufgabe wurden ganz früher abwechselnd die Leiter der vier sogenannten Predigerorden betraut: der Franziskaner, Dominikaner, Karmeliten und Augustiner-Eremiten. Paul IV. (1555-1559) machte aus dem Päpstlichen Hofprediger eine ständige Einrichtung. Sein Nachfolger Benedikt XIV. entschied 1743, dass nur noch ein Angehöriger der Kapuziner-Minderbrüder dieses Amt wahrnehmen soll.

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