Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

So sammeln DBK und ZdK ihre Enttäuschungen

3. April 2023 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es war die nächste Enttäuschung, der nächste Beschluss des Synodalen Weges, der vom Vatikan kassiert wurde. Laientaufe? Nö. Laienhomilie? - Bei der Frage der Taufe gab es noch ein bitteres Kräuterbonbonn - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Es war die nächste Enttäuschung, der nächste Beschluss des Synodalen Weges, der vom Vatikan kassiert wurde. Laientaufe? Nö. Laienhomilie? Nö. Bei der Frage der Taufe hielt der Präfekt der Liturgiedikasterie noch ein besonders bitteres Kräuterbonbon für den deutschen Episkopat bereit. Offensichtlich hatte man sich in Deutschland entschlossen, keine Übersetzung des Formulars der Taufe durch Laien bei Unerreichbarkeit eines Priesters ins Rituale aufzunehmen. Die Begründung lautete, man habe ja keine Zustände, wie in der dritten Welt. In der Tat, so lässt sich leicht in den einschlägigen Statistiken nachlesen, brechen deutsche Priester nicht unter der Last der zu spendenden Taufen zusammen. Eines kann auch die interessierte Öffentlichkeit leicht erkennen. Der Reformwille – im Sinne der deutschen Laienfunktionäre – ist bei deutschen Bischöfen bestenfalls ein Lippenbekenntnis. Bei Abstimmungen hebt man brav das Pfötchen und hofft, dass Rom es schon richten wird. Der deutsche Bischof badet gern lau. Er hat keine Konsequenzen zu fürchten.

Setzte sich die in Deutschland geplante Laientaufe durch, ist von der Entstehung einer Zweiklassentaufe auszugehen. Die Kinder der lokalen Honoratioren werden natürlich vom Pfarrer getauft. Der Nachwuchs des gewöhnlichen Volkes wird mit Laientaufe abgespeist. Der Ärger ist vorhersehbar. Wenn tatsächlich kein Priester erreichbar ist, wie es am Amazonas der Fall ist, dann hält die Kirche Regeln dafür bereit. Bei fortschreitender Tendenz können die deutschen Bischöfe in zwanzig Jahren noch mal in Rom nachfragen, dann könnten amazonische Verhältnisse auch hier erreicht sein.


Die Laienpredigt hat sich in einigen deutschen Diözesen längst etabliert. Sie ist zwar verboten, aber der gewöhnliche deutschkatholische Gemeindefunktionär mit oder ohne Weihe interessiert sich schon lange nicht mehr für liturgische oder sonstige Vorschriften. Die Gekniffenen in diesem lausigen Spiel sind jene Priester und Laien, die sich an die Regeln halten wollen. Jene, die den versprochenen Gehorsam so auffassen, dass es ein Gehorsam gegenüber der ganzen Kirche aller Zeiten ist. Ein Gehorsam der nicht der willkürlichen Laune des gerade herrschenden Bischofs folgt. Denn auch der Bischof hat eigentlich Gehorsam versprochen. Die Ambivalenz, in der glaubenstreue Priester unserer Tage leben, ist kaum zu fassen. Nicht der liturgische und pastorale Wildwuchs ist begründungspflichtig, sondern das regelkonforme Verhalten bringt Priester und oft genug auch Laien in arge Bedrängnis.

So nimmt man als Katholik dankbar jede Intervention aus Rom zur Kenntnis. Man hat dann zumindest die Möglichkeit im Fall der Fälle auf römische Entscheidungen zu verweisen. In der Praxis ändert sich, wie die Erfahrung zeigt, dennoch nichts, weil die Sanktionen fehlen. So sammeln also die deutschen Laienfunktionäre und die angeblich reformwilligen Bischöfe eine Enttäuschung nach der anderen. Bislang ist es allerdings immer wieder gelungen, daraus Ermutigungen und Erfolge herbeizufabulieren. Der römische Weg ist ein sanfter Weg von immer neuer Ermahnung und Ermutigung. Manchmal hätte man es gern, würde die Kirche die Macht einsetzen, von der Feinde der Kirche wie auch Laienfunktionäre so oft und gerne schwafeln. Schon Stalin spottete, wie viele Divisionen der Papst denn habe. Die Antwort lautet, mehr als ein gewöhnlicher kommunistischer Despot zählen kann. Der Stalinismus ist untergegangen. Das Papsttum lebt fort. Zwar tilgt die Existenz des Papsttums nicht jeden Irrtum aus der Welt, doch der Papst ist und wird es immer sein, der vom Herrn beauftragte Streiter für die Wahrheit. Die Kurie zeigt gerade ihre Zähne. Gebissen hat sie noch nicht. Auch dieser Punkt wird kommen. Doch es geht nicht um Macht. Macht hat die Kirche in der Tat sehr wenig. Es geht um Vollmacht und die hier zum Tragen kommende Vollmacht ist die den Aposteln und vor allem dem Petrus übertragene Binde und Lösegewalt. Kehren die deutschen Bischöfe nicht um, werden sie diese Vollmacht womöglich bald zu spüren bekommen. Im Sinne derer, die derzeit sehr unter Druck sind, weil sie den deutschkatholischen Neoprotestantismus nicht mitmachen wollen, ist zu hoffen, dass der Vatikan den Worten Taten folgen lässt. Bischöfe, die jetzt an Laienpredigt und Laientaufe festhalten, gehören konkret ermahnt und bei Nichtbefolgen der römischen Anweisungen amtsenthoben und suspendiert. Das Zeitfenster ein Schisma zu verhindern ist nicht sehr groß.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  2. Der Tod der Theologie in Deutschland
  3. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  4. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  5. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  6. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  7. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  8. Hippe Missionare sind brandgefährlich
  9. Bischof sein in Opferperspektive
  10. Ein entscheidungsrelevantes „We shall see“ zur Synodalkonferenz







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz