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„Auch jemand, der anderer Meinung ist als ich, ist nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen“

17. Juli 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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US-Bischofskonferenzvorsitzender EB Broglio betont nach Attentat auf Trump: „Sogar unser Engagement für das menschliche Leben basiert auf der Vorstellung, dass der Mensch vom Moment der Empfängnis bis zum Moment des Todes unseren Respekt verdient.“


Washington DC (kath.net/pl) „Ich denke, wir alle können uns an die Würde des Menschen erinnern und sie fördern. Und uns immer vor Augen halten, dass jemand, auch wenn er anderer Meinung ist als ich, dennoch nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen ist. Und deshalb muss ich diese Würde anerkennen und respektieren.“ Darauf macht der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB), Timothy P. Broglio, Erzbischof des US-amerikanischen Militärordinariates, im Interview mit der englischsprachigen Ausgabe von „Vatican News“ aufmerksam. Das Interview unter dem Titel „Präsident der US-Bischöfe spricht über Möglichkeiten, nach dem Angriff auf Trump die Spaltungen zu überwinden“ und geht von dem nur äußerst knapp missglückten Attentat auf den Expräsidenten und aktuellen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aus. „Ich denke, wenn unsere Gesellschaft – und ich beschränke mich hier auf die Gesellschaft in den Vereinigten Staaten –“, sich der Menschenwürde auch dessen der anderer Meinung ist, „stärker bewusst wäre, könnten wir als vernünftige Menschen unsere Probleme und Meinungsverschiedenheiten diskutieren und vielleicht zu Lösungen kommen. Aber es ist tragisch, dass der politische Diskurs in diesem Land einen Punkt erreicht hat, an dem die Leute sich nur noch anschreien und es keinen Raum gibt, einander zuzuhören. Und ich denke, Papst Franziskus hat uns ständig aufgefordert, diese grundlegende Menschenwürde anzuerkennen und sie auf jede erdenkliche Weise zu respektieren.“


Er sehe es die Aufgaben der US-Bischöfe an, dass „Nun, ich denke, wir alle in je unserer Diözese sicherlich die Bedeutung des Dialogs und des Respekts für den anderen fördern können. Sogar unser Engagement für das menschliche Leben basiert auf der Vorstellung, dass der Mensch vom Moment der Empfängnis bis zum Moment des Todes unseren Respekt verdient. Ich denke, wir müssen darin beständig bleiben. Eines der Dinge, die wir am Mittwoch beginnen werden, ist der Eucharistische Kongress. Und ich denke, das wird eine großartige Gelegenheit für uns, Dialog und Versöhnung zu fördern. Und uns auch daran zu erinnern, dass wir in Jesus Christus unsere Erlösung und auch einen Weg nach vorne finden. In der Person Christi finden wir natürlich einen Verhaltenskodex, und ich glaube, je mehr wir tun, um diesen zu fördern, desto besser wird es unserer Gesellschaft gehen. Wir können nicht alles alleine schaffen, aber wir können sicherlich eine Grundlage schaffen und diejenigen, für die wir verantwortlich sind, dazu auffordern, diese Würde und diesen Dialog zu fördern.“

Archivfoto Erzbischof Broglio (c) USCCB

Broglio schloss: „Dieses tragische Ereignis“ des Attentats auf Trump sei „für uns alle ein Aufruf zum Handeln, unseren Diskurs zu überdenken und auf dem Weg des Friedens und der Versöhnung voranzuschreiten. Außerdem müssen wir die bestehenden politischen Differenzen ehrlich einschätzen und gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Link zum „Vatican News“/Englisch-Interview in voller Länge: US Bishops' President discusses rising above divisions after Trump attack


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