SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
- Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
- Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
- 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
- Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
- Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
- Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
- Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
- Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
- „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
- Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
- Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
- „Das Ende von Maria 2.0“
- Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
- Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
| 
Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft17. April 2026 in Chronik, 7 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Peggy Noonan erinnert im Wall Street Journal an Fulton Sheen: In diesem ungleichen Kampf wird der Papst am Ende obenauf bleiben. Er hat schlicht die besseren Autoren – und den mächtigeren Sponsor.
New York (kath.net/gem/rn) In der US-Hauptstadt tobt ein beispielloser rhetorischer Krieg, der die Grundfesten des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche erschüttert. Die renommierte Publizistin Peggy Noonan analysiert im Wall Street Journal eine Eskalation, wie sie die 250-jährige Geschichte der USA noch nicht erlebt hat: Ein amtierender Oberbefehlshaber der Vereinigten Staaten führt eine offene Fehde gegen den Stellvertreter Christi auf Erden.
Anlass für den Zorn des Präsidenten war die deutliche Kritik von Papst Leo XIV. am laufenden Krieg im Iran. Die Antwort aus dem Weißen Haus folgte prompt und in gewohnt scharfem Ton via Social Media: Der Papst sei „SCHWACH bei Verbrechen“ und „furchtbar in der Außenpolitik“. Es ist das erste Mal, dass ein US-Präsident das geistliche Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken persönlich und öffentlich auf diese Weise angreift. 
Doch Noonan warnt: In diesem Duell könnte der Präsident seinen Meister gefunden haben. Sie erinnert an die 1950er Jahre, als der katholische TV-Bischof Fulton J. Sheen die Einschaltquoten des Komikers Milton Berle schlug. Auf Berles Frotzeleien antwortete Sheen damals gelassen: „Ich habe eben bessere Autoren und einen besseren Sponsor.“ Ein Satz, der heute aktueller denn je scheint.
Besonders besorgt zeigt sich Noonan über die zunehmende religiöse Aufladung innerhalb der Administration. Sie verweist auf beunruhigende Vergleiche . Paula White-Cain, Leiterin des Glaubensbüros, verglich Trumps politische Verfolgung direkt mit dem Leiden Christi. Verteidigungsminister Pete Hegseth rief zum Gebet für den Krieg „im Namen Jesu Christi“ auf und bezeichnete kritische Medien als „Pharisäer“ – die biblischen Feinde Jesu.
Laut Noonan handelt es sich hierbei nicht um fehlgeleitete Ehrfurcht, sondern um eine „Verweigerung von Ehrfurcht“. Wenn die Geschichte Christi instrumentalisiert wird, um politische Gegner zu bekämpfen, verlasse die Administration den Boden der traditionellen amerikanischen Zivilereligion.
In einem provokanten Vergleich stellt der Artikel die Kernbotschaften Jesu den Aussagen Donald Trumps gegenüber. Das Ergebnis liest sich wie ein „fotografisches Negativ“ der christlichen Lehre: Christus: „Selig sind die Sanftmütigen.“ – Trump: „Ich bin eure Vergeltung.“ Christus: „Liebt eure Feinde.“ – Trump: „Ich liebe es, mich an Leuten zu rächen.“
Noonan führt einen neuen Begriff für die Akteure in Washington ein: den „modernen Hick“ (Lümmel/Hinterwäldler). Dies habe nichts mit Herkunft oder Bildung zu tun – man könne auch ein „Harvard-Hick“ sein. Ein Hick zeichne sich durch den völligen Mangel an Respekt gegenüber Institutionen und Personen aus, die Hommage verdienen. „Ein Hick zettelt einen Streit mit dem Papst an“, schreibt Noonan mit Blick auf Vizepräsident JD Vance, der dem Papst kürzlich riet, „vorsichtig“ zu sein, wenn er sich zu theologischen Fragen äußert. Noonans Fazit ist eindeutig: In diesem ungleichen Kampf wird der Papst am Ende obenauf bleiben. Er hat schlicht die besseren Autoren – und den mächtigeren Sponsor.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Schillerlocke 18. April 2026 | | | | Wer sich so gegen den Papst stellt, sorgt dafür, dass sich die Mehrheit der Katholiken in großer Mehrheit um den Papst scharen. Trump hat mit seiner Polemik unwiederbringlich einen großen Teil der amerikanischen Katholiken gegen sich aufgebracht und sie für sich verloren.
Trump möge die Aussagen von Kardinal Müller, die jüngst hier bei Kath.net dankenswerterweise zu lesen waren, beherzigen. Dann kommt er vielleicht noch aus seinem selbst geschaffenen Schlamassel heraus. |  3
| | | | | modernchrist 17. April 2026 | | | | Der Streit sollte so schnell wie möglich beigelegt werden! Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte!
Papst Leo hat nichts zu verlieren und wird nichts verlieren: Er ist zu besonnen und souverän, beherrscht und in jeder Minute sicher.
Trump aber hat sehr viel zu verlieren, je weiter die Sache eskaliert und er sich womöglich noch mehr reinreitet. Wer kann das wollen? Das aber schadet dem Guten, das er auf den Weg gebracht hat. Das freut natürlich die Opposition, die sich dann auf die Schenkel schlägt. Ist das alles nicht evtl. ein abgekartetes Spiel gewesen? Hat sich der Obama-Berater ganz gezielt in Rom angesagt? Oft gibt ein Wort das andere - leider - und man tritt eine eigentlich ungewollte Lawine durch harmlose, aber unkluge Worte (die andere beabsichtigt haben) los. |  0
| | | | | ecclesiam 17. April 2026 | | | | @paddel - Senf Es geht doch nicht darum, eine Seite einzunehmen. Es ist unsere Aufgabe als Christ, sowohl das kirchliche als auch das weltliche Geschehen kritisch zu beobachten und Stellung zu beziehen.
Einfach Augen zu und unter den Teppich (kein «Senf» dazugeben), das fördert im Gegenteil Konflikte.
Konflikte und Differenzen haben offen diskutiert und ausgetragen zu werden! |  3
| | | | | Paddel 17. April 2026 | |  | Senf Jeder gibt seinen Senf dazu, das befördert die Spaltung und den Konflikt. Wer meint hier die eine oder andere Seite einnehmen zu müssen macht Gott einen Bärendienst damit. |  0
| | | | | ecclesiam 17. April 2026 | | | | Aussagen des Papstes sind auch politisch Bei dieser Auseinandersetzung geht es eben nicht nur um «Bibel gegen Politik». Die Haltung von P. Leo ist leider stark politisch getränkt. Er unterstützt Migration, Islamisierung (-> aktuelles Flugzeuginterview) und sonstige sozialistische Phantasien, ohne die Realität genügend zu benennen (Christenverfolgung, kultureller Kampf gegen das Abendland, etc. etc.).
Papst Leo ist politisch (leider) auf den Spuren seines Vorgängers. So hat sich P. Leo bald nach seiner Wahl aufs Glatteis begeben, als er die Ordo Amoris relativierte, mit welcher J.D. Vance korrekt argumentierte. Selbstverständlich schlugen sich die progressiven Massenmedien sofort auf die Seite des Papstes, ohne sachlich bzw. theologisch zu argumentieren.
So einfach ist die ganze Sache also nicht, wie sie uns vom Medienmainstream vorgetragen wird. |  2
| | | | | Sextus 17. April 2026 | | | | Bishop Sheen Bishop Sheen: was für eine wunderschöne Persönlichkeit als brillanter, witziger Redner, Gelehrter und Heiliger! Unvergesslich bei all denjenigen, die ihn gekannt haben. |  2
| | | | | Stefan Fleischer 17. April 2026 | |  | Cetreum censeo es dürfte vor Gott leichter zu rechtfertigen sein, einmal zu wenig zu den Waffen gegriffen zu haben, als einmal zu viel. |  7
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
- Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
- Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
- Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
- Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
- Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
- Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
- Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
- Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
- Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
- Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
- Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
- Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
- Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
|