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Polnische Bischofskonferenz: „Abtreibung ist die bewusste und unmittelbare Tötung eines Menschen“

12. April 2024 in Prolife, 3 Lesermeinungen
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KEP-Vorsitzender Wojda: „Ich bitte alle Menschen guten Willens, sich um das Leben ungeborener Kinder und ihrer Mütter zu kümmern“ – „Kultur der Ausgrenzung enthält den wehrlosesten und schwächsten Menschen ihr Grundrecht – das Recht auf Leben – vor“


Danzig (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Stellungnahme des Vorsitzenden der Polnische Bischofskonferenz, Erzbischof Tadeusz Wojda SAC (Danzig), zur „Achtung vor dem menschlichen Lebens in der pränatalen Phase“ in voller Länge – Arbeitsübersetzung © kath.net

Das Lehramt der Kirche hat das menschliche Leben stets von der Empfängnis an geschützt. Die Erklärung über die unendliche Menschenwürde, die am 8. April dieses Jahres im Vatikan veröffentlicht wurde, erinnert daran, dass die Würde jedes Menschen vom Moment der Empfängnis bis zum natürlichen Tod innewohnt und ihm zusteht (Dignitas infinita 47).

Der heilige Johannes Paul II. schrieb: „Unter allen Verbrechen, die der Mensch gegen das Leben begehen kann, weist die Vornahme der Abtreibung Merkmale auf, die sie besonders schwerwiegend und verwerflich machen. (…). Doch heute hat sich im Gewissen vieler die Wahrnehmung der Schwere des Vergehens nach und nach verdunkelt. (…)Angesichts einer so ernsten Situation bedarf es mehr denn je des Mutes, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und die Dinge beim Namen zu nennen, ohne bequemen Kompromissen oder der Versuchung zur Selbsttäuschung nachzugeben.“ (Evangelium vitae 58).


Die polnische Verfassung gewährt jedem Menschen den rechtlichen Schutz des Lebens (Artikel 38) und schützt auch Mutterschaft, Elternschaft und Familie (Artikel 18). Dies ist ein Grundrecht, das niemand verletzen sollte.

Ungeborene Kinder sind die wehrlosesten und unschuldigsten aller Menschen. Abtreibung stellt auch eine Bedrohung für Frauen und ihre Angehörigen sowie für die gesamte Gesellschaft dar. Sie stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit von Frauen dar, was zu großem und langfristigem Leiden der Mütter in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht führt. Die Pro-Abtreibungspropaganda behauptet fälschlicherweise, dass Abtreibung ihre freie Wahl und ihr Recht sei. „Doch kein Wort vermag die Realität der Dinge zu ändern: die vorsätzliche Abtreibung ist, wie auch immer sie vorgenommen werden mag, die beabsichtigte und direkte Tötung eines menschlichen Geschöpfes in dem zwischen Empfängnis und Geburt liegenden Anfangsstadium seiner Existenz.“ (Evangelium vitae 58).

Es ist äußerst wichtig, dass eine Frau in einer schwierigen Lebenssituation stets auf umfassende Hilfe zählen kann, die sowohl von der Kirche als auch von Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Institutionen seit Jahren geleistet wird.

Während der Generalaudienz am 20. März 2024 wandte sich Papst Franziskus an die Polen: „Wenn ich an Ihr Heimatland denke, möchte ich meinen Traum, den ich vor einigen Jahren zum Ausdruck gebracht habe, als ich über Europa schrieb, darauf anwenden. Möge Polen das Land sein, das das Leben in jedem Moment schützt, vom Moment seiner Empfängnis im Mutterleib bis zu seinem natürlichen Ende. Vergessen Sie nicht, dass niemand [von uns] der Herr des Lebens ist, weder über sein eigenes noch das anderer.“

Ich bitte alle Menschen guten Willens nachdrücklich, sich um das Leben der ungeborenen Kinder und ihrer Mütter zu kümmern und sich der Kultur der Ausgrenzung zu widersetzen, die den wehrlosesten und schwächsten Menschen ihr Grundrecht – das Recht auf Leben – vorenthält.

✠ Tadeusz Wojda SAC
Metropolitanerzbischof von Danzig
Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz
Danzig, 11. April 2024

Link zum Originalbeitrag auf der Website der Polnischen Bischofskonferenz: Przewodniczący KEP: Proszę wszystkich ludzi dobrej woli o otoczenie troskliwą opieką życia nienarodzonych dzieci oraz ich matek

Archivfoto Erzbischof Wojda (c) Polnische Bischofskonferenz


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