Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Die Rückkehr der Mönche: Trappisten starten in Norwegen neu durch

8. Februar 2024 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leben in katholische Ruinen: Ein neu gebautes Kloster in Munkeby wurde vor kurzem eingeweiht.


Munkeby (kath.net / pk) Nach über 700 Jahren haben sich im norwegischen Munkeby wieder Mönche angesiedelt. Das meldet das „National Catholic Register“ (NCR). Vier Trappisten leben seit Ende 2023 in dem neu  errichteten Kloster, das ganz in der Nähe jener Ruinen (siehe Foto) steht, wo schon im 12. Jahrhundert Zisterziensermönche lebten.

Die kleine Trappistengemeinschaft besteht aus vier Brüdern, P. Joseph, P. Joel, Br. Bruno sowie Br. Arnaud, die seit 2009 in Norwegen leben. Im wunderschönen Fjord von Trondheim gelegen kann das neue Kloster rund 40 Personen aufnehmen; es gibt auch ein Gästehaus mit sechs Zimmern. Bischof Erik Varden, der selber den Trappisten angehört, leitete die Messfeier zur Weihe des neu errichteten Klosters Ende 2023, wo rund 80 Gläubige teilnahmen.

Norwegen ist heute ein weitgehend säkularisiertes Land. Im Mittelalter war es jedoch stark katholisch geprägt, wovon bis heute zahlreiche Ruinen von Kirchen und Klöstern zeugen, die im Zuge der Reformation zerstört wurden. Der Nationalheilige von Norwegen ist der Heilige Olaf, dessen sterbliche Überreste in der Kathedrale von  Trondheim aufbewahrt werden, der größten skandinavischen Kirche.


Olaf war Sohn eines Wikingerkönigs und lernte auf einem seiner Raubzüge das Christentum kennen. Als junger Erwachsener ließ er sich in Rouen taufen, kehrte zurück, vereinigte die zahlreichen kleinen Königtümer und ließ sich zum König von Norwegen ausrufen. Er holte Missionare ins Land, ließ Kirchen bauen und forcierte die Christianisierung, auch mit Zwangsmaßnahmen.

„Wir wissen nicht genau, was in Munkeby passierte“, erzählte Bischof Erik Varden, Bischof von Trondheim, dem „NCR“. „Was wir sicher wissen, ist, dass Zisterziensermönche lange genug hier lebten, um ein Kloster zu gründen, aber nicht lange genug, sodass es in die Chroniken des Ordens einging.“ Historische Aufzeichnungen belegen, dass die Abtei in Munkeby Ende des 12. Jahrhunderts gegründet wurde, am Ende der Christianisierung von Norwegen.

Vermutlich geht die Gründung zurück auf missionarische Bestrebungen Englands. „Während Schweden hauptsächlich durch Deutschland und Frankreich missioniert wurde, wissen wir, dass das Christentum von England und Irland aus nach Norwegen gebracht wurde“, erzählt Bischof Varden.

Die Abtei Munkeby wurde damit zu jener zisterziensischen Gründung, die am weitesten nördlich liegt, berichtet er. Jedoch nicht für lange: Einige Jahrzehnte später seien die Mönche von einem Tag auf den anderen verschwunden. Das Trappistenkloster Citeaux in Frankreich, das Mutterhaus der Zisterzienser, beschloss im Jahr 2007, eine neue Niederlassung in Munkeby zu errichten. Unterstützt wurde der Bau vom deutschen Bonifatiuswerk, dessen Generalsekretär Georg Austen ebenfalls bei der Einweihung dabei war.

„In Deutschland sind wir ermutigt durch das, was wir hier sehen“, sagte Austen dem „NCR“. „Ich denke, es ist eine gute Sache, dass die alten Wurzeln nun wieder lebendig werden und die Mönche hier Fuß gefasst haben, vor allem unter der dortigen Bevölkerung, denn das ist ja unsere Mission: Menschen das Evangelium nahe zu bringen, selbst in säkularisierten Gegenden.“

Die wunderschön gelegene Abtei zieht jetzt schon Menschen an, erzählt P. Joel. Einige junge Männer seien bereits hier gewesen, aber auch ältere Leute, die ihre Meinung über die katholische Kirche dann geändert hätten. Nachbarn kämen mit der Bitte um Gebet, wenn sie Unterstützung brauchen oder einfach nur, um zu sagen, „dass sie den Klang der Glocken mögen“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz