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Zwei Bewegungen - zwei Wege. Der wahre Schatz des Lebens

13. Oktober 2024 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus: Der wahre Reichtum besteht nicht in den Gütern dieser Welt, sondern darin, von Gott geliebt zu werden und zu lernen, wie er zu lieben. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am achtundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis: „Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, gewann ihn lieb und sagte: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!“.

Das Evangelium (Mk 10,17-30) erzählt von einem reichen Mann, der zu Jesus läuft und ihn fragt: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“ (V. 17). Jesus fordere ihn also auf, alles zu verlassen und ihm nachzufolgen, doch der Mann gehe traurig weg, weil er „ein großes Vermögen besaß“ (V. 22).

Es könnten die zwei Bewegungen dieses Mannes ausgemacht werden: „Zuerst rennt er, um zu Jesus zu gehen. Am Ende geht er jedoch traurig weg“.


Zunächst laufe dieser Mann zu Jesus. Es sei, als ob ihn etwas in seinem Herzen antreibe: „Obwohl er viel Reichtum besitzt, ist er unzufrieden, er trägt eine Unruhe in sich, er ist auf der Suche nach einem erfüllteren Leben. Wie es Kranke und Besessene oft tun, wirft er sich dem Meister zu Füßen. Er ist reich, aber er braucht Heilung“.

Jesus sehe ihn liebevoll an. Dann schlage er ihm eine „Therapie“ vor: „Er soll alles verkaufen, was er besitzt, es den Armen geben und ihm nachfolgen“. Doch dann komme es zu einem unerwarteten Ende: Der Mann werde traurig und gehe weg: „So groß und ungestüm der Wunsch war, Jesus zu begegnen, so kalt und schnell der Abschied von ihm“.

Auch wir trügen in unserem Herzen ein ununterdrückbares Bedürfnis nach Glück und einem sinnerfüllten Leben. Wir könnten jedoch der Illusion verfallen, dass die Antwort im Besitz von materiellen Dingen und irdischen Sicherheiten liege. Jesus hingegen wolle uns zur Wahrheit unserer Sehnsüchte zurückführen und uns entdecken lassen, dass das Gut, nach dem wir uns sehnten, in Wirklichkeit Gott selbst sei, seine Liebe zu uns und das ewige Leben, das er und nur er uns geben könne. Der wahre Reichtum „besteht darin, vom Herrn mit Liebe betrachtet zu werden, wie Jesus dies mit diesem Mann tut, und einander zu lieben, indem wir unser Leben zu einem Geschenk für andere machen“.

Deshalb lade Jesus uns ein, „Liebe zu riskieren“: alles zu verkaufen, um es den Armen zu geben, was bedeute, dass wir uns selbst und unsere falschen Sicherheiten ablegten, uns den Bedürftigen zuwenden und unsere Güter teilen, nicht nur Dinge, sondern das, was wir sind: unsere Talente, unsere Freundschaften, unsere Zeit.

Jener reiche Mann „wollte die Liebe nicht riskieren und ging mit einem traurigen Gesicht weg“. „Und was ist mit uns?“, fragte sich der Papst abschließend: „Woran hängt unser Herz? Wie stillen wir unseren Hunger nach Leben und Glück? Wissen wir, wie wir mit denen teilen können, die arm sind, die in Schwierigkeiten sind oder die ein wenig Zuhören, ein Lächeln, ein Wort brauchen, um ihnen wieder Hoffnung zu geben?“. Es solle daran gedacht werden: „Der wahre Reichtum besteht nicht in den Gütern dieser Welt, sondern darin, von Gott geliebt zu werden und zu lernen, wie er zu lieben“.

Foto (c) Vatican Media

 


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