Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  12. Beschließen ohne zu entscheiden?
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

US-Theologe Weigel: „Haben sich die Deutschen bei der Bischofssynode absichtlich zurückgehalten?“

18. Dezember 2023 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, strahlte überall Gemütlichkeit aus und trug stets ein Lächeln im Gesicht.“


Vatikan (kath.net) „Es war interessant, dass auf der Synode 2023 die vom Deutsch-Synodalen Weg geliebten 'heißen' Themen im Wesentlichen nicht von Deutschen, sondern von anderen vorangetrieben wurden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, strahlte überall Gemütlichkeit aus und trug stets ein Lächeln im Gesicht. Vielleicht spiegelte diese absichtliche Zurückhaltung die Erkenntnis der Führung der deutschen Bischöfe wider, dass es angesichts der angespannten Situation im eigenen Land nicht ratsam wäre, die Dinge in Rom anzuheizen. Aber das Lesen im Kaffeesatz erlaubt auch andere Ergebnisse.“ Das schreibt der international bekannte Theologe und Ethiker Georg Weigel in seinem Beitrag im Diözesanmagazin „Denver Catholic“ in seinem Gastkommentar „Deutscher Katholizismus: Am Abgrund oder an der Spitze?“ Der US-Amerikaner ist bereits 19-mal mit Ehrendoktorwürden ausgezeichnet worden, ist Träger des Päpstlichen Ordens „Pro Ecclesia et Pontifice“ und Autor vieler Bücher, darunter einer Bestseller-Biographie über Papst Johannes Paul II.

Weigel zitiert den Brief von Papst Franziskus an die vier deutschen Katholikinnen mit der Franziskus-Äußerung, dass er sich darum sorge, dass große Teile der deutschen Ortskirche sich immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen“ und der Papstkritik am Synodalen Ausschuss. Weigel zitiert den Papst weiter: „Anstatt das ‚Heil‘ in immer neuen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern, wollte ich in meinem ‚Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland‘ die Notwendigkeit des Gebets, der Buße und der Anbetung in Erinnerung rufen und einladen, sich zu öffnen und hinauszugehen, ‚um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen, besonders jenen, die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den Straßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu finden sind“ (Nr.8). Ich bin überzeugt: dort wird der Herr uns den Weg zeigen.“


Dann hinterfragt Weigel allerdings diese Papstäußerungen. Denn, so Weigel, „beschreibt diese Suche nach ‚Heil‘ in immer neuen Gremien und die Diskussion der gleichen Themen mit einer gewissen Selbstbezogenheit nicht genau das, was die Synode 2023 vor zwei Monaten für vier quälend lange Wochen getan hat – und was in der Vorbereitungen auf lokaler, nationaler und kontinentaler ‚Phasen‘ in den letzten zwei Jahren mit großem Zeit- und Geldaufwand durchgeführt wurde?“

Weiter fragt Weigel, warum das Wort „Heil“ im Papstbrief eigentlich in Anführungszeichen stehe? Liegt es daran, dass er sich auf die „Heil“ der Institution der deutschen Kirche beziehe, die Gemeindemitglieder ausbluten lässt (und dadurch Einnahmen verliert, weil weniger sich als katholisch verstehende Gemeindemitglieder bedeuten, dass die Institution weniger deutsche Kirchensteuer erhält)?

„Was zu einem dritten Punkt führt: Der Papst schlägt vor, dass der institutionelle deutsche Katholizismus sich selbst retten wird, indem er sich den Armen, Vertriebenen und Ausgegrenzten in der Gesellschaft öffnet. Die deutsche Kirche tut dies jedoch bereits, indem sie (mit Hilfe der Kirchensteuer) ein beträchtliches Netzwerk sozialer Einrichtungen und Programme unterhält. Wenn die Begegnung mit den Ausgegrenzten die Antwort auf die religiöse Langeweile und evangelische Anämie des heutigen deutschen Katholizismus wäre, wäre die deutsche Kirche schon vor Jahrzehnten zu einem starken Motor der Neuevangelisierung geworden.“ Doch sei dies ja nicht der Fall, dies liege aber nicht daran, dass man nicht ausreichend den Ausgegrenzten begegne, „sondern am Verlust des Glaubens an Jesus als Herr und an die Kirche als seinen sakramentalen Leib in der Welt, der dazu führt, dass sich Ortskirchen in NGOs verwandeln, welche gute Taten tun.“

Möglicherweise, so Weigel, „haben einige der Verantwortlichen der ‚Synode zur Synodalität‘ den deutschen ‚Synodalen Weg‘als ein nützliches Instrument angesehen, um den Weg für eine dramatische Neukonfiguration des katholischen Selbstverständnisses und der katholischen Regierungsführung freizumachen“, und dem deutschen Strohmann sei geraten worden, bei der Bischofssynode nicht zu schnell vorzupreschen.

„Der deutsche Katholizismus“ werde „in bestimmten römischen Kreisen“ möglicherweise nicht „als ‚am Abgrund‘ stehend, sondern eher als ‚auf dem neuesten Stand‘ angesehen“, formuliert Weigel abschließend.

Link zum Originalbeitrag im „Denver Catholic“: German Catholicism: On the brink or at the cutting edge?

FILMTIPP "Katholiken"


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  12. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  13. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz