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Bei Synode in Rom Differenzen über 'sexuelle Minderheiten'

19. Oktober 2023 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
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Erzbischof Stankevics : "Ich kann einen homosexuellen Menschen segnen; aber wenn ich zwei Männer segnen würde, die sagen, dass sie wie Ehegatten zusammenleben, wäre eine Segnung ein großes Problem - denn das bedeutet, dass sie in Sünde leben."


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Bei der im Vatikan tagenden Welt-Bischofssynode gibt es offenbar deutliche Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit sexuellen Minderheiten. Beim Medienbriefing über den bisherigen Synodenverlauf sagte der lettische Erzbischof Zbignev Stankevics am Mittwochnachmittag, über die Frage sei debattiert worden; es werde aber frühestens bei der zweiten Synodenrunde 2024 eine Entscheidung fallen.


Stankevics betonte, dass er selbst seine Haltung im persönlichen Umgang mit Homosexuellen geändert habe. Seit Papst Franziskus gesagt habe, dass er Schwule nicht verurteile, habe auch er seinen persönlichen Umgang geändert. Dennoch gelte in der Frage der Segnung von Homosexuellen, die von manchen Synodenteilnehmenden befürwortet wird, weiter die Lehre der Kirche, wie sie im Katechismus steht.

Daher bleibe jeglicher Sex außerhalb der Ehe Sünde, betonte der Erzbischof. "Ich kann einen homosexuellen Menschen segnen; aber wenn ich zwei Männer segnen würde, die sagen, dass sie wie Ehegatten zusammenleben, wäre eine Segnung ein großes Problem - denn das bedeutet, dass sie in Sünde leben."

Wenn der Papst sage - so wie beim Weltjugendtag in Lissabon -, dass die Kirche offen sein müsse für alle, bedeute das, dass die Kirche auch alle Sünder annehme und ihre Menschenwürde respektiere. Aber sie müsse dies unter Beachtung der Wahrheit tun, so der Erzbischof von Riga.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

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