Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Beschließen ohne zu entscheiden?
  8. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  9. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Der stumme Gott unserer Zeit
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

Arzt berichtet, wie er Ungeborene bei medikamentösen Abtreibungen rettet

11. Mai 2024 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Immer wieder würden Frauen zur Abtreibung gedrängt. Wenn sie nur die erste von zwei Abtreibungspillen nehmen, gibt es relativ gute Chancen, das Baby auf die Welt zu bringen, wenn sich die Schwangere anders entscheidet.


London/Salt Lake City (kath.net/LifeNews/jg)
Der britische Arzt Dr. Dermot Kearney (siehe Foto) hat bei einer Konferenz in Salt Lake City (USA) Ende April die teilnehmenden Ärzte aufgerufen, sich trotz verschiedener Widrigkeiten für den Lebensschutz einzusetzen.

Kearney sprach bei der jährlichen Heartbeat International Conference. Heartbeat ist das größte Netzwerk zur Unterstützung schwangerer Frauen in den USA und leitet das weltweite Netzwerk Abortion Pill Rescue®. Die Mitglieder des Netzwerkes helfen Frauen, welche die erste von zwei Abtreibungspillen genommen haben, sich dann aber anders entscheiden und ihr Kind auf die Welt bringen wollen.

Trotz starker Widerstände ist es Kearney und anderen Ärzten in Großbritannien gelungen, seit 2020 insgesamt 61 Ungeborene vor einer Abtreibung zu bewahren, indem sie Progesteron verabreichen, nachdem die schwangere Frau die erste Abtreibungspille genommen hat, die Mifepristone enthält. Kearney ist selbst Mitglied des Abortion Pill Rescue® Network (APRN).


Er berichtet von einer Erfolgsquote von mindestens 50 Prozent für seine Patientinnen. Eine erfolgreiche Behandlung bedeutet, dass die Schwangerschaft weitergeht und das Baby lebend geboren wird. Nimmt die Frau sowohl Mifepristone als auch Misoprostol (die zweite Abtreibungspille, die einige Tage nach der ersten eingenommen wird), überleben nur 1 bis 2 Prozent der Ungeborenen. Wenn die Schwangere nur Mifepristone nimmt, aber keine Behandlung mit Progesteron erhält, ist der Anteil der Überlebenden bei unter 20 Prozent.

Bevor er selbst mit der Behandlung begonnen hat, wandte sich Kearney 2020 an den britischen National Health Service, das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists und das Royal College of General Practitioners und hoffte, die Ärzteverbände würden angesichts der bereits vorhandenen Erfahrungen über die Wirksamkeit die Behandlungsmethode unterstützen. Das taten sie nicht.

Das General Medical Council begann allerdings 2021 ohne sein Wissen mit einer Untersuchung, nachdem das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists und die Pro-Abtreibungsorganisation Marie Stopes International ihm standeswidriges Verhalten vorgeworfen hatten. Im schlimmsten Fall hätte das Council Kearney die Zulassung als Arzt entziehen können.

Im Mai 2021 wurde ihm verboten Progesteron im Zusammenhang mit Hilfe nach der Einnahme der ersten Abtreibungspille zu verabreichen, zu verschreiben oder zu empfehlen.

Ein Anwaltsteam brachte Kearneys Fall vor ein Gericht. Im Februar 2022 wurde das Verfahren eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte für ein standeswidriges Verhalten, gab das Gericht als Begründung an.

Bei seinem Vortrag in Salt Lake City wies Kearney darauf hin, dass schwangere Frauen vom medizinischen Personal immer wieder zu Abtreibungen gedrängt würden. Nach Einnahme der ersten Abtreibungspille würden sie die Abtreibung abbrechen wollen und kämen zu ihm oder zu seinen Ärztekollegen vom APRN.

Mittlerweile würden Abtreibungsärzte, welche Abtreibungspillen verschreiben, ihren Patientinnen immer häufiger ausdrücklich davon abraten, die Abtreibung abzubrechen und zu Dr. Kearney oder seinen Kollegen vom APRN zu gehen. Da aber immer mehr Abtreibungen mit der Abtreibungspille durchgeführt werden, gebe es auch immer mehr Möglichkeiten für ihn und das APRN, sagte Kearney.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  2. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  3. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  4. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  5. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  6. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  7. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  8. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  9. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  10. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz