Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

Mansour: „Deutsche Juden wollen Deutschland verlassen, um in Israel Sicherheit zu finden“

24. Oktober 2024 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutsch-israelisch-arabischer Extremismusexperte nennt aktuelle Entwicklungen „ein katastrophales Warnsignal“ – Der deutschen Politik „fehlt eine Klarheit, die der gesamten Bevölkerung deutlich macht, was eine Demokratie duldet und was nicht“


Berlin (kath.net) „Ironischerweise fühlen sich Islamisten in Deutschland mittlerweile wohler als in manchen islamischen Ländern wie Saudi-Arabien, den Emiraten oder Ägypten, wo Hassprediger heutzutage mit harten Repressionen rechnen müssen. Seit über einem Jahr, seit dem 7. Oktober 2023, toben sich Islamisten, Antisemiten und Linksradikale auf Deutschlands Straßen aus und rufen ihre Parolen auf dem Hochschulcampus. Politiker beschwören indes das ‚Nie wieder‘ und versichern, dass ‚Antisemitismus keinen Platz‘ in Deutschland habe. Leider hat er einen Platz und nimmt Platz ein.“ Das kritisiert der deutsch-israelisch-arabische Psychologe Ahmad Mansour in einem Kommentar im „Focus“. Der moderate Muslim arabisch-palästinensischer Herkunft setzt sich seit Jahren für einen „Euro-Islam“ ein und arbeitet seit Jahren in Programmen der Extremismusprävention mit. Aufgrund seiner Kritik am Islamismus muss er unter ständigem Polizeischutz leben. Er schildert, dass er seit Jahren beide Länder beobachte, also Israel und Deutschland, „und heute sage ich: Ich mache mir im Moment mehr Sorgen um Deutschland als um Israel“. Der bekannte Publizist ist u.a. Träger des deutschen Bundesverdienstkreuzes.


Er warnt, dass viele Juden in Deutschland darüber nachdenken würden, Deutschland „zu verlassen, und viele von ihnen zieht es Richtung Israel. Deutsche Juden aus Berlin, Frankfurt und München wollen Deutschland verlassen, um in Israel Sicherheit zu finden? Das ist ein katastrophales Warnsignal.“ Denn immerhin befinde sich Israel „seit über einem Jahr an neun Fronten in einem existenziellen Kampf gegen islamistischen Terror“. Es gebe täglich „Raketenangriffe, täglich ertönen Sirenen. Tausende sind derzeit aktiv im Militärdienst, um das Land zu verteidigen und die von der Hamas verschleppten Menschen zu befreien. Das ganze Land ist traumatisiert.“ Doch sei in Israel trotz allem und unabhängig von der eigenen politischen und religiösen Einstellung: „sonnenklar, was bekämpft werden muss: Islamismus, Terror, die Feinde der Demokratie“.

Doch die deutsche Politik wirke „angesichts des Islamismus… oft planlos und zögerlich. Es fehlt die Bereitschaft, den Feind beim Namen zu nennen, es fehlt ein Plan, es fehlt eine Klarheit, die der gesamten Bevölkerung deutlich macht, was eine Demokratie duldet und was nicht.“ „In Deutschland traut man sich nicht einmal, gegen die vergleichsweise weniger bedrohlichen Islamisten etwas zu unternehmen, deren Zahl nahezu ungehindert wächst.“

Stattdessen streite man in Deutschland darüber, „ob der Begriff ‚Islamismus‘ nicht pauschalisierend klingen und Muslimen kränken könnte“. „Deutschland erkennt nicht, dass Antisemiten und politische Islamisten vor allem eins sind: Feinde der Demokratie… Liberale muslimische Stimmen, die seit Jahren vor dieser Entwicklung warnen, werden teils gescheut, als ‚islamfeindlich‘ gescholten und gemieden.“

Foto Mansour 2023 bei der Frankfurter Buchmesse © Wikipedia/Elena Ternovaja/CC BY-SA 3.0


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz