Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Die Rückkehr der Mönche: Trappisten starten in Norwegen neu durch

8. Februar 2024 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leben in katholische Ruinen: Ein neu gebautes Kloster in Munkeby wurde vor kurzem eingeweiht.


Munkeby (kath.net / pk) Nach über 700 Jahren haben sich im norwegischen Munkeby wieder Mönche angesiedelt. Das meldet das „National Catholic Register“ (NCR). Vier Trappisten leben seit Ende 2023 in dem neu  errichteten Kloster, das ganz in der Nähe jener Ruinen (siehe Foto) steht, wo schon im 12. Jahrhundert Zisterziensermönche lebten.

Die kleine Trappistengemeinschaft besteht aus vier Brüdern, P. Joseph, P. Joel, Br. Bruno sowie Br. Arnaud, die seit 2009 in Norwegen leben. Im wunderschönen Fjord von Trondheim gelegen kann das neue Kloster rund 40 Personen aufnehmen; es gibt auch ein Gästehaus mit sechs Zimmern. Bischof Erik Varden, der selber den Trappisten angehört, leitete die Messfeier zur Weihe des neu errichteten Klosters Ende 2023, wo rund 80 Gläubige teilnahmen.

Norwegen ist heute ein weitgehend säkularisiertes Land. Im Mittelalter war es jedoch stark katholisch geprägt, wovon bis heute zahlreiche Ruinen von Kirchen und Klöstern zeugen, die im Zuge der Reformation zerstört wurden. Der Nationalheilige von Norwegen ist der Heilige Olaf, dessen sterbliche Überreste in der Kathedrale von  Trondheim aufbewahrt werden, der größten skandinavischen Kirche.


Olaf war Sohn eines Wikingerkönigs und lernte auf einem seiner Raubzüge das Christentum kennen. Als junger Erwachsener ließ er sich in Rouen taufen, kehrte zurück, vereinigte die zahlreichen kleinen Königtümer und ließ sich zum König von Norwegen ausrufen. Er holte Missionare ins Land, ließ Kirchen bauen und forcierte die Christianisierung, auch mit Zwangsmaßnahmen.

„Wir wissen nicht genau, was in Munkeby passierte“, erzählte Bischof Erik Varden, Bischof von Trondheim, dem „NCR“. „Was wir sicher wissen, ist, dass Zisterziensermönche lange genug hier lebten, um ein Kloster zu gründen, aber nicht lange genug, sodass es in die Chroniken des Ordens einging.“ Historische Aufzeichnungen belegen, dass die Abtei in Munkeby Ende des 12. Jahrhunderts gegründet wurde, am Ende der Christianisierung von Norwegen.

Vermutlich geht die Gründung zurück auf missionarische Bestrebungen Englands. „Während Schweden hauptsächlich durch Deutschland und Frankreich missioniert wurde, wissen wir, dass das Christentum von England und Irland aus nach Norwegen gebracht wurde“, erzählt Bischof Varden.

Die Abtei Munkeby wurde damit zu jener zisterziensischen Gründung, die am weitesten nördlich liegt, berichtet er. Jedoch nicht für lange: Einige Jahrzehnte später seien die Mönche von einem Tag auf den anderen verschwunden. Das Trappistenkloster Citeaux in Frankreich, das Mutterhaus der Zisterzienser, beschloss im Jahr 2007, eine neue Niederlassung in Munkeby zu errichten. Unterstützt wurde der Bau vom deutschen Bonifatiuswerk, dessen Generalsekretär Georg Austen ebenfalls bei der Einweihung dabei war.

„In Deutschland sind wir ermutigt durch das, was wir hier sehen“, sagte Austen dem „NCR“. „Ich denke, es ist eine gute Sache, dass die alten Wurzeln nun wieder lebendig werden und die Mönche hier Fuß gefasst haben, vor allem unter der dortigen Bevölkerung, denn das ist ja unsere Mission: Menschen das Evangelium nahe zu bringen, selbst in säkularisierten Gegenden.“

Die wunderschön gelegene Abtei zieht jetzt schon Menschen an, erzählt P. Joel. Einige junge Männer seien bereits hier gewesen, aber auch ältere Leute, die ihre Meinung über die katholische Kirche dann geändert hätten. Nachbarn kämen mit der Bitte um Gebet, wenn sie Unterstützung brauchen oder einfach nur, um zu sagen, „dass sie den Klang der Glocken mögen“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz