Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Bischof Davies: „Wir werden Zeugen eines nahezu katastrophalen Niedergangs der Institution der Ehe“

12. Juni 2024 in Familie, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Britischer Bischof: „Leider erleben wir in Öffentlichkeit und Politik eine Verminderung des Stellenwerts der Ehe, als wäre sie nur eine Lebensstilentscheidung und nicht das Fundament, auf dem das Wohlergehen des Einzelnen und der Gesellschaft beruht“


Shrewsbury (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Predigt von Bischof Mark Davies/Shrewsbury (Großbritannien) zur Feier von Ehejubiläen am Samstag, 8.6.2024 in Saint Columba’s, Chester in voller Länge in eigener Übersetzung

Heute kommen wir zusammen, um für 1.970 Jahre treu gelebtes Eheleben zu danken! Eine lebenslange Verpflichtung, für die jeder von Ihnen persönlich Zeugnis ablegt. Als Ihr Bischof schließe ich mich heute so vielen in Ihrem Leben an, die für das unschätzbare Gute danken, das Ihre Ehe der Familie, der Gemeinschaft und der Gesellschaft gebracht hat, trotz all der Freuden und Opfer dieser Jahre, deren Jubiläum Sie feiern.

Für die Eheverpflichtung, die Sie eingegangen sind, wie das junge Paar Tobias und Sarah, das in der Heiligen Schrift beschrieben wird, indem sie beteten: „…Befiehl, dass wir beide Erbarmen finden und gemeinsam alt werden! 8 Und sie sprachen miteinander: Amen, amen.“ (Tob 8,7) Dieses gleiche Gebet Ihrer Jugend brachte nicht nur Segen für Ihr Leben, sondern auch für das Leben so vieler anderer, insbesondere Ihrer Kinder.

Untersuchungen zeigen, dass der wichtigste Faktor für das Gedeihen eines Kindes die stabile Beziehung seiner Eltern ist. Während diese Stabilität bei verheirateten Eltern die Regel ist, ist sie bei nicht verheirateten Eltern die Ausnahme. Jüngste Umfragen zeigen auch, dass die meisten jungen Menschen im Großbritannien des 21. Jahrhunderts immer noch nach der dauerhaften Treue der Ehe streben, obwohl wir eine der höchsten Familienzerfallsraten in ganz Europa haben und Zeuge eines nahezu katastrophalen Niedergangs der Institution der Ehe werden.


Leider haben wir parallel dazu im öffentlichen Leben und in der Politik eine Verminderung des Stellenwerts der Ehe erlebt, so als wäre sie lediglich eine Lebensstilentscheidung und nicht das Fundament, auf dem das Wohlergehen des Einzelnen und der Gesellschaft beruht (Gaudium et spes 47). Angesichts der vielen Entscheidungen und Herausforderungen, die uns bei der Parlamentswahl bevorstehen, können wir nicht hoffen, dass Familien und Gesellschaft gedeihen, wenn die Ehe nicht gedeiht. Und obwohl wir nicht erwarten können, dass eine Generation von Politikern eine so große Krise löst, sollten wir von unseren gewählten Vertretern den Mut und die Verantwortung erwarten, die zentrale Rolle der Ehe bei der Sicherung des Wohls der Gesellschaft und neuer Generationen anzuerkennen.

Das immense Gute, das von der Ehe abhängt, sollte uns nie überraschen, weil wir die dauerhafte Verbindung von Mann und Frau als Plan des Schöpfers aller Dinge anerkennen, weil die Kirche lehrt: „Die Berufung zur Ehe liegt schon in der Natur des Mannes und der Frau, wie diese aus den Händen des Schöpfers hervorgegangen sind.“ (Katechismus der Katholischen Kirche 1603). In all den sich ändernden sozialen und kulturellen Bedingungen der Jahrhunderte und Jahrtausende, angesichts all dessen, was die Würde der Ehe zu schmälern und abzuwerten drohte, hat die Kirche diese lebenslange, treue Liebesverpflichtung, bei der das Geschenk von Kindern willkommen ist, unermüdlich verteidigt.

Heute brauchen wir denselben Mut, den der Heilige Geist uns gibt, um diese Vision ehelicher Liebe und Treue neuen Generationen vorzuschlagen, von denen viele Eltern selbst nicht verheiratet waren. Die Kirche muss mit unfehlbarer Klarheit den Plan unseres Schöpfers in der Ehe lehren, die von Christus zu einem Sakrament erhoben wurde, in dem wir, wie beim ersten Wunder in Kana in Galiläa, seine Macht und Gegenwart erfahren. (Katechismus der Katholischen Kirceh 1613)

Doch es ist Ihr Zeugnis als christliche Paare für den Wert dieses treuen und unauflöslichen Bandes der Ehe, für die Gnade dieses Sakraments angesichts menschlicher Schwäche, das heute und jeden Tag das beredteste Zeugnis ablegt. Dafür möchte ich jedem von Ihnen danken und alle verheirateten Paare den Gebeten Marias, der Mutter Jesu, anvertrauen, die die menschliche Not eines jungen Paares in Kana in Galiläa sah und mit ihrer zeitlosen Einladung „Was immer er (mein Sohn) euch sagt, tut“ für sie Fürsprache einlegte.

Link zur Predigt: Homily at the Mass for Marriage Saint Columba’s, Chester Saturday 8th June 2024

Weitere kath.net-Artikel über Bischof Davies: siehe Link.

Archivfoto Bischof Davies (c) Bistum Shrewsbury

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  11. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  14. So fühlt sich Nachhausekommen an
  15. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz