Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  9. Zwei Formen - ein Ritus
  10. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  12. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  13. Euthanasie trotz dreimaligem Senatsveto
  14. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  15. Militärdienst auch für Geistliche: Schweizer Kirchen protestieren

,Jesus ließe sich eher von Elon Musk einladen als von Rüdiger Schuch‘

7. Mai 2024 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Keine Jobs, keine Veranstaltungsräume, keine Höflichkeit: Der Umgang mit AfD-Wählern sei „einfach nur menschenfeindlich und zutiefst widerwärtig“, kommentiert Harald Martenstein in der „Welt“.


Berlin (kath.net) Jesus ließe sich heute „lieber von einem nach dem rechten Weg suchenden Sünder wie Elon Musk zum Essen einladen (…) als von Rüdiger Schuch“, und er ließe sich die Füße lieber von Alice Weidel waschen „(eine Frau von schlechtem Ruf) als von Lisa Paus (wir sind die Guten!)“. Das meinte der Autor Harald Martenstein in einem „Welt“-Kommentar über den derzeitigen Umgang mit AfD-Wählern.

Rüdiger Schuch, Präsident des evangelischen Sozialverbands Diakonie, hatte zuvor erklärt, dass AfD-Wähler nicht mehr als Arbeitnehmer erwünscht seien. „Was würde Jesus dazu sagen? Aus meinem – katholischen – Religionsunterricht ist mir als wichtigste Botschaft die Nächstenliebe in Erinnerung. Ein echter Christ hasst nicht“, schreibt Martenstein.

„Das, fand ich immer, ist das Revolutionäre und Großartige an dieser Lehre: ihre bedingungslose Menschenliebe. Sie unterscheidet die christliche Religion von manch anderer. Natürlich schafft es kaum jemand, dieser hohen Anforderung zu entsprechen. Jeder von uns hat oft gegen das Gebot der Nächsten- und auch Feindesliebe verstoßen, auch die Kirchen haben es oft getan.“

Jesus habe sich oft und gezielt mit genau denen umgeben, die von der Gesellschaft seiner Zeit verachtet wurden, schreibt Martenstein. „Das war Teil seines Programms.“ Er war im Haus des Zöllners Zachäus, ließ sich von einer Prostituierten die Füße salben und konnte zornig werden über Pharisäer und die Händler im Tempel.


„Politisch aber war Jesus nicht festgelegt“, resümiert der Kommentator, der „starke Zweifel daran hat, ob es sich beim Diakonischen Werk und vielleicht sogar bei der Evangelischen Kirche überhaupt noch um christliche Organisationen im eigentlichen Wortsinn handelt. Ich vermisse die Nächstenliebe auch für Sünder, die umfassende Bereitschaft zur Vergebung, die Demut, die Distanz zur Tagespolitik. Eigentlich fehlt alles.“

Mit der AfD brauche es „politische Auseinandersetzung“, räumt er ein. Jedoch: „Andere Menschen zu Unberührbaren zu erklären, mit denen der Umgang zu meiden ist, denen man keine Jobs geben oder die man rauswerfen soll, denen man keine Veranstaltungsräume oder Hotelzimmer überlassen soll, bei denen man auch auf Höflichkeitsregeln verzichtet, all das finde ich einfach nur menschenfeindlich und zutiefst widerwärtig. Es zeigt, wozu der Mensch im ungünstigsten Fall eben auch fähig ist, dann, wenn er das Gefühl hat: Bei denen darf und soll ich ungestraft die Sau rauslassen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. Zwei Formen - ein Ritus
  10. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  11. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  12. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  13. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  14. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  15. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz