Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  6. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  9. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  10. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  11. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  12. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  13. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  14. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  15. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen

In Österreichs Pflichtschulen: ‚Mehrzahl der Schüler Muslime’ – heikles Thema Nahost

19. Oktober 2023 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie sollen Lehrer den Nahost-Konflikt im Unterricht behandeln? In vielen Pflichtschulen, vor allem im städtischen Bereich, gibt es mehr muslimische als christliche Schüler.


Linz (kath.net/jg)
Wie soll der Nahost-Konflikt an Österreichs Pflichtschulen unterrichtet werden, wenn es in städtischen Schulen bereits mehr Moslems als Christen gibt? Diese Frage behandelt der ehemalige Lehrer und Schuldirektor Niki Glattauer in seiner Kolumne in der österreichischen Tageszeitung Heute.

Die Islamlehrer Österreichs hätten von ihrem Schulamt, angesiedelt in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), die Anweisung bekommen, den Nahost-Konflikt „verantwortungsbewusst“ zu behandeln. Er habe von einer Schuldirektorin eine E-Mail bekommen, fährt Glattauer fort. „Ich habe oben gefragt, ob wir das Thema wenigstens aktuell aussparen dürften, wo zwei Kolleginnen im Lehrkörper deklarierte Jüdinnen seien“, schrieb sie. In der Antwort hieß es, man erwarte eine Behandlung im Unterricht, „natürlich möglichst objektiv“. Angeblich würden mehrere Bildungsdirektionen an einer Anleitung für eine „sensible Herangehensweise“ arbeiten, schreibt Glattauer.


Es sei für viele Lehrer aber nicht einfach, die komplexe und verfahrene Situation im Nahen Osten möglichst objektiv zu vermitteln und für die „Gräueltaten islamistischer Terroristen dennoch gefahrlos klare Worte finden zu dürfen“. Das müsse man vor dem Hintergrund der Antisemitismus-Studie sehen, welche das Meinungsforschungsinstitut IFES im Herbst 2022 erstellt hat. Das Institut hat 3.000 Menschen befragt, davon 30 Prozent aus arabischem oder türkischem Milieu, die aber zu mehr als der Hälfte bereits in Österreich geboren wurden, hier aufgewachsen und in die Schule gegangen sind.

Der Aussage „Israel hat ein Recht als Heimatland des jüdischen Volkes zu existieren“ stimmten nur 14 Prozent der Muslime in Österreich „voll und ganz“ zu. Fast 50 Prozent waren der Ansicht, das stimme „überhaupt nicht“ oder „eher nicht“.

In den meisten Pflichtschulen in Österreich, also Volks- und Mittelschulen, seien die muslimischen Schüler mittlerweile in der relativen Mehrheit. In Linz seien 35,75 Prozent Moslems, 33,13 Prozent Christen.

In diesem Umfeld würden sich viele Lehrer dagegen wehren, das „heiße Eisen“ Nahost-Konflikt zu thematisieren. Glattauer schließt seinen Artikel mit drei Kommentaren von Lehrern: „Wir Lehrer sind keine Wunderwuzzis, und wenn die Kinder zuhause indoktriniert werden, können wir nicht viel tun.“ – „Die Schule ist da für Mathematik, Geographie und sonstiges, aber nicht für Sozialarbeit.“ – „In der heutigen Zeit fährt man als Lehrer damit am besten, 0,0 politische Themen anzusprechen. Mit dem Thema kannst nur verlieren.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  2. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  3. Italien verbessert Kinderschutz
  4. Anmeldeformular für Volksschule mit sechs Möglichkeiten bei Angabe des Geschlechts
  5. Katholische Grundschule mit Unisex-Toiletten
  6. Brasilien: Gericht verbietet Hausunterricht
  7. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  8. Anreize für Schulen in Texas, die Bibel in den Unterricht zu integrieren
  9. Wiener Schuldirektor: ‚Mädchen tragen aus Angst Kopftuch’
  10. Bulgarien verbietet LGBT-Propaganda in Schulen






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  7. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  8. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  9. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  10. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  11. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  12. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  13. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  14. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  15. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz