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In Österreichs Pflichtschulen: ‚Mehrzahl der Schüler Muslime’ – heikles Thema Nahost

19. Oktober 2023 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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Wie sollen Lehrer den Nahost-Konflikt im Unterricht behandeln? In vielen Pflichtschulen, vor allem im städtischen Bereich, gibt es mehr muslimische als christliche Schüler.


Linz (kath.net/jg)
Wie soll der Nahost-Konflikt an Österreichs Pflichtschulen unterrichtet werden, wenn es in städtischen Schulen bereits mehr Moslems als Christen gibt? Diese Frage behandelt der ehemalige Lehrer und Schuldirektor Niki Glattauer in seiner Kolumne in der österreichischen Tageszeitung Heute.

Die Islamlehrer Österreichs hätten von ihrem Schulamt, angesiedelt in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), die Anweisung bekommen, den Nahost-Konflikt „verantwortungsbewusst“ zu behandeln. Er habe von einer Schuldirektorin eine E-Mail bekommen, fährt Glattauer fort. „Ich habe oben gefragt, ob wir das Thema wenigstens aktuell aussparen dürften, wo zwei Kolleginnen im Lehrkörper deklarierte Jüdinnen seien“, schrieb sie. In der Antwort hieß es, man erwarte eine Behandlung im Unterricht, „natürlich möglichst objektiv“. Angeblich würden mehrere Bildungsdirektionen an einer Anleitung für eine „sensible Herangehensweise“ arbeiten, schreibt Glattauer.


Es sei für viele Lehrer aber nicht einfach, die komplexe und verfahrene Situation im Nahen Osten möglichst objektiv zu vermitteln und für die „Gräueltaten islamistischer Terroristen dennoch gefahrlos klare Worte finden zu dürfen“. Das müsse man vor dem Hintergrund der Antisemitismus-Studie sehen, welche das Meinungsforschungsinstitut IFES im Herbst 2022 erstellt hat. Das Institut hat 3.000 Menschen befragt, davon 30 Prozent aus arabischem oder türkischem Milieu, die aber zu mehr als der Hälfte bereits in Österreich geboren wurden, hier aufgewachsen und in die Schule gegangen sind.

Der Aussage „Israel hat ein Recht als Heimatland des jüdischen Volkes zu existieren“ stimmten nur 14 Prozent der Muslime in Österreich „voll und ganz“ zu. Fast 50 Prozent waren der Ansicht, das stimme „überhaupt nicht“ oder „eher nicht“.

In den meisten Pflichtschulen in Österreich, also Volks- und Mittelschulen, seien die muslimischen Schüler mittlerweile in der relativen Mehrheit. In Linz seien 35,75 Prozent Moslems, 33,13 Prozent Christen.

In diesem Umfeld würden sich viele Lehrer dagegen wehren, das „heiße Eisen“ Nahost-Konflikt zu thematisieren. Glattauer schließt seinen Artikel mit drei Kommentaren von Lehrern: „Wir Lehrer sind keine Wunderwuzzis, und wenn die Kinder zuhause indoktriniert werden, können wir nicht viel tun.“ – „Die Schule ist da für Mathematik, Geographie und sonstiges, aber nicht für Sozialarbeit.“ – „In der heutigen Zeit fährt man als Lehrer damit am besten, 0,0 politische Themen anzusprechen. Mit dem Thema kannst nur verlieren.“

 


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Lesermeinungen

 J. Rückert 19. Oktober 2023 
 

Wie bestellt, so geliefert

An den Pflichtschulen seien muslimische Kinder in der Mehrheit, das wird so lässig nebenbei ausgesagt, dabei galt das bis vor Kurzem als fremdenfeindliche Verschwörungstheorie. Der Islam schiebt sich von unten nach oben durch – auch das Schulamt und das Kultusministerium werden dem Gebetsruf der Imame folgen!
Wie gerade auch von christlichen Kirchen bestellt, so geliefert mit allen Konsequenzen.


2
 
 kleingläubiger 19. Oktober 2023 
 

Hiesigen Frauen wurde seit Jahrzehnten der Kopf mit Feminismus vergiftet, diese bekommen kaum noch Kinder. Nun haben wir in Schulen die Situation, dass es mehrheitlich muslimische Kinder gibt. Aber der Hinweis auf diese Realitäten sind bekanntlich böse, rechte Verschwörungstheorien.


3
 
 Everard 19. Oktober 2023 
 

Das Problem gibt es

Leider auch in sehr guten Privatschulen. Moslemische Schüler (m/w) können auch dort als kleine Minderheit enormen Druck ausüben.


4
 

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