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Das Zeichen von Kana: Gottes Fest mit der Menschheit hat begonnen

19. Jänner 2025 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: Auf den Mangel des Menschen antwortet Gott stets mit dem Überfluss. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am zweiten Sonntag im Jahreskreis: „Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!“.

Das Evangelium der heutigen Liturgie (Joh 2,1-11) berichtet von dem ersten Zeichen, das Jesus gewirkt hat: der Verwandlung von Wasser in Wein während eines Hochzeitsfestes in Kana in Galiläa. Es handle sich um eine Erzählung, die die gesamte Sendung Jesu vorwegnehme und zusammenfasste. Am Tag des Kommens des Messias – so die Propheten – werde der Herr „ein Festmahl mit erlesenen Weinen“ bereiten, und „die Berge werden jungen Wein triefen“.


Jesus sei also der Bräutigam, der den „neuen Wein“ seiner Liebe bringe, um den Ehebund zwischen Gott und der Menschheit zu erneuern.

In diesem Evangelium könnten wir zwei Dinge bemerken: den Mangel und die Überfülle. Auf der einen Seite gehe der Wein aus, und Maria sage zu ihrem Sohn: „Sie haben keinen Wein mehr“ (V. 3). Auf der anderen Seite greife Jesus ein und lasse sechs große Krüge füllen. Am Ende sei der Wein so reichlich und köstlich, dass der Verantwortliche für das Fest den Bräutigam frage, warum er ihn bis zum Schluss aufbewahrt habe. So sei es, betonte Franziskus: „Das Zeichen Gottes ist der Überfluss“, und „der Überfluss  von Kana ist ein Zeichen, dass Gottes Fest mit der Menschheit (…) begonnen hat“ (vgl. Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, Bd 1, S. 295). Auf den Mangel des Menschen antworte Gott stets mit dem Überfluss (vgl. Röm 5,20).

Auch im Festmahl unseres Lebens merkten wir manchmal, dass der Wein ausgehe. Das geschehe, wenn uns Sorgen bedrückten, Ängste überfielen oder die zerstörerischen Kräfte des Bösen uns den Geschmack am Leben, die Freude und die Hoffnung raubten. Doch „angesichts dieses Mangels schenkt uns der Herr den Überfluss seiner Liebe, indem er den Wein des Heiligen Geistes in unser Leben bringt – den Wein der Freude und der Hoffnung. Und er schenkt ihn in solcher Fülle, dass er niemals ausgeht“,

Franziskus beschloss seine Betrachtungen mit einem Gebet an die Gottesmutter: „Sie, die „Frau des neuen Weines, möge für uns eintreten und uns in diesem Jubiläumsjahr helfen, die Freude an der Begegnung mit Jesus, dem Herrn, neu zu entdecken“.

Foto (c) Vatican Media

 


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