Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

UK: Mann wegen stiller Gebete vor Abtreibungsklinik verurteilt

18. Oktober 2024 in Prolife, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Adam Smith-Connor erhielt eine Geldstrafe, will diese aber anfechten. Vor 22 Jahren hat er seine Ex-Freundin veranlasst, das gemeinsame Kind abzutreiben.


Bournemouth/Christchurch/Poole (kath.net/LifeNews/jg)
In Großbritannien hat ein Amtsgericht einen Mann zu einer Geldstrafe verurteilt, weil dieser still vor einer Abtreibungsklinik gebetet hat. Es ist das erste gerichtliche Urteil wegen eines „Gedankenverbrechens“.

Adam Smith-Connor ist im Verwaltungsbezirk Bournemouth-Christchurch-Poole im Südwesten Englands still vor einer Abtreibungsklinik gestanden und hat für seinen verstorbenen Sohn gebetet. Aus Rücksicht auf die Mitarbeiter und die Personen, welche die Klinik aufsuchen, hat er dieser den Rücken zugekehrt. Nach wenigen Minuten wurde er von zwei Angehörigen einer lokalen Polizeieinheit angesprochen und gefragt, was er hier tue. Er antwortete, dass er für seinen verstorbenen Sohn bete.

Die Beamten wiesen ihn darauf hin, dass er sich in einer „Schutzzone“ befinde, in der alle Handlungen und auch Versuche verboten sind, die Zustimmung oder Ablehnung gegenüber Tätigkeiten in Zusammenhang mit Abtreibung ausdrücken. Dazu zählen ausdrücklich auch Gebet und Beratung. Die Verordnung schließt ausdrücklich religiöse Tätigkeiten wie Lesung der Bibel oder Bekreuzigen ein.


Die Beamtin, die mit Smith-Connor, einem früheren Angehörigen der Streitkräfte, sprach, bedauerte den Tod dessen Sohnes, wies aber darauf hin, dass er mit seinem Gebet gegen die geltende Verordnung verstoße.

Smith-Connor wurde von einem Amtsgericht verurteilt und muss die Verfahrenskosten in Höhe von 9.000 Pfund (ca. 10.800 Euro) bezahlen. Anlass dafür ist seine Aussage, dass er für seinen verstorbenen Sohn gebetet hat.

Er wird die Strafe anfechten und wird dabei von der Alliance Defending Freedom (ADF) UK juristisch unterstützt.

„Niemand sollte für das kriminalisiert werden, was er glaubt – insbesondere nicht, wenn er diese Überzeugung still“ ausdrücke. Ähnlich wie Isabel Vaughan-Spruce könnte Smith-Connor nur für seine Gedanken innerhalb einer Zensurzone verfolgt werden. Die schnelle Ausbreitung von Verordnungen, die Freiwillige wie Smith-Connor und Vaughan-Spruce kriminalisiert, sollte ein „Weckruf“ für alle sein, welche die freie Meinungsäußerung hoch halten, ganz unabhängig von ihren Ansichten zur Abtreibung, sagt Jeremiah Igunnobole, ein Rechtsberater von ADF UK.

Smith-Connor sagt über seine Strafe wörtlich: „Vor 22 Jahren habe ich meine Ex-Freundin zu einer Einrichtung gebracht und ihr eine Abtreibung bezahlt. Das war ein Wendepunkt in meinem Leben. Die Folgen meiner Handlungen an diesem Tag sind Jahre später aufgetaucht, als ich trauerte weil mir bewusst geworden war, dass ich meinen Sohn Jacob bei einer Abtreibung verloren habe, die ich bezahlt habe. Vor kurzem stand ich vor einer gleichartigen Einrichtung und habe zu Gott für meinen Sohn Jacob, für andere Babys, die durch Abtreibung ihr Leben verloren haben, für ihre trauernden Familien und für die Mitarbeiter der Abtreibungsklinik gebetet.

Ich hätte mir nie vorstellen können, für ein stilles Gebet strafrechtlich belangt zu werden. In der Vergangenheit habe ich in Krankenhäusern bei Abtreibungen assistiert. Das war Teil meiner militärmedizinischen Ausbildung, aber jetzt bete ich für diejenigen, die Abtreibungen durchführen, weil mir bewusst ist, wie schädlich Abtreibung für Frauen und Familien sind und dass jedes einzelne menschliche Leben wertvoll ist – ganz egal wie klein. Am stärksten bin ich durch das zum Beten motiviert, was meine Sohn Jacob passiert ist.“

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz