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Ex-Nuntius Viganó will Traditionalisten neue Heimat geben

12. Dezember 2023 in Weltkirche, 81 Lesermeinungen
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Vom Papst-Kritiker geleitete Gruppierung "Exsurge Domine" kündigt Gründung eines Priesterkollegs in Viterbo nordwestlich von Rom an


Rom (kath.net/KAP) Carlo Maria Viganó (82), einst Vatikan-Botschafter in den USA und seit 2018 ein offener Gegner von Papst Franziskus, will Anhängern der katholischen Tradition eine neue Heimstatt geben. Die von ihm geleitete Gruppierung "Exsurge Domine" kündigte auf ihrer Website die Gründung eines Priesterkollegs in der italienischen Provinz Viterbo nordwestlich von Rom an. Im "Collegium Traditionis" sollen Priester und Laien ein Zentrum finden, die treu zur katholischen Tradition stehen.

Viele von ihnen seien unter Papst Franziskus bestraft worden und jetzt mittellos, heißt es auf der Internetseite des künftigen Kollegs. Hinzu komme "eine wachsende Zahl von Priestern, Seminaristen und jungen Menschen", die der katholischen Tradition treu bleiben wollten und Hilfe suchten. Es sei nun die Zeit gekommen, "ein Netz der Unterstützung und des Widerstands" aufzubauen und eine Priesterausbildung zu garantieren, die solide und ohne Kompromisse sei und die aufgrund ihrer finanziellen Selbstständigkeit keine vatikanischen Zwangsmaßnahmen fürchten müsse.


Im Mittelpunkt des neuen Kollegiums werde eine Kirche stehen, ringsherum werde es nach klösterlichem Vorbild einen Kapitelsaal, Klassenräume und ein Refektorium geben. Auf dem Grundstück werde auch ein Gästehaus stehen, um jene zu beherbergen, die "die Gemeinschaft kennenlernen, sich zum Gebet versammeln oder geistliche Exerzitien machen möchten".

Für den Umbau der bestehenden und den Neubau einiger weiterer Gebäude seien 1,5 Millionen Euro nötig. Diese sollen über Spenden eingenommen werden. Die Bauarbeiten seien bereits "weit fortgeschritten".

Weitere kath.net-Artikel über Erzbischof Viganó: siehe Link

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