Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

„Entführungen und Morde werden immer normaler, allmählich gewinnen die islamistischen Terroristen“

25. Juni 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pressesprecher einer nigerianischen Diözese, Pfr. Lorapu: „Wir stehen an einem Scheideweg, ob wir der westlichen Welt vertrauen können, dass sie uns gegen diese Feinde der Zivilisation verteidigt.“


Abuja (kath.net) Gezielte Entführungen von katholischen Priestern sowie von Laien sind an der Tagesordnung in Nigeria. Die anhaltenden Entführungen und die offensichtliche Untätigkeit der Regierung haben bei christlichen Führern Empörung ausgelöst und zu Anschuldigungen einer „Verschwörung des Schweigens“ unter Nigerias gewählten Amtsträgern geführt. Das berichtet die in den USA erscheinende katholische Website „Crux“. Offenbar werden in dem Land jedes Jahr um die 4.000 Christen ermordet, in den letzten 14 Jahren wurden vermutlich mindestens 52.250 einzig wegen ihres Glauben getötet worden sind.

„Nigerianische Christen leben gefährlich auf dünnem Eis. Die Entführungen und Morde werden immer normaler, und allmählich gewinnen die islamistischen Terroristen.“ Das schildert Pfr. Moses Lorapu, Kommunikationsdirektor der katholischen Diözese Makurdi im Bundesstaat Benue, Nigeria, gegenüber „Crux“. Er stellt weiter fest: „Wir stehen an einem Scheideweg, ob wir der westlichen Welt vertrauen können, dass sie uns gegen diese Feinde der Zivilisation verteidigt.“ Lorapu forderte den Westen auf, seine Passivität gegenüber der Verfolgung von Christen in Nigeria zu überdenken, „bevor es zu einer katastrophalen Explosion kommt.“ Auch seien „die internationalen humanitären Organisationen, die diese entsetzlichen Bedingungen miterleben und es versäumen, sie zu verurteilen und die richtige Darstellung zu präsentieren“, an dieser Situation „ebenso schuldig wie die Täter und die Regierung“ seien. Der Priester weist darauf hin, dass es Fakten gebe, die „die nigerianische Regierung kategorisch der Christenverfolgung bezichtigen. Es gibt keinen gerechtfertigten Grund dafür, dass Millionen von Bürgern von Benue beispielsweise jahrzehntelang unmenschlichen Bedingungen in Lagern für Binnenflüchtlinge ausgesetzt sind.“


Die antichristliche Gewalt war zunächst vor allem im Norden zu beobachten, wo 1999 zwölf Staaten mit muslimischer Mehrheit die Scharia einführten. Der Aufstieg der extremistischen Gruppe Boko Haram im Jahr 2009 verschlimmerte die Situation. In den letzten fünf Jahren hat sich die Gewalt jedoch nach Süden bis in den „Mittelgürtel“ Nigerias ausgebreitet, wo radikalisierte Fulani-Hirten Christen töteten und ihr Land übernahmen.

Die nigerianischen Christen versuchen an ihrem Glauben festzuhalten. Ein bewegendes Video zeigt, wie sich unbeugsame Gläubige und ein katholischer Priester zum Gebet in einer zerstörten Kirche versammeln, siehe den Tweet unten.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz