Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

In Österreichs Pflichtschulen: ‚Mehrzahl der Schüler Muslime’ – heikles Thema Nahost

19. Oktober 2023 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie sollen Lehrer den Nahost-Konflikt im Unterricht behandeln? In vielen Pflichtschulen, vor allem im städtischen Bereich, gibt es mehr muslimische als christliche Schüler.


Linz (kath.net/jg)
Wie soll der Nahost-Konflikt an Österreichs Pflichtschulen unterrichtet werden, wenn es in städtischen Schulen bereits mehr Moslems als Christen gibt? Diese Frage behandelt der ehemalige Lehrer und Schuldirektor Niki Glattauer in seiner Kolumne in der österreichischen Tageszeitung Heute.

Die Islamlehrer Österreichs hätten von ihrem Schulamt, angesiedelt in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), die Anweisung bekommen, den Nahost-Konflikt „verantwortungsbewusst“ zu behandeln. Er habe von einer Schuldirektorin eine E-Mail bekommen, fährt Glattauer fort. „Ich habe oben gefragt, ob wir das Thema wenigstens aktuell aussparen dürften, wo zwei Kolleginnen im Lehrkörper deklarierte Jüdinnen seien“, schrieb sie. In der Antwort hieß es, man erwarte eine Behandlung im Unterricht, „natürlich möglichst objektiv“. Angeblich würden mehrere Bildungsdirektionen an einer Anleitung für eine „sensible Herangehensweise“ arbeiten, schreibt Glattauer.


Es sei für viele Lehrer aber nicht einfach, die komplexe und verfahrene Situation im Nahen Osten möglichst objektiv zu vermitteln und für die „Gräueltaten islamistischer Terroristen dennoch gefahrlos klare Worte finden zu dürfen“. Das müsse man vor dem Hintergrund der Antisemitismus-Studie sehen, welche das Meinungsforschungsinstitut IFES im Herbst 2022 erstellt hat. Das Institut hat 3.000 Menschen befragt, davon 30 Prozent aus arabischem oder türkischem Milieu, die aber zu mehr als der Hälfte bereits in Österreich geboren wurden, hier aufgewachsen und in die Schule gegangen sind.

Der Aussage „Israel hat ein Recht als Heimatland des jüdischen Volkes zu existieren“ stimmten nur 14 Prozent der Muslime in Österreich „voll und ganz“ zu. Fast 50 Prozent waren der Ansicht, das stimme „überhaupt nicht“ oder „eher nicht“.

In den meisten Pflichtschulen in Österreich, also Volks- und Mittelschulen, seien die muslimischen Schüler mittlerweile in der relativen Mehrheit. In Linz seien 35,75 Prozent Moslems, 33,13 Prozent Christen.

In diesem Umfeld würden sich viele Lehrer dagegen wehren, das „heiße Eisen“ Nahost-Konflikt zu thematisieren. Glattauer schließt seinen Artikel mit drei Kommentaren von Lehrern: „Wir Lehrer sind keine Wunderwuzzis, und wenn die Kinder zuhause indoktriniert werden, können wir nicht viel tun.“ – „Die Schule ist da für Mathematik, Geographie und sonstiges, aber nicht für Sozialarbeit.“ – „In der heutigen Zeit fährt man als Lehrer damit am besten, 0,0 politische Themen anzusprechen. Mit dem Thema kannst nur verlieren.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  2. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  3. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  4. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  5. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  6. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  7. Italien verbessert Kinderschutz
  8. Anmeldeformular für Volksschule mit sechs Möglichkeiten bei Angabe des Geschlechts
  9. Katholische Grundschule mit Unisex-Toiletten
  10. Brasilien: Gericht verbietet Hausunterricht






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  10. „Warum ich katholisch bin“
  11. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  12. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  13. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz