Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Die Synode in Rom und das Kirchenvolk - Ein plumper Etikettenschwindel!

10. Oktober 2024 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn Weltsynode ist und dies aber fast keinen mehr interessiert und es im Endeffekt bei einigen rein um plumpe Machtfragen geht - Das normale Kirchenvolk wurde nicht eingeladen und kann auch nicht mitreden - Ein Kommentar von Roland Noé


Rom (kath.net)
Stellen Sie sich vor, es ist Synode und fast keiner außerhalb von gewissen Kreisen bekommt dies mit. Fragen Sie einmal in Ihrer Pfarre Menschen, ob sie davon etwas mitbekommen. 99 % werden vermutlich mit Nein antworten. Doch ab und zu gibt es durchaus amüsante Sachen von der Synode zu berichten. So hat eine italienische Kirchenrechtlerin bei der Synode jetzt gefordert, dass die Zusammensetzung von Beratungsgremien das Gottesvolk widerspiegeln solle. Der Dame ging es im Prinzip nur darum, dass mehr Frauen in Beratungsgremien sein müssten. Die Frau Professor aus Piecenza durfte ihre Thesen auch beim Kardinalsrat bereits vortragen, man darf nur hoffen, dass ihre wirre Thesen, bei denen es de facto nur um plumpe Macht geht, nicht bleibenden Eindruck auf die Herren des Rates hinterlassen hat. Die Dame wetterte dann gegen das Kirchenrecht und behauptet, dass dies nur zum Teil die "neue Theologie" und "Kirchenlehre des Zweiten Vatikanischen Konzils" umgesetzt habe. Sie bedauert, dass die gesamte Macht nach wie vor bei den Klerikern sei und "synodale Gremien " rein beratende Funktion hätten. Und anstatt des monarchischen Hierarchiemodells soll ein "synodales Modell" kommen. Was für ein theologisches "BlaBla"! Es zeigt, dass es manchen nur um plumpe Machtfragen geht und um sonst nichts.

Man sollte sich nichts vormachen. Bei der Synode in Rom wird eben nicht das Kirchenvolk abgebildet, denn das normale Kirchenvolk hätte gar keine Zeit, vier Wochen an einer derartigen Veranstaltung teilzunehmen.


Das normale Kirchenvolk sind unter anderem hart arbeitende Menschen, die nur wenige Wochen Urlaub und die Familien haben und wo sich Frauen und Männer das ganze Jahre bemühen, z.b. ihren Kinder den Glauben an Jesus zu vermitteln. Das normale Kirchenvolk sind vor allem auch viele Frauen, die täglich die Hl. Messe besuchen und damit die Kirche wirklich mittragen. Das normale Kirchenvolk sind die vielen Familien, die am Sonntag noch die Hl. Messe mit ihren Kindern besuchen und die sich bemühen, ein gottgefälliges Leben zu führen.

Diese Menschen des normalen Kirchenvolks wurden im Vorfeld der Synode nicht befragt, ob es diese Synode braucht. Sie wurden auch nicht gefragt, von wem sie in Rom vertreten werden wollen. Diese "Normalos" wurden nicht einmal eingeladen.

Eingeladen wurden neben einigen Kardinälen und Bischöfen die "üblichen Verdächtigen", die "kirchlichen Profis", die gute "Connections" haben. Vertreter von "Pressure groups", die dann auch jede Stunde bei der Synode als bezahlte Arbeitszeit eintragen dürfen. Diese "Vertreter" vertreten alles mögliche, aber eben nicht das normale Kirchenvolk.

Oder glaubt jemand ernsthaft, dass eine Tatjana Disteli, Generalsekretärin der Aargauer Landeskirche und Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin bei Fastenaktion, die von den Schweizer Bischöfen nach Rom geschickt wurden, dort die gläubigen Katholiken der Schweiz vertreten? Glaubt Jemand, dass eine No-Name-Theologin aus Linz gläubige Menschen aus Österreich vertritt? Wenn daher die Rede davon ist, dass bei der Synode in Rom das Kirchenvolk vertreten wird, ist das ein plumper Etikettenschwindel.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz