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'Das einzige Argument, das uns bleibt, ist die Heiligkeit'

15. November 2024 in Spirituelles, 9 Lesermeinungen
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In den Schriften des US-amerikanischen Erzbischofs Fulton Sheen (1895-1979) finden sich prophetische Bemerkungen, die für unsere Zeit geschrieben sind.


New York (kath.net / pk) „Das einzige Argument, das wir heute noch haben, um andere zu überzeugen, ist die Heiligkeit. Die Welt hat jedes andere Argument gehört und ist bereit, jedes einzelne davon zurückzuweisen – ausgenommen die Heiligkeit.“ Das sagte der US-amerikanische Erzbischof und Diener Gottes Fulton S. Sheen (1895-1979). Sheen war ein anerkannter Theologe und Fernsehprediger. Er hatte rund zwanzig Jahre lang eine eigene Radiosendung auf NBC, „The Catholic Hour“; im Fernsehen hatte er in den 50er Jahren die Show „Life ist Worth Living“ sowie das „Fulton Sheen Program“ (1961-1968).

Seine wichtigsten Lehren über die Existenz des Bösen in unserer Welt hat der Priester Dave Tomaszycki (Erzdiözese Detroit) im Buch „On the Demonic“ zusammengefasst, das auf einer wissenschaftlichen Arbeit über Fulton Sheen basiert, die er 2020 verfasste, wie das „National Catholic Register“ berichtet. In der Arbeit untersuchte der Priester Reden und Texte des Geistlichen, die dieser über das Böse gehalten hatte.


Sheen habe sich nicht übermäßig mit dem Bösen befasst, jedoch davor gewarnt und appelliert, die Tricks des Bösen zu durchschauen und sich dagegen zu wappnen. 1970 habe Sheen einmal geäußert, „dass wir in einem dämonischen Zeitalter sein könnten“. Tomaszycki erklärt: „Sheen war ein Prophet, und viele seiner Prophetien haben sich erfüllt.“ Obwohl der Großteil seiner Schriften vor fünfzig Jahren entstanden sei, erkenne man, „dass sie heute mehr mit unserer Wirklichkeit übereinstimmen als zur Zeit ihrer Entstehung“.

Sheen habe häufig betont, dass unsere Welt nichts so sehr brauche wie die Heiligkeit, die vom Kreuz her komme. Von einem biblischen Gesichtspunkt aus sei ein Kern des Dämonischen, dass es das Kreuz hasse. Jesus würde durch die Versuchungen “Abkürzungen” angeboten.

Zur zweiten Versuchung kommentierte Sheen. „Unser Herr könnte sagen: Du wiederholst diese Versuchung immer dann, wenn du die Wunder der Wissenschaft bewunderst und vergisst, dass ich der Urheber des Universums und seiner Wissenschaft bin… Ich weigere mich, Kunststücke zu vollführen, um sie zu gewinnen, denn auf diese Weise würden sie nicht wirklich gewonnen werden. Nur wenn ich am Kreuz zu sehen bin, ziehe ich die Menschen wirklich zu mir – durch Opfer und nicht durch Wunder muss ich sie einladen.“

Nur das Kreuz rette uns, betonte Sheen. Aber selbst dort sei Jesus mit den Worten versucht worden „Steig doch herunter vom Kreuz, wenn du der Sohn Gottes bist!“. Sheen: „Es ist menschlich, herunterzusteigen. Es ist göttlich, oben zu hängen.“ – „Das Dämonische ist, ganz einfach gesagt, das Anti-Kreuz, der Anti-Christ…“

Sheen habe drei mächtige Waffen gegen Satan angegeben: Erstens die Anrufung des heiligen Name Jesus, den Satan nicht ertragen könne, denn vor diesem Namen „muss sich jedes Knie beugen…“ Zweitens die Anrufung des kostbaren Blutes Jesu, durch das wir gerettet sind. Und drittens die Hingabe an die Muttergottes, die jene Frau sei, die der Schlange den Kopf zertritt. Die Zeit, die wir in der eucharistischen Anbetung verbringen, stärke unseren Geist und führe uns zur Heiligkeit, ist Sheen überzeugt. „Er trainiert uns“, erklärte er. „Das einzige Argument, das wir heute noch haben, um andere zu überzeugen, ist die Heiligkeit.“


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