Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Krieg und Frieden

28. Oktober 2024 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Über Konflikte in der Ehe - Von Marie-Noel Florant / VISION 2000


Wien (kath.net/http://vision2000.at)

Auch wenn es nicht zu extremer häuslicher Gewalt kommt, durchleben viele Paare Episoden recht erschöpfender und herzzerreißender Streitereien, aus denen jeder der beiden in einem Zustand äußerst unangenehmer innerer Unzufriedenheit hervorgeht. Und dabei kann jedes Mal ein wenig mehr an Zweifeln an der Sinnhaftigkeit, das Abenteuer fortzusetzen, aufkommen.

„Derzeit geraten wir uns uns so sehr in die Haare,“ gesteht mir Aude, „dass ich im Moment das Gefühl habe, ich bin dabei, mich selbst zu zerstören und mich außerstande sehe, einen Neustart durchführen zu können.“ Und ihr Mann fügt hinzu: „Ich fühle mich jedes Mal völlig kaputt.“ „Wie können wir den Frieden und die Freude am Zusammensein, die wir so gerne miteinander erleben möchten, wieder finden?“, fragen sie mich besorgt.


Damit unsere beiden Turteltauben – beide komplett Ko und auf dem Boden – wieder aufstehen können, wird es zweifellos notwendig sein, die Mechanismen der zerstörerischen Verhaltensweisen in ihrer Ehe sorgfältig zu erforschen. Nur so können sie lernen, die wiederkehrenden Streitigkeiten im Keim zu ersticken.

Dies fordert von jedem Einzelnen eine persönliche Reflexion, was seine eigentlichen Motive sind, wieder ein entspannteres Klima zu schaffen. Wie können wir den inneren Frieden und die Lebensfreude finden, auch wenn das Leben uns schlecht behandelt und uns auf Kriegspfade führt?

Tatsächlich erzeugen die Alltagssorgen eine Reihe von Ängsten, die uns beunruhigen und aggressiv, ja sogar ungerecht und gewalttätig machen. Sie verjagen immer wieder jede Spur von innerem Frieden, soweit dieser überhaupt vorhanden gewesen war.
Die spirituellen Meister unserer christlichen Tradition haben uns verschiedene Wege aus solchen Seelenzuständen gewiesen, um zu ausgeglichenen Beziehungen zu finden. Wie gelangt man also zum Frieden?

Einer dieser Lehrer, der heilige Franz von Sales, erinnert uns daran, dass unser Gott ein Gott des Friedens ist.
Er lädt uns zur Demut, zum Vertrauen an die Vorsehung ein,  warnt vor Hast, ermutigt, sich mit seinen Fehlern abzufinden (sie allerdings gleichzeitig auch zu bekämpfen) und ohne Beunruhigung damit zurechtzukommen, dass man nicht immer den Frieden bewahren kann!

Ein anspruchsvolles Programm, werden Sie sagen. Ja, tatsächlich! Das spirituelle Leben ist ein Kampf, wie Lorenzo Scupoli erklärt. Paradoxerweise ist auch die Bemühung um Frieden ein Kampf. Ein Kampf, mit sich selbst. Herauszufinden, was mich bewegt: meine Gedanken, meine Emotionen, meine Ängste… Außerdem erspüren, welche Körperteile angespannt, ja verkrampft sind. Sobald man das herausgefunden hat, lässt es sich besser beherrschen.

So kann man aus seinem inneren Unfrieden herausfinden. Und das ermögicht, vernünftiger zu reagieren. Die Beziehungen zu den Mitmenschen – vor allem zum Ehepartner – werden von diesem wiedergefundenen Frieden profitieren. „In euren Herzen herrsche der Frieden Christi“ (Kol 3,15)
 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz